Samstag, 7. Juli 2018 von Pascal Tonnemacher

Die sieben Schläfer

In unserer gestrigen Ausgabe hatten wir beim monatlichen Wetterbericht auf der Balinger Seite und auf ZAK Aktuell einen Siebenschläfer zur Illustration ausgewählt. Auf die Bauernregel rund um den Siebenschläfertag am 27. Juni ist jedoch nicht immer Verlass. Das belegen Statistiken. Auf unsere Leser können wir aber immer zählen: Gestern Morgen wurden wir prompt darauf aufmerksam gemacht, dass das „sooo süße und putzige Tierchen“ (Zitat einer Kollegin) wenig mit dem meteorologisch mehr oder weniger bedeutsamen Tag zu tun hat. Eine kurze Recherche bestätigt das: Den Namen verdankt dieser Tag der alten Legende der Sieben Schläfer von Ephesus. Diese sieben junge Christen suchten in einer Berghöhle in der Zeit der Christenverfolgung im dritten Jahrhundert Zuflucht. Dort wurden sie entdeckt, lebendig eingemauert und schliefen jahrhundertelang. Schlussendlich wurden sie wieder entdeckt, wachten aus ihrem Schlaf auf und bezeugten den Glauben an die Auferstehung der Toten. Sie starben wenig später. So lautet eine Version der Legende. Jacob von Sarug berichtete jedoch von acht jungen Männern, im Koran ist die Sprache von sieben Männern und einem Hund. Und der Name des kleinen Nagers rührt von seiner langen Ruhephase, die jedoch oftmals neun und nicht sieben Monate lang ist. Wie Sie sehen, ist es nicht so einfach mit der Wahrheitsfindung rund um den Siebenschläfer und „seinen“ Tag. Aber süße Tierfotos gehen doch immer.

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Freitag, 6. Juli 2018 von Holger Much

Herren im Schlafanzug

Was waren das noch für Zeiten, als Stilikonen wie beispielsweise Cary Grant oder Humphrey Bogart in schickem Anzug und langem Mantel in der Öffentlichkeit auftraten und dabei gleichzeitig männlich und schick aussahen. Mittlerweile haben sich die Ansichten, was Mode kann und soll, etwas geändert, die Sitten sind lockerer geworden, was ja durchaus etwas für sich hat.

Dennoch gibt es da manche Modetrends, die ich mit, sagen wir, gelindem Erstaunen beobachte.

Die Idee, die Hosen unterhalb des Hinterns hängen zu lassen und der wehrlosen Welt die Unterhose zu präsentieren, finde ich nach wie vor so albern wie unpraktisch. Zu viel Information, manche Dinge möchte ich einfach nicht sehen. Genauso verhält es sich mit den hautengen Obelixhosen zahlreicher junger Damen, die meiner Meinung nach auch der schlankesten Figur nicht schmeicheln.

Jüngst habe ich nach langer Zeit mal wieder das ZDF-Morgenmagazin geschaut. Dort wurde der neueste Herrenmodetrend gezeigt: Schlabberbodys, die sogar von den Verfechtern dieses neuen „Looks“ mit Schlafanzügen verglichen wurden. Vielleicht sollte ich doch mal modisch mit der Zeit gehen, auch wenn es mich viel Überwindung kostet...

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Donnerstag, 5. Juli 2018 von Nicole Leukhardt

Sie werden so schnell groß ...

Ich bin ja ein großer Fan von selbstständigen Kindern. Während viele Mamas in meinem Umfeld der längst vergangenen Babyzeit nachtrauern und seufzend feststellen, dass die Kinder viel zu schnell groß werden, freue ich mich über jeden Entwicklungsschritt, der aus meinem kleinen Mädchen ein großes macht. Denn nicht nur meine Tochter wächst, auch ich wachse an ihr. So habe ich beispielsweise gelernt, meine Wünsche ganz präzise zu formulieren. Ein einfaches „Bitte bring die Legos in Dein Zimmer“ führt beispielsweise dazu, dass ich die bunten Bauklötze fünf Zentimeter hinter der Schwelle der Kinderzimmertür finde. Auftrag korrekt ausgeführt. Findet mein Kind. Wozu unklare Kommunikation noch führen kann, erlebte ich just vor wenigen Tagen. Auf die Frage „darf ich mal Freunde einladen“, sagte ich großzügig „ja klar“. Ich stellte mir zwei bis drei Kinder vor, die einen sonnigen Nachmittag in unserem Spielhaus verbringen würden. Bis mich diverse Mütter anschrieben, um zu fragen, was es mit dieser Sommerparty auf dem Sportplatz mit Übernachtung in Zelten denn auf sich habe. Mein fünfjähriges Kind hatte da wohl einen etwas anderen Plan im Kopf als ich. Und beim Gedanken an kommende Teenie-Zeiten verstehe ich nun doch ein wenig, was am Krabbelalter so schön war ...

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Dienstag, 3. Juli 2018 von Holger Much

Was tun gegen Mehltau?

Eigentlich bin ich kein allzu großer Freund von Ackerbau und Viehzucht im eigenen Garten. Statt Kartoffeln, Tomaten oder Äpfeln ums Haus bevorzuge ich Farn, Rhododendren oder Teichrosen, samt dem dazugehörenden Teich natürlich.

Doch im Herbst haben wir uns entschlossen, einen Strauch mit Johannisbeeren zu pflanzen. Der hat den Winter auch wunderbar überstanden, trieb hervorragend aus und setzte sogar gleich reiche Frucht an. Doch dann bemerkten wir einen weißlichen Belag auf den Früchten: Mehltau. Ich weiß schon, warum mir Nahrungsmittel im Garten nicht geheuer sind. Die machen viel mehr Arbeit als eine Funkie, die ganz von selbst im Frühjahr kommt, blüht, im Herbst wieder einzieht, um im kommenden Frühjahr erneut zu erscheinen.

Hat vielleicht jemand einen heißen Tipp gegen Mehltau?

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Samstag, 30. Juni 2018 von Lydia Wania-Dreher

Die Sternchen und das Trikot

N ach dem WM-Aus der deutschen Fußballnationalmannschaft schnappte ich das Trikot meines Mannes und steckte es zu dem großen, weißen Wäscheberg in die Waschmaschine. In der Mittagspause hängte ich dann die ganzen Kleidungsstücke zum Trocknen auf. Es musste mal wieder schnell gehen und ich schaute nicht jedes Teil genau an.

Etwas später bemerkte ich dann beim Kochen, dass etwas kleines Schwarzes vor der leeren Waschmaschine lag. Als ich genauer hinsah, erkannte ich: Es war ein Sternchen. Sofort wusste ich, wo das hingehört. Zum Trikot meines Mannes. Da musste ich schmunzeln. Hat etwa unsere Waschmaschine das Debakel der deutschen Mannschaft registriert und beschlossen, dass die den vierten Weltmeisterstern nicht mehr verdient haben?

Vielleicht – aber wahrscheinlicher ist, dass das Trikot einfach keine 60-Grad-Wäsche verträgt. Denn als ich das weiße T-Shirt genauer anschaute, merkte ich, dass noch ein weiteres Sternchen fehlt. Das friemelte ich anschließend mit der Pinzette aus der Waschmaschinentrommel. So dass nun alle Sternchen wieder da sind und ich sie demnächst wieder aufkleben kann. Denn dass der deutschen Mannschaft für ihr Spiel Sterne aberkannt werden, hat sie wirklich nicht verdient.

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.