Donnerstag, 1. Oktober 2009 von Barbara Wais

Adieu liebe Leser

Wie schnell die Zeit doch vergeht! Es kommt mir vor, als wäre es gestern gewesen, dass ich frisch vom Studium in Karlsruhe mit jeder Menge Gepäck auf die raue Alb zog und meinen ersten Arbeitstag beim ZOLLERN-ALB-KURIER erlebte. Tja, gestern stimmt nicht ganz. Seither sind ziemlich genau drei Jahre vergangen. Drei Jahre, in denen ich unzählige Termine wahrnahm, unzählige Fotos schoss und unzählige Zeilen Text formulierte. Drei Jahre, in denen ich einen gerne mal hektischen Redaktionsalltag kennenlernte und mich auch mal vom Stress anstecken ließ. Drei Jahre, in denen ich sehr viele Menschen und Orte besuchte und auch mir bis dato ganz fremde Dinge kennen lernte – in einer Firma für CNC-Fräsen etwa war ich vorher noch nie, ebenso wenig flog ich vorher schon einmal in einem Segelflugzeug hoch über Albstadt und auch Verteidigungsminister Jung nebst einem Dutzend grimmig dreinschauender Bodyguards hatte ich vorher noch nicht persönlich getroffen. Kurz gesagt, ich habe in den vergangenen drei Jahren sehr viel erlebt und hatte – zumindest meistens – sehr viel Spaß dabei. Falls Sie, lieber Leser, etwas dazu beigetragen haben, möchte ich mich auf diesem Wege recht herzlich dafür bedanken. Mit dem heutigen Tag aber haben diese spannenden, witzigen und auch arbeitsreichen drei Jahre ein Ende und damit auch meine Zeit beim ZOLLERN-ALB-KURIER. Bei Ihnen, liebe Leser, möchte ich mich deshalb jetzt verabschieden. Machen Sie es gut. Adieu...

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Freitag, 25. September 2009 von Barbara Wais

„Hinlegen“ liegt im Trend

Haben Sie, liebe Leser, schon einmal vom neuen Trend dem „Downlaying“ – zu deutsch sinngemäß dem „Hinlegen“ – gehört? Nein? Ich auch nicht, bis gestern zumindest. Da wurde diese neue „Trendsportart“ im Fernsehen vorgestellt. Beim „Downlaying“ – wer hätte es gedacht – legt man sich hin, kerzengerade, das Gesicht in Richtung Boden, die Arme längs am Körper gelagert und die Füße im rechten Winkel zum Bein, so als würde man stehen. Noch nicht besonders spektakulär, denken Sie jetzt bestimmt. Der Clou beim „Downlaying“ ist aber, dass man sich nicht daheim aufs Sofa legt sondern möglichst kuriose Plätze mitten in der Stadt aussucht – sei es oben drauf auf einen Zigarettenautomaten, auf einen Einkaufswagen oder quer über zwei Waschbecken in einer öffentlichen Toilette – Fortgeschrittene „Downlayer“ legen sich so, dass nur der Oberkörper aufliegt und die Beine angespannt und kerzengerade in der Luft hängen. Erfunden hat das Ganze ein junger US-Amerikaner, weltweit gibt es schon etliche Anhänger. Spätestens heute Abend werde ich auch einer, allerdings werde ich mein Bett als Unterlage wählen ...

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Samstag, 5. September 2009 von Barbara Wais

Knochenmann an Bord

Neulich fuhr ich mit dem Auto durch die Stadt. Es war herrlich warm, die Sonne strahlte. Um mich herum zahlreiche Cabrios. Als ich an einer Kreuzung abbog, blieb mir allerdings fast das Herz stehen. Ich konnte kaum glauben, was ich da in einem der offenen Fahrzeuge sah: Eine gut gelaunte Fahrerin am Steuer, daneben ein junger Mann. Soweit nichts Ungewöhnliches. Auf der Rückbank aber saß ein menschliches Skelett. In Originalgröße, mit strahlend weißen Knochen und brav angegurtet. Kein Witz. Nach dem ersten Schreck brach ich in lautes Gelächter aus. So etwas habe ich wirklich noch nie gesehen. Ob das Skelett vielleicht gerade nur von A nach B transportiert wird?, überlegte ich. Oder sitzt es etwa tagein tagaus auf dieser Rückbank – sozusagen als stiller Passagier und zur Belustigung des restlichen Straßenverkehrs? Doch ob das wirklich jeder witzig findet? Die Dame am Steuer konnte ich leider nicht fragen, zu schnell war ich vorbei gefahren. Aber vielleicht treffe ich sie und ihren Knochenmann ja mal wieder.

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Dienstag, 25. August 2009 von Barbara Wais

„Steppen“ fürs Gehirn

Die besten Ideen kommen mir persönlich – ja, raten Sie mal ... – auf dem Crosstrainer im Fitness-Studion. Wenn ich dort in flottem Tempo vor mich hin steppe und die Arme im Takt schwinge – angetrieben vom schnellen Rhythmus meiner Lieblingslieder auf dem MP3-Spieler – scheinen neben Ausdauer und Muskeln auch meine Gehirnwinden davon zu profitieren: Probleme, über deren Lösung ich den halben Tag gegrübelt habe, lösen sich in Wohlgefallen auf, sobald ich auf dem Crosstrainer stehe. Dann kommen mir Ideen en masse, ja gleich mehrere Lösungsansätze für ein und dasselbe Problem und der Knoten in meinem Kopf entwirrt sich von selbst – Schritt für Schritt, Step für Step. Ob es daran liegt, dass mein Gehirn dann mehr Sauerstoff bekommt oder weil man beim Bewegen schlicht besser denken kann? Ich weiß es nicht. Es ist mir ehrlich gesagt aber auch egal, Hauptsache mein Trick funktioniert.

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Dienstag, 11. August 2009 von Barbara Wais

Camping oder ins Hotel?

Ob man den Sommerurlaub im Doppelzimmer mit Balkon und separatem Bad verbringt oder in den eigenen vier Zeltwänden mit Luftmatratze und Gaskocher, scheint eine Glaubensfrage zu sein. Wie ich jüngst feststellen durfte, können sich viele luxusverwöhnte Hotelurlauber im Leben nicht vorstellen, auf einem Campingplatz das Zelt auszuschlagen und Zeltwand an Zeltwand den Streit der Nachbarn mitzubekommen. Passionierte Camper dagegen meiden Hotelburgen und feine Gala-Dinners wie die Stechmücken Zitronella-Kerzen. Ich aber bin weder der eine, noch der andere Typ. Ich fahre gerne mal ins Hotel und genieße den Luxus umsorgt zu werden und mir mein Bett vom Servicepersonal aufschütteln zu lassen. Andererseits schlage ich auch gerne mal das Zelt auf, brutzle mein Lieblingsgericht auf dem Gaskocher und bin örtlich völlig unabhängig. Gefällt es mir irgendwo nicht, dann ziehe ich einfach die Heringe aus dem Boden und fahre ein paar Kilometer weiter. Und zum Thema Nachbar-Lärm: Den höre ich durch die Zeltplane ebenso, wie durch dünne Hotelwände.

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