Mittwoch, 6. Februar 2013 von Helen Weible

Um Topf und Kragen

Das gute alte Punktesammeln, wer kennt es nicht? Man gibt Geld aus und bekommt dafür sogar noch etwas geschenkt. Geschenkt? Nun ja, nicht wirklich, aber man kann beim nächsten Einkauf etwas sparen, teilweise sogar richtig viel. So habe ich immer fleißig meine Sammelpunkte im Einkaufscenter um die Ecke verlangt, um dem Ziel näher zu kommen, mir einen vergünstigten Schmortopf zu leisten. So einen großen von einer Marke, von der ich erwarte, dass mir das Küchenutensil lange und zuverlässig seinen Dienst erweist. Mit vollem Sammelheftchen zog ich also mit der Mission „Schmortopf“ los. Das Regal mit allen möglichen anderen Töpfen war an einer Stelle wie leer gefegt. Ganz klar, ich war anscheinend nicht die Einzige gewesen, die sich den Schmortopf ausgeguckt hatte – ich war zu spät! Okay, Geduld, die Aktion läuft noch ein Weilchen. . . und dann? Wahrscheinlich denken die Anderen das Gleiche, harren wieder rechtzeitig vor diesem Regal aus, um sich sogleich einen jener begehrten Schmortöpfe zu sichern. Wahrscheinlich bin ich erneut zu spät dran. In diesem Falle kann's mir aber egal sein. Dann tut's auch ein anderer zum Sparpreis. Die Schlacht um Topf und Kragen schenk' ich mir.

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Samstag, 20. Oktober 2012 von Helen Weible

Frühaufstehen gehört dazu

Schon einmal darüber nachgedacht, wie viele Fußball-Spiele am Wochenende zusammenkommen? Wenn die großen und kleinen Kicker aus dem Bezirk Zollern über den Rasen regieren, dann ist der Terminplan schon einmal eng gesteckt. Wenn bei Flutlicht ein Freitagsspiel stattfindet, dann geht der Kicker gern einmal um kurz vor 22 Uhr vom Platz. Zwölf Stunden später, Samstagfrüh, geht's dann bereits weiter. Da dürfen die Juniorinnen und Junioren schon ab 10 Uhr gegen s' Leder treten. Meist aber haben die Nachwuchskicker keinen weiten Anfahrtsweg zu bewältigen. Doch ganz ehrlich: Zu den besten Zeiten finden die Spiele der Herren statt – egal in welcher Liga. Wenn der Haushalt erledigt ist, die Einkäufe getätigt und es bis zur Sportschau eigentlich nichts mehr zu tun gibt, dann werden die Aktivenspiele angepfiffen, meist ab 15 Uhr, zur besten Zeit eben. Da wäre ich selbst gerne mal ein Kerl. Für die Frauenspiele bleibt natürlich kein Termin in der „Primetime“ mehr. Wo die Spiele auf Bezirksebene noch zu einer erträglichen Zeit am Samstag Spätnachmittag stattfinden, müssen die höherklassig aktiven Kickerinnen schon auf den Sonntagvormittag ausweichen. Nicht nur, dass Landesliga-Fußballerinnen generell den Gottesdienst verpassen. Auch die Tatsache, dass in dieser Klasse schon Anfahrten von bis zu zwei Stunden anstehen, bedeutet, dass man ziemlich früh aufstehen muss, um rechtzeitig im Auto Richtung Spielort zu sitzen. Auch die Fans des Frauenfußballs müssen deshalb ihren Sonntag etwas anders gestalten – für ein Spitzenspiel wie es morgen in Hartheim stattfindet, lohnt sich's für den Zuschauer aber immer. Ich drücke den Mädels des TSV Frommern die Daumen, dass ihnen der Coup gegen den Tabellenführer auch gelingt!

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Freitag, 17. Juni 2011 von Helen Weible

Gar nicht erst anfangen!

Schon passiert. Die Sammelwut hat mich gepackt. Sammeln lässt sich so gut wie alles. Briefmarken, Bierdeckel, Postkarten, Poster. . . Als Elfjährige habe ich einmal Fußball-Sticker gesammelt. Zur laufenden Bundesliga-Saison. Alle Mannschaften, alle Spieler, alle Infos – und zwar in Hochglanz. Es hat Spaß gemacht. Doch nichts ist kostspieliger als das Sammeln von Stickern. Man kauft sich ein Tütchen nach dem anderen und erwischt doch nicht das eine, in dem das fehlende Bild drin ist. Es sei denn, es findet sich ein ebenso verrückter Stickersammler zum Tauschen. Passend zur Frauen-Fußballweltmeisterschaft gibt es jetzt das typische Panini-Sammelalbum mit allen Spielerinnen, allen Teams, allen Stadien. Über 300 Bildchen zum Einkleben und bewundern. Für einen echten Fan ist das ein Muss. Der tiefere Sinn dahinter? Na, das Komplettieren und das „Zu-Ende-bringen“ wie bei einem Puzzle. Fehlt auf der Seite das Bild einer Spielerin ist nicht nur die Seite unschön, sondern auch die Mannschaft nicht komplett. Also muss das fehlende Bildchen her. Im nächsten Tütchen muss es doch drin sein! Fünf Stück gibt es für 60 Cent. Ich bin mir sicher, damals, bei der Bundesliga, da waren es nur 50 Pfennig. Mit 70 Tütchen, das heißt 42 Euro, habe ich ausgerechnet, bin ich gut dabei, aber wohl noch lange nicht komplett. Die Sammellust wird zur Sucht und mein Geldbeutel muss bluten. Ich hätte es erst gar nicht anfangen dürfen. Aber ohne Birgit Prinz ist die deutsche Frauen-Elf einfach aufgeschmissen!

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Samstag, 16. April 2011 von Helen Weible

Mein erstes Mal in der Röhre

Wieder eine Erfahrung, auf die ich in meinem Leben gut und gerne verzichten kann. Doch es führte keine Weg daran vorbei. Letzten Montag musste ich „in die Röhre“. Eigentlich ging ich ganz unbedarft in die Radiologie-Praxis. Freunde und meine Familie hatten mich nicht sonderlich vorgewarnt. Eine Kernspinntomographie macht ja jeder einmal. Und es tut nicht weh. Höchstens Geduld bräuchte ich. Eine gute Viertelstunde lang solle ich mich nicht bewegen. Nun gut. Da lag ich. Ich bekam Kopfhörer auf. Die Puschel auf meinen Ohren entpuppten sich als dürftiger Lärmschutz. Schutz vor dem Lärm aus der Röhre. Der Tomograph legte los. Ein Rattern, Einrasten und dann ein hämmerndes Schlagen wie aus einem Maschinengewehr. Zwar lag ich weich gebettet, doch die Härte des Geräuschs nahm meiner Position jeglichen Komfort. Meine Ohren rebellierten. Vor mir nur die sterile graue Wölbung, nichts, was sich bewegte. Nichts zum Betrachten. Nur Lärm. Ich kniff die Augen zusammen. Ich versuchte mich von innen zu verschließen, schätzte die bereits verstrichene Zeit. Nichts, was mich hätte ablenken können. Allein gelassen mit meinen Gedanken. Audiovisuelle Tortur. Noch einmal steigerte sich das Hämmern. Dann Ruhe. Die Sprechstundenhilfe erlöste mich. So schnell nicht wieder, dachte ich.

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um es mit Ahmet Öner zu sagen:

http://www.youtube.com/watch?v=MMUE4BfGyDo

lächerlich am 20.04.2011 08:38:53

mimimimi-der blanke Hohn

Wenn dies jemand liest der ernsthaft krank ist,
so ist dies inhaltlich, wie wenn ein Obdachloser
vom Milliardär liest, welchem es ach so schlecht
geht, da er nicht weiß in welchem seiner zehn
Badezimmer er sein Geschäft machen soll.
Auch stilistisch liest es sich - entschuldigung-
so wie bestenfalls ein Grundschulaufsatz.
Es darf auch ruhig mal mit Nebensätzen
gearbeitet werden. Zudem sollte man
bei aller extremen Oberflächlichkeit (ich
hoffe zumindest dies ist gewollt) die
Rechtschreibung nicht komplett vernachlässigen,
Es heißt Kernspin.- nicht Kernspinn.-
tut mir leid, aber das liest sich wirklich
im besten Fall komplett belanglos
und wie von einem im Leben komplett
unerfahrenen Teeniemädchen in der
Pubertät, in anderthalb Minuten in
den Messenger gehackt, welcher die
Nachricht an ihre Clique versenden soll.
Den schlechtesten Fall behalte ich aus
Pietätsgründen für mich. Aber hey, es
gibt wichtigeres im Leben. Es muss nicht
unbedingt der Journalismus als Zukunftsplan
sein. BITTE!

John Doe am 18.04.2011 01:07:33

Antwort auf mimimimi-der blanke Hohn

richtig, der blanke Hohn!!!

silke am 18.04.2011 16:27:20

Antwort auf mimimimi-der blanke Hohn

Was den Stil angeht, lieber John, so finden Sie in der Süddeutschen jede Menge Artikel, die möglichst mit wenig Nebensätzen arbeiten - abgesehen davon entspricht die Gestaltungsweise per kurzer abgehackter Sätze den hämmernden Schlägen der Röhre.
Haben Sie außerdem bedacht, dass es Leute gibt, die ihren CT ähnlich empfunden haben?!
Ihre Rechtschreibung lässt ebenfalls zu wünschen übrig: ".- nicht Kernspinn.- "...so eine Schreibweise gibt es nicht! Und in die Aussage: "Aber hey, es gibt wichtigeres im Leben." schleicht sich nicht nur ein Schreibfehler, sondern sie ist genau so belanglos wie von einem Teeniemädchen geäußert.

Gratulation, dass Sie kein Journalist geworden sind, sondern Nörgler.

Prestige am 18.04.2011 09:20:57

genau

... so schnell nicht wieder! Seien sie froh über die Möglichkeit, Krankheiten über einen CT diagnostizieren zu können. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass diese Schilderungen maßlos übertrieben sind!
Und außerdem völlig belanglos für sicher viele Leser. Wieviele, vor allem ältere und kranke Leser, wären froh, sie müssten nur einmal in die Röhre.
Dagegen ist ihr "Leid" Kindergarten!

Martin am 17.04.2011 18:59:47

Samstag, 23. Oktober 2010 von Helen Weible

Geschenkekauf

Ja, ist denn heut' schon Weihnachten? Nein, heute noch nicht, aber die besinnlichste Zeit des Jahres ist nicht mehr fern. Nicht mal neun Wochen sind es, bis das Christkind vor der Tür steht. Und dann müssen alle Päckchen für die Liebsten anständig verpackt auf dem Gabentisch liegen. Zu welchem Typ zählen Sie sich? Drehen sich Ihre Gedanken bereits um das ein oder andere Geschenk, mit dem Sie jemandem eine Freude machen wollen? Haben Sie sogar schon etwas besorgt? Oder hat das noch Zeit bis zum ersten Bummel über den Weihnachtsmarkt? Mir geht es dieses Jahr so, dass ich mit eingebauten Visier durch die Läden streife. Ich sehe etwas und denke: „Vielleicht wäre das etwas für die Mutter, oder das für die Cousine, die jetzt studiert. . .“ Noch nie war ich so früh dran wie in diesem Jahr. Vielleicht hängt es mit dem kühlen Wetter zusammen? Wenn der Geruch von Schnee in der Luft liegt, verbinde ich das unmittelbar mit der Weihnachtszeit. Vielleicht steckt hinter meinem Vorausdenken auch die Tatsache, dass die Weihnachtsdekoration schon die Halloween-Dekoration in den Regalen ablöst. Und das noch bevor diese Feierlichkeit überhaupt stattgefunden hat. Immerhin bin ich nicht die Einzige, die sich auf Präsentjagd begibt. Eine Freundin hat bereits alle ihre Geschenke besorgt und freut sich schon wie ein Honigkuchenpferd auf die Bescherung. Zu beneiden sind alle diejenigen, denen die guten Ideen beim Geschenkekauf nie ausgehen.

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wen juckts?

laaaaaaaaaaaaaaaaangweilig

beobachter am 24.10.2010 23:39:05

Antwort auf wen juckts?

Dann schlag doch ein interessantes Thema vor! ;)

writings on the wall am 25.10.2010 10:44:20
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