Samstag, 21. Juli 2018 von Volker Schweizer

Auf geht's nach Hartheim

Als mich vor über drei Jahren der Hartheimer Ortsvorsteher Bodo Schüssler kontaktierte, um mit mir über die Vorbereitungen für die 1250-Jahr-Feier zu sprechen, dachte ich „Jetzt schon?“. Dass so ein Jahrhundertereignis einen langen Vorlauf braucht, wurde mir dann aber sehr schnell klar. Denn wenn auf dem Großen Heuberg gefeiert, dann richtig, dann gibt es keine halbe Sachen. Bodo Schüssler hat zusammen mit engagierten Bürgern in vielen unzähligen Stunden ein Fest auf die Beine gestellt, das sicherlich als weiterer Meilenstein in die ohnehin schon ereignisreiche Chronik des kleinen Dorfes eingehen wird.

Höhepunkt bildet am morgigen Sonntag der große Umzug mit 90 Gruppen und weit über 1000 Teilnehmern. Geschichtsinteressierte sollten sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen. Es gibt wohl nur wenige Hartheimer, die daran nicht beteiligt sind. Alles ist bestens vorbereitet, alle sind in guter Stimmung und in Vorfreude – nur ein Unsicherheitsfaktor bleibt: das Wetter. Trocken, aber nicht zu heiß, das wären die optimalen Voraussetzungen.

Die Hartheimer sollten sich von der Vorhersage nicht beirren lassen. Petrus wird, muss einfach gnädig sein.

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Mittwoch, 13. Juni 2018 von Volker Schweizer

Wenn die Hitze zu Kopf steigt

Wer zum Schwimmen geht, will seinem Körper etwas Gutes tun. Und wer gleich morgens seine Bahnen zieht, ist fit für den (Arbeits-)Tag. Das denken sich wohl viele Wasserratten, denn einige von ihnen warten schon in aller Herrgottsfrüh' vor dem verschlossenen Tor. Kürzlich, an einem warmen Sommermorgen, musste ich beim Vorbeilaufen schmunzeln, denn beim Freibad ging’s zur Sache – der Kampf um den letzten freien Parkplatz. Die beiden Kontrahenten gaben in ihren Autos alles, es wurde gehupt und wild gestikuliert. Der Mann im Polo ließ schließlich sein Gegenüber im Fiat in die letzte Lücke einscheren. Parkplätze gibt es um das Bad genug, man muss allerdings ein paar Schritte gehen, was aber sicherlich genauso gesundheitsfördernd ist wie der Frühsport im Wasser. Hoffentlich war das Wasser kalt genug, damit sich die aufgeheizten Gemüter wieder abkühlen konnten.

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Mittwoch, 11. April 2018 von Volker Schweizer

Eiszeit trotz Heuschnupfen

So schön das traumhafte Wetter auch ist, Allergiker wie ich haben darunter zu leiden. Sonne und Wärme haben die Birkenpollen richtig auf Trab gebracht.Und sie werden uns noch eine schöne Zeit lang ärgern. Trotzdem will ich nicht jammern und schon gar nicht schlechtes Wetter herbeireden. Tabletten und ein reinigender Regen zwischendurch bringen schließlich etwas Linderung. Und zum Glück dauert die Heuschnupfensaison für mich nur circa vier bis sechs Wochen. In dieser Zeit werde ich mir – mit Taschentüchern und Augentropfen ausgestattet – natürlich auch das erste Eis im Freien gönnen. Die meisten Dielen haben wieder offen. Uniteis, der Verband der handwerklich arbeitenden Speiseeishersteller in Deutschland, hat bereits das Eis des Jahres 2018 für den deutschen Markt vorgestellt: „German Black Forest“ in Anlehnung an die Schwarzwälder Kirschtorte. Um die Sorte werde ich wohl nicht herumkommen, wenn auch ungeachtet aller Trends das Spaghetti-Eis über die Jahre hinweg mein Lieblingseis geblieben ist.

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Dienstag, 27. März 2018 von Volker Schweizer

Vorfreude auf muntere Ostern

Wie schnell doch die Zeit vergeht. Gerade war noch Aschermittwoch – und jetzt sind wir schon in der Karwoche. Wurden Sie am Sonntag als Palmesel gehänselt, weil sie als letztes Familienmitglied aufgestanden sind? Das ist nicht schlimm, schließlich wurde uns eine Stunde Schlaf geraubt. Von mir aus hätte man nicht am Uhrzeiger drehen müssen. Mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine da: 73 Prozent der Befragten sprachen sich in einer repräsentativen Studie des Forsa-Instituts dagegen aus. 27 Prozent gaben an, schon einmal gesundheitliche Probleme nach dem Wechsel zwischen Winter- und Sommerzeit gehabt zu haben. 63 Prozent der Frauen und 53 Prozent der Männer klagten über Einschlafprobleme und Schlafstörungen. Müdigkeit und Antriebslosigkeit wurden ebenfalls genannt. Die momentane Temperatur-Achterbahn verstärkt die Symptome sicherlich noch. Was das Wetter angeht, können wir uns wenigstens ein bisschen auf Ostern freuen. Die ganz extrem kalte Variante ist wohl aus dem Rennen. Vielleicht ist es uns ja vergönnt, über das verlängerte Wochenende ein bisschen Wärme tanken zu können. Und Sonne macht bekanntlich nicht nur gesund und glücklich, sondern auch munter.

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Donnerstag, 8. Februar 2018 von Volker Schweizer

Das Brauchtum hochhalten

Fasnet – das ist die Faszination des Rollenspiels, der Vermummung und die Freude daran, für einige Tage aus dem Alltag auszubrechen. Leider bleibt vielen der ursprüngliche, tiefere Sinngehalt dieses Schwellenfestes vor der Fastenzeit verschlossen. Kein Jahr vergeht, wo nicht in irgendeinem Ort im Land durch Unfug oder Alkoholexzesse eine Veranstaltung aus dem Ruder läuft. Jüngstes Beispiel ist der Vorfall in Eppingen, wo die Beine einer Zuschauerin beim Umzug verbrüht wurden. Unter solchen schrecklichen Ereignissen haben auch die etablierten Zünfte zu leiden. Vor allem, weil dadurch die Narretei generell einen schlechten Ruf bekommt. Im aktuellen Fall wurde der Unfall im Internet mit Aufnahmen von Obernheimer Hexen illustriert. Als die Obernheimer dagegen Sturm gelaufen sind, tauschten einige Seitenmacher die Bilder einfach gegen Elzacher Schuttige aus.

Ein Unding ist auch, im Habitus von Ordensberufen zu feiern. Die Kostüme, die auch in den TV-Sitzungen immer wieder zu sehen sind, ergänzen ihre Träger oft noch mit Kreuz, Gesangbuch oder Rosenkranz. Und mit Klobürsten wird das Weihwassersprenkeln nachgeahmt. Ebenso wenig haben blecherne Trinkbecher an historischen Häsern etwas zu suchen.

Fasnet, und da hat Walter Sieber, der Präsident des Zollern-Alb-Ringes, in einem vor Jahren formulieren Appell vollkommen recht, ist mehr als nur eine Straßenparty. Um dem Wandel entgegenzuwirken, müsse der Nachwuchs frühzeitig mit eingebunden werden. Ein schönes Beispiel liefert der Ring selbst mit seiner sehr aktiven Narrenjugend.

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