Samstag, 26. Januar 2019 von Pascal Tonnemacher

Alexa, erzähl' ein Märchen!

Es gibt viele Möglichkeiten, die Kommunikation und Sprache bei Kindern zu fördern: Vorlesen, natürlich auch oft und deutlich Sprechen oder beispielsweise Logopädie. Was sich bei uns – Achtung, bitte mit einem Augenzwinkern verstehen – als beste und gemütlichste Methode herausgestellt hat: die häusliche Alexa. Die Sprachassistentin, von der ich an dieser Stelle bereits des Öfteren berichtet habe. Denn sie ist streng. Schreit man von der Küche zurück ins Wohnzimmer zur kleinen schwarzen Säule, dass sie doch bitte Kartoffeln zur Einkaufsliste hinzufügen soll, dann, sagen wir mal so, tut sie das nicht immer. Beim Wocheneinkauf wird es dann mitunter recht rätselhaft. Oder wissen Sie, in welchem Gang „Bombardier“, „Sechs“ oder „Wollen bonte“ stehen? Ich auch nicht. Zwar lernt sie dazu und versteht auch das ein oder andere genuschelte Wort mit der Zeit. Doch grundsätzlich ist sie streng. Aber diese Eigenschaft hat auch ihre guten Seiten. Denn Kinder sind schnell frustriert. Und spielt Alexa, genauer gesagt „Aletza“, nicht „Feuer Sam“, wenn man es zu ihr sagt, dann sind sie es noch schneller. Sie wollen aber, dass es funktioniert, lernen schnell, deutlicher zu sprechen und freuen sich über die „Belohnung“. Übrigens: Wer Probleme oder keine Zeit hat, die Kinder ins Bett zu bringen: Alexa liest auch Gute-Nacht-Geschichten vor. Doch in den Arm nehmen kann sie die Kleinen nicht, denn sie hat keine Arme, wie sie auf ZAK-Anfrage betont. Und spätestens an dieser Stelle bin ich als Ins-Bett-Bringer dann doch unersetzlich. Zum Glück.

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Freitag, 25. Januar 2019 von Volker Bitzer

Verlängerte Bescherung

Die Deutschen gehören sicherlich zu den fleißigsten Mülltrennern: Papier in die Blaue Tonne, Bio in die braune und die gelben Säcke werden auch kräftig befüllt. Obendrein zahlen die Bürger noch ordentlich Abgaben für die Müllentsorgung. In unserer Gegend an das Landratsamt, welches dafür zuständig und verantwortlich (!) ist, dass die Abholung auch reibungslos funktioniert. Derzeit scheint aber ziemlich Sand im Abfallwirtschafts-Getriebe zu sein. Vermutlich weniger auf den Amtsstuben, wo die Müllbeseitigung verwaltet wird, als vielmehr bei den beauftragten Entsorgungsfirmen.

Lang vor Weihnachten habe ich beim Landratsamt meine kaputte Blaue Tonne reklamiert: Durch einen langen Riss im Plastikdeckel sickert Wasser in den Behälter. „Kein Problem, wir lassen sie austauschen“ war die Antwort. Tatsächlich: Wenige Tage später meldete sich ein Mann des Entsorgungsunternehmens und kündigte an, meine Blaue Tonne auszutauschen. Ich erklärte noch genau, wie mein Exemplar eindeutig zu erkennen ist. Prompt aber wurde die (tadellose) Tonne des Nachbars mitgenommen.

Also wieder ein Anruf beim Landratsamt. Noch vor Weihnachten. Nichts passiert. Nach Weihnachten das gleiche Spiel: Anruf, Problem erneut geschildert. Erneut tut sich nichts. Beim nächsten Telefonat mit der Abfallwirtschaftsdame will sie, dass ich selbst bei der Recyclingfirma reklamiere. Gesagt getan. Mittlerweile dreimal. Weihnachten ist seit einem Monat vorbei. Die Bescherung mit meiner kaputten Blauen Tonne hält an. Sie wartet noch immer aufs Abholen. Ebenso wie die gelben Säcke vor unserem Grundstück, die eigentlich auch schon vor über eine Woche zur Abfuhr fällig gewesen wären.

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Donnerstag, 24. Januar 2019 von Thomas Godawa

Gute Bücher für Kinder gesucht

Es ist schon eine Herausforderung, für unterschiedliche Altersstufen der Enkelkinder passende Bücher zu finden. Und warum Bücher und Hörbucher und keine anderen Medien?

Weil sich hier ein haptisches und ein fantastisches Erlebnis einstellt. Das sieht bei einem Zweieinhalbjährigen anders aus, als bei einem Achtjährigen. Logisch. Der Ältere hat schon mehr erlebt, geht zur Schule und hat schon viele eigene Erfahrungen gemacht. Der Jüngere ist noch auf einer ganz simplen Entdeckungsreise von Formen und Farben und Geschichten.

Davon abgesehen fördert das selbstständige Lesen die Sprachausbildung, lässt das Kopfkino starten, erhöht den Wortschatz und erleichtert die Kommunikation. Wer in der Lage ist ein komplexes Problem seinem Gegenüber zu erklären, hat es geschafft ein Bild zu entwerfen und zwar im Kopf seines Gesprächspartners. Und darauf läuft alles hinaus.

Vorlesen ist deshalb eine Paradedisziplin für Omas und Opas, wie ich selbst immer wieder feststellen darf. Es bildet nicht nur die Kinder und die Großeltern, sondern es schafft auch eine Vertrauensbasis, ein Stück Geborgenheit und wer möchte das nicht haben? Deshalb sind gute Bücher für Kinder gesucht und es gibt so viele davon, wie ich in der eigenen Familie erfahren durfte, man muss sie nur finden.

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Dienstag, 22. Januar 2019 von Holger Much

Queen sorgt für Ruhe im Kino

Seit über einem Jahr war ich nicht mehr im Kino. Bei einem eigentlich großen Cineasten wie mir ein unerträglicher Zustand. Deshalb haben sich meine Frau und ich jüngst mal wieder der Faszination der großen Leinwand hingegeben. Dort lief „Bohemian Rhapsody“, der Film über die Gruppe Queen. Als eingefleischter Fan, bei dem der Stachel, das Original nie live gesehen zu haben, nach wie vor tief sitzt, freute ich mich natürlich einerseits auf die mit einigen Freiheiten dargestellte Bandbiografie, andererseits auf die legendären Songs.

Große Bedenken hatte ich, dass mir der Kinobesuch wie schon so manches Mal durch ständig während des Films redende Besucher oder durch Dauerpopkornraschler vermiest werden würde. Doch nichts von alledem.

Ganz im Gegenteil: Nicht nur während des Films, auch während des gesamten Abspanns blieben alle Besucher ausnahmslos andächtig sitzen und erhoben sich erst, als der letzte Ton verklungen war, still aus ihren Sitzen. Da waren wohl nur echte Fans im Saal. So liebe ich Kino.

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Samstag, 19. Januar 2019 von Klaus Irion

Grüße an Mike Bost

Kennen Sie Mike Bost? Ich nicht, besser gesagt nicht persönlich. Bost lebt im Süden des US-Bundesstaates Illinois und ist für den dortigen 12. Bezirk Abgeordneter im amerikanischen Repräsentantenhaus. Für mich ist Mike Bost so etwas wie „mein“ persönlicher Abgeordneter. Er erklärt mir hin und wieder in E-Mails die amerikanische Sicht der Dinge. Wie ich einst in Bosts E-Mail-Verteiler geraten bin, ist mir ein Rätsel. Ich besitze nicht die amerikanische Staatsbürgerschaft und habe bislang auch noch nie an der Green-Card-Lotterie teilgenommen. Und dennoch werde ich nun regelmäßig über „meinen“ Abgeordneten Bost direkt in die amerikanische Politik einbezogen. So wie diese Woche wieder, als er mich aufforderte abzustimmen, ob ich dafür, dagegen oder unentschieden bin, dass „mein“ Präsident Donald Trump am 29. Januar eine Rede an die Nation halten soll. Ich habe ohne zu zögern mit Nein gestimmt. Denn der „beste Präsident aller Zeiten“, wie Trump sich in aller Bescheidenheit ja gern selbst bezeichnet, sollte besser gar keine Rede mehr halten. Nun warte ich darauf, dass mir „mein“ Abgeordneter aus Illinois das Ergebnis dieser Abstimmung mitteilen wird. Bis dahin grüße ich aus dem Süden Deutschlands den Süden Illinois.

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