Donnerstag, 21. September 2017 von Pascal Tonnemacher

Mitbestimmen lassen?

Es ist ein viel- und heißdiskutiertes Thema: das aktive Wahlrecht. Es ist von vielen Ausnahmen und Regelungen geprägt; Kinder und Jugendliche dürfen in den meisten Fällen nicht wählen. Schüler durften jedoch schon des Öfteren in ihren Schulen eine inoffizielle Wahl abhalten. Herausgekommen ist dabei selten eine Kopie des echten Wahlergebnisses. Lohnt sich also das Mitbestimmen lassen? Können sie sich eine fundierte politische Meinung bilden? Sind es doch nicht nur Kopien der Meinungen der Eltern? Auch zuletzt durften Kinder und Jugendliche bei der U18-Bundestagswahl ihre Stimme abgeben. In bundesweit 1651 Wahllokalen nahmen rund 220 000 Kinder und Jugendliche teil. Separate Ergebnisse gibt es für Wahlkreise mit weniger als drei angemeldeten Lokalen jedoch nicht, darunter auch der Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen. Lediglich in Albstadt gab es eines von 161 Lokalen im Bundesland. Ach ja, das Ergebnis: Die CDU bleibt mit 8 Prozentpunkten weniger als in aktuellen Wahlumfragen oben auf. Darauf folgt die SPD, die rund 4 Prozentpunkte verliert. Die große Überraschung: Die Grünen landen mit über 16 Prozent auf Platz drei. Umfragen gehen derzeit von 8 Prozent für die Grünen aus. Die Linke würde es mit gut 8 Prozent, die AfD mit fast 7 Prozent und die FDP mit unter 6 Prozent in den Bundestag schaffen. Sie alle würden junge Stimmen verlieren.

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Freitag, 15. September 2017 von Pascal Tonnemacher

Hinfallen und Neues lernen

Was habe ich in den beiden vergangenen Jahren gelernt? Erst seit ich selbst kleine Menschen tagtäglich dabei beobachten darf, wie sie sich Woche für Woche in Riesenschritten weiterentwickeln, ist mir bewusst geworden: vergleichsweise gar nichts. Nicht nur im Hinblick darauf, bin ich außerordentlich stolz auf den Sprössling: schwierige erste Stunden, Essen gelernt, Operation überstanden, angefangen zu krabbeln, dann bald laufen gelernt, mit dem Kommunizieren klappt es mittlerweile auch so gut, dass man es fast Reden nennen könnte. Von niemand anderem kann man besser lernen, dass es in Ordnung ist auszuprobieren, hinzufallen, (kurz zu heulen,) und wieder aufzustehen. Die Liste könnte ich endlos fortsetzen. Jeder der dich kennt, ist begeistert von dir und wie du dich entwickelst. Und in diesem Jahr klappt das viele Geschenke auspacken bestimmt noch besser. Und das mit dem Lesen von Papas Tagebüchern wird sicher auch bald. In diesem Sinne: Alles Liebe und Gute zum zweiten Geburtstag, Großer!

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Mittwoch, 6. September 2017 von Pascal Tonnemacher

Achtung, Spinne!

Mit Kindern hat sich das selbstbestimmte Fernsehen für die Erwachsenen im Hause zu großem Teil erledigt. Das Programm wird von Maus, Elefant oder eben Schwein regiert. Eine dieser tierischen Sendungen ist Peppa Wutz. In dieser Kleinkindserie geht es um Peppa und ihre Familie. In einer nun berüchtigten Folge spielt Peppa mit ihrem kleinen Bruder Schorsch und ihrem Puppenhaus. Dann taucht plötzlich eine Spinne auf, die auf Herr Spaghettibein getauft wird. Doch bevor Sie kreischend Ihre Zeitung ins Altpapier werfen: Herr Spaghettibein ist von der lieben Sorte und möchte nur spielen. Papa Wutz beruhigt die kleine Peppa. Moral von der Geschicht': Sich vor Spinnen fürchten, muss man nicht. Da haben die britischen Macher die Rechnung aber ohne Australien gemacht. In Sachen Spinnen verstehen sie dort keinen Spaß, wimmelt es dort ja auch von giftigen und riesigen Exemplaren. Nach einer weiteren Ausstrahlung im australischen Fernsehen häuften sich die Beschwerden. Der Sender nahm die Folge schlussendlich aus dem Programm, verweist aber auf das nicht reale Aussehen der lächelnden Spinne, die mit zwei sprechenden Schweinen spielt. Schwierige Sache, denke ich. Einerseits sollten Kinder keine unbegründeten, möglicherweise anerzogene Ängste haben müssen. Andererseits würde ich die Kinder auch keine extrem giftige Rotrückenspinne zum Tee trinken ins Puppenhaus einladen lassen. Bilden Sie sich selbst Ihre Meinung, ich lausche jetzt einem blauen Elefanten, den muss ich in Deutschland ja nicht fürchten.

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Freitag, 28. Juli 2017 von Pascal Tonnemacher

Polizeibeamter von Tölz

Die Polizei: Unfälle, Verbrecher, Blaulicht. Nicht nur für Reporter der Lokalzeitung ist das Geschehen rund um den Freund und Helfer immer interessant. Beim Besuch der Ferienspiele im Balinger Polizeirevier stellte sich heraus: Der Polizeiberuf erfreut sich auch bei Kindern ungeheurer Beliebtheit. Um den Polizisten schwebt eine Art faszinierende Aura. „Hast du schon mal auf einen Menschen geschossen?“ oder „Ist hier schon mal ein Verbrecher abgehauen?“, tönte es aus neugierigen Kindermündern. Die Kids zeigten sich sehr interessiert, und auch sehr geprägt von Actionfilmen und Fernsehserien. „Ich hab mal gesehen, wie sich einer in einem Film mit einem Löffel aus der Zelle gekratzt hat“, sagte einer. Dem Polizeibeamten entlockt das nur ein müdes Lächeln und ein: „Das kann bei uns nicht passieren.“ Es folgen erstaunte und zufriedene Blicke. Denen kann man vertrauen und helfen, wenn man sie braucht. Dabei, so würde ich behaupten, ist es hilfreich, wenn man die Beamten nicht mit „männlichen Rindern“ gleichsetzt und sie gar so anspricht. Daher ein gut gemeinter Rat: Vielleicht nicht so viel „Bulle von Tölz“ schauen, junge Dame.

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Mittwoch, 26. Juli 2017 von Pascal Tonnemacher

Den Türöffner an der Hand

Eines der schnelllebigsten Felder auf diesem Planeten ist wohl unbestritten die Technik. Fingerabdrucksensoren beispielsweise sind mittlerweile in so gut wie allen neuen Smartphone-Modellen eingebaut. So auch in meinem, dass ich mir vor knapp einem halben Jahr neu zulegen musste. Es stammt aus dem unteren Preissegment, all zu viel erwarten dürfte man also nicht. Habe ich auch nicht, doch wurde überrascht. Welche Türen der Fingerabdrucksensor wortwörtlich öffnet, ist mir nämlich erst vor Kurzem bewusst geworden. Ich hatte mir die App für ein kaum benutztes Bankkonto heruntergeladen. Sehr nettes Feature: Einloggen per Fingerabdruck. Bedeutet: Keine unzähligen Passwörter mehr merken und außerhalb von Actionfilmen wohl auch die beste Methode einen Zugang zu sichern. Ich zähle mich eigentlich zu den technikaffinen Menschen, doch war über mich selbst und auch über andere Banking-Apps überrascht. Es scheint jetzt so offensichtlich. Warum wird der Fingerabdruck nicht viel öfter zum Einloggen angeboten? Was spricht dagegen?

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