Freitag, 11. Januar 2019 von Volker Bitzer

Anhängliche Schneelast

Nun also haben wir den Salat: Schnee in solchen Mengen, die selbst eingefleischte Winterfans auf ihre Kosten kommen lassen sollten. Mag die weiße Pracht auf Feld und Flur schön anzusehen sein und die Natur in winterliche Ruhe betten, so ist der bisweilen extrem schwere Pappschnee für Autofahrer, Mieter und Grundstückseigentümer im wahrsten Sinne eine regelrechte Last.

Zusammen gerechnet täglich zwei Stunden Schneeschippen ist vor allem für die Albstädter – und alle anderen, die weit genug oben wohnen – derzeit keine Seltenheit. Und auch dann, wenn man das Positive daraus ableitet und sich einredet, das Fitness-Studio gespart zu haben, ist irgendwann Schluss mit lustig.

Ziemlich nervig ist, dass der nasse Schnee vielmals regelrecht an der Schaufel klebt. Das arme Kreuz also bei jedem Aufladen noch mehr heben muss, weil ein Teil vom „Vor“-Schnee noch am Metall, Plastik oder Holz haftet. Ich habe mal im Internet recherchiert, welche Lösungen es denn gibt, um Klebe-Schnee auf der Schaufel zu vermeiden. Manche raten zu Haushaltsöl, andere zu Silikonspray. Ersteres funktioniert nicht, das habe ich probiert. Zweiteres vielleicht? Oder haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, andere gute Tipps auf Lager? Sehen wir mal vom Verwenden einer Schneefräse ab.

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Donnerstag, 10. Januar 2019 von Rosalinde Conzelmann

Hetzjagd durch die Jahreszeiten

Die spinnen, das war der erste Gedanke, der mir durch den Kopf ging, als ich am 2. Januar (!!!) die ersten Primeln und Tulpen in den Einkaufsmärkten erblickte. Wir galoppieren in unserer schnelllebigen Welt von einem Trend zum anderen. Erst soll sich zu Weihnachten ganz schnell Besinnlichkeit einstellen, während gleichzeitig ein Adventsevent das andere jagt. Dann hetzen die Menschen vor den Feiertagen durch die Supermärkte und laden sich die Wagen voll – immerhin gilt es, zwei Tage ohne geöffnete Läden zu überstehen. Und schwups, sind die ach so besinnlichen Tage vorbei und wir sollen Primeln kaufen und man wirft uns die teuren Weihnachtskugeln zum halben Preis nach. Ohne mich. Für mich geht Weihnachten bis Mariä Lichtmess und ich räume meinen Adventskranz dann ab, wenn alle Kerzen runter gebrannt sind. Im Übrigen finde ich es jetzt erst richtig heimelig, nachdem der Winter Einzug hält. Ach ja, meine Amaryllis darf auch noch in aller Ruhe erblühen.

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Samstag, 29. Dezember 2018 von Gudrun Stoll

Was für ein Schreck

Ein neues Jahr beginnt und führt uns vor Augen, dass die Zeit vergeht. Wir werden einen weiteren Geburtstag feiern, die einen ausgelassen und fröhlich, die anderen ernst und, je nach Naturell, ein wenig schwermütig.

Aber Falten zählen macht keinen Spaß und ist auch gar nicht notwendig: Wir Baden-Württemberger werden nämlich immer älter, und dies gemeinsam. Im Schnitt sind wir Schwaben 43,4 Jahre alt. Wow, wer hätte das gedacht? Die Datenbank des Statistischen Landesamtes hat genau diese Zahl kurz vor Silvester ausgespuckt und noch einige weitere Ansagen gemacht: Wir im Ländle sind die Jungspunde unter den Flächenländern, zu denen außer Bremen Berlin und Hamburg alle weiteren Bundesländer zählen. Also keine Angst, die Konkurrenz in Bayern und Sachsen, im Saarland und hoch droben in Schleswig-Holstein ist noch älter.

Wir im Ländle haben aber seit 1970 auch ganz schön draufgepackt: Damals waren wir im Schnitt noch 34 Jahre alt. Eine weitere Maßeinheit sollte uns zu denken geben: Die Universitätsstadt Heidelberg hat mit 40,2 Jahren die jüngste Bevölkerung, der Main-Tauber-Kreis mit einem Schnitt von 45 Jahren die älteste - abgesehen vom Seniorendomizil Baden-Baden, in dem die Leute im Schnitt 47 Jahre und älter sind.

Gretchenfrage: Und wo stehen wir Zollernälbler? Nun, mit 44,9 Jahren zählen wir zwar noch nicht zu den Silver Agern, aber auch nicht mehr zu den Youngstern. Nehmen wir's gelassen und halten wir's mit Theodor Fontane, der gesagt hat: Von 40 bis 50 ist die beste Lebenszeit. In diesem Sinne auf ein gutes neues Jahr.

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Montag, 24. Dezember 2018 von Holger Much

Der rote Stern soll leben

Er ist klein, grün-rot, wohnt in einem blassblauen, antiken Blumentopf und wurde auf den Namen Willi getauft. Willi, der winzige Weihnachtsstern.

Mein ganzes Leben lang habe ich es noch nie geschafft, auch nur einen einzigen Weihnachtsstern länger als maximal zwei Monate durchzubringen. Dann starben sie alle eines traurigen, viel zu frühen Todes. Doch dieses Jahr hat mich der Ehrgeiz gepackt. Ich wollte wenigstens einen der um die Festtage als Wegwerfpflanze massenhaft verkauften Bäume retten.

Immerhin, so habe ich mittlerweile während eingehender Recherche gelernt, wird Euphorbia pulcherrima aus der Familie der Wolfsmilchgewächse in seiner Heimat (Mexiko, Mittel- oder Südamerika) bis zu vier Meter groß. Was er gar nicht mag, ist Kälte, ein Platz am zugigen Fenster ist tödlich. Auch zu viel Nässe ist von Übel. Am besten man beschert dem Pflänzchen immer dann ein zimmerwarmes Fußbad, wenn die Erde leicht angetrocknet ist.

Bisher hat Willi, in netter Nachbarschaft mit zwei Mini-Birkenfeigen und einem Bonsai-Farn, schon drei Wochen auf dem Buckel und zeigt keine Ermüdungserscheinungen. Drücken Sie mir die Daumen, dass er dort noch lange steht. Ich werde weiter berichten. In der Zwischenzeit wünschen alle Kollegen der ZAK-Redaktion sowie ich und natürlich Willi Ihnen, liebe Leser, wundervolle Festtage.

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Montag, 24. Dezember 2018 von Holger Much

Der rote Stern soll leben

Er ist klein, grün-rot, wohnt in einem blassblauen, antiken Blumentopf und wurde auf den Namen Willi getauft. Willi, der winzige Weihnachtsstern.

Mein ganzes Leben lang habe ich es noch nie geschafft, auch nur einen einzigen Weihnachtsstern länger als maximal zwei Monate durchzubringen. Dann starben sie alle eines traurigen, viel zu frühen Todes. Doch dieses Jahr hat mich der Ehrgeiz gepackt. Ich wollte wenigstens einen der um die Festtage als Wegwerfpflanze massenhaft verkauften Bäume retten.

Immerhin, so habe ich mittlerweile während eingehender Recherche gelernt, wird Euphorbia pulcherrima aus der Familie der Wolfsmilchgewächse in seiner Heimat (Mexiko, Mittel- oder Südamerika) bis zu vier Meter groß. Was er gar nicht mag, ist Kälte, ein Platz am zugigen Fenster ist tödlich. Auch zu viel Nässe ist von Übel. Am besten man beschert dem Pflänzchen immer dann ein zimmerwarmes Fußbad, wenn die Erde leicht angetrocknet ist.

Bisher hat Willi, in netter Nachbarschaft mit zwei Mini-Birkenfeigen und einem Bonsai-Farn, schon drei Wochen auf dem Buckel und zeigt keine Ermüdungserscheinungen. Drücken Sie mir die Daumen, dass er dort noch lange steht. Ich werde weiter berichten. In der Zwischenzeit wünschen alle Kollegen der ZAK-Redaktion sowie ich und natürlich Willi Ihnen, liebe Leser, wundervolle Festtage.

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