Dienstag, 31. Januar 2017 von Pascal Tonnemacher

Wie sparsam darf man sein?

Die Tugend aller Schwaben: Sparen! Man spart ja, wo man kann. Erst gestern habe ich mich selbst dabei erwischt, wie ich mich diebisch darüber freute, ein paar Euro gespart zu haben. Ziemlich kleinkariert, dachte ich selbst. Was ist passiert? Am sonnigen und ungewöhnlich milden Wochenende bildete sich eine lange Schlange vor der Waschanlage bei mir um die Ecke. Auch mein Auto hätte eine kleine Kur verdient gehabt: Salz, Schnee und Eis lassen grüßen. Doch der Sparfuchs im Faulpelz verzichtete darauf. Am Montagmorgen stellte sich heraus: gut gepokert. Der Regen hat die ungeliebte Arbeit größtenteils für mich erledigt.

Ach ja, ein weiterer Tipp vom Sparfuchs: Die meisten Scheibenwaschanlagen können mit einer Sicherheitsnadel und einer ruhigen Hand ganz ohne Fachmann eingestellt werden. Dann bekommt weder der Gegenverkehr, noch das Auto hinter einem selbst die blaue Brühe ab. Damit wäre die nächste Runde Kaffee finanziert!

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Dienstag, 3. Januar 2017 von Pascal Tonnemacher

Das ist wirklich sen-sa-tio-nell!

Wer kennt sie nicht? Die rasende Reporterin der Neustädter Zeitung und des Neustädter Abendblatts: Karla Kolumna! Bestens vernetzt düst sie durch das Kinderhörspiel-Universum von Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg und prägt, wenn auch meist unmerklich, das Medienverständnis vieler Kinder. Doch was für ein Bild vom Lokalreporter vermittelt sie denn? Klar, sie steht für Gerechtigkeit. In „Bibi Blocksberg und die Piraten“ sagt sie, sie könne ein Problem mit dem Bürgermeister zugunsten der Kinder regeln, indem sie einen Artikel schreibt. Frau Kolumna ist stadtbekannt und bestens informiert. Doch vor allem ist sie sensationsgeil, überlistet ihre Gegenüber, um an Informationen zu kommen und: hat einen Hubschrauber. Ich bin gespannt, ob mein Arbeits-Heli noch rechtzeitig zu meinem baldigen Geburtstag geliefert wird. Das wäre doch mal wirklich sensationell!

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Donnerstag, 15. Dezember 2016 von Pascal Tonnemacher

Der Morgen macht's

Nichts ist so maßgeblich verantwortlich für die Tageslaune wie der Start in den Morgen. Zumindest bei mir. Wird es heute „ein wunderschöner guter Morgen“ oder ein simpler „Morgen“?

Ein typischer Morgen beginnt bei mir meist mit einem charmanten Angriff des kleinen Vierbeiners, führt über die erste Tasse Kaffee hin zur Fahrt in Richtung Arbeit. Und was man im Berufsverkehr am frühen Morgen alles erlebt, kann einem gehörig die Laune verderben. Zum Beispiel ein kleines Hupkonzert des nachfolgenden Autofahrers, wenn man selbst gerade einem Linksabbieger im stockenden Verkehr die Chance geben will, heute noch vom Fleck zu kommen. Dabei hätte ich doch auch die drei Meter zur Stoßstange des Vordermanns aufschließen können und wir alle wären 20 Minuten früher bei der Arbeit. Oder so ähnlich. Jedenfalls habe ich gelernt, solche Situationen nicht zu nah an mich ranzulassen und cool zu bleiben. Eine große Hilfe dabei ist gute Musik, die von einem einschlägigen Streamingdienst übers Smartphone läuft. Denn der Weg zur Arbeit ist die wohl beste Gelegenheit, lauthals seine Lieblingssongs zu trällern – und niemand hört's. In diesem Sinne: Einen wunderschönen guten Morgen Ihnen allen!

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Samstag, 10. Dezember 2016 von Pascal Tonnemacher

Schluss mit Autsch

Und wieder einmal durfte ich in meinen jungen Jahren etwas dazulernen: Von wegen Baby! So eine kleine, niedliche Katze hat lange, spitze Krallen, die sie auch gerne in einem ihrer Anfälle einsetzt. Vorbereitung auf das harte Leben als Hauskatze? Alles ganz natürlich? Von mir aus. Als junger Studierter nimmt man diese Herausforderung natürlich an und hat nach etlichen Wutausbrüchen schon bald eine Lösung parat. Nach vielen Wochen voller heimtückischer Angriffe der „Wilden Hilde“, sei es auf dem Sofa oder am frühen Morgen in der Küche, kam mir endlich eine Idee, wofür mir beinahe ein „Dipl. Ing.“ vor dem Namen zustehen sollte: Einfach mal den Ofenhandschuh als unkonventionelle Rüstung zweckentfremden. Sieht zwar ein wenig gewöhnungsbedürftig aus, doch die Katze ist deutlich entspannter. Und siehe da, auch ich habe keine Einstichlöcher mehr an der ganzen Hand – nur noch die alten Wunden, die jetzt langsam aber sicher verheilen können. Die Ofenhandschuh-Taktik kann ich also an alle frustrierten Katzenbesitzer weiterempfehlen. Jetzt brauch' ich nur noch einen Ganzkörperanzug oder wenigstens ein Paar „Ofenschuhe“, damit ich auf dem Sofa unbesorgt meine Zehen bewegen kann.

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Donnerstag, 8. Dezember 2016 von Pascal Tonnemacher

Los, trefft eure Helden!

Es heißt ja, man solle nie seine Helden treffen. Durch die eigenen überzogenen Erwartungen werde man von der Realität sowieso enttäuscht. Mutig habe ich es dennoch gewagt und bin mit zugegebenermaßen hohen Erwartungen in die Münchner Olympiahalle zum Konzert meiner Helden, den Red Hot Chili Peppers, gefahren - denn wer weiß schon, wie lange die noch auf der Bühne stehen? Immerhin sind sie, bis auf Neuzugang Josh Klinghoffer, so alt, dass sie meine Eltern sein könnten. Und ein solches Rockstarleben erfordert meist einen früheren Renteneintritt als mit 67. Geistesgegenwärtig habe ich mir also Tickets besorgt und monatelang auf den Termin hingefiebert - und wurde nicht enttäuscht. Die Chili Peppers zeigten eine überzeugende Mischung aus Uralt-Songs, Klassikern und den Hits des mittlerweile 11. Studioalbums. Auch die Medienkritiker waren meiner Meinung: Das waren womöglich die besten Chili Peppers aller Zeiten! Nun muss ich also nicht mehr traurig darüber sein, dass ich nicht in den 80er-Jahren bei einem der legendären, alkoholgeschwängerten Absturzkonzerte ihrer Anfangszeit dabei sein konnte. Denn die Chili Peppers geben mittlerweile auch Konzerte, bei denen treuen und neuen Fans das Herz aufgeht und gleichzeitig das strenge Feuilleton überzeugt werden kann. Also worauf warten? Trefft eure Helden!

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