Dienstag, 19. Februar 2013 von Nils Horst

Was ist da nur schief gelaufen?

Die Großbaustelle am Berliner Flughafen, das Aushängeschild, wird zum Spottobjekt der Republik. Kein Tag vergeht, an dem man nicht neue Details erfährt. Ein neues Phänomen für Deutschland, hat uns doch die Vergangenheit gezeigt, dass es doch grundsätzlich nicht unmöglich ist, einen Flughafen pannenfrei zu erweitern oder ihn auf der grünen Wiese neu zu bauen (Beispiel München). Was also ist in Berlin schief gelaufen? Der Flughafen-Neubau ist ja nicht die einzige Großbaustelle mit enormen Kostensteigerungen. Auch die Großprojekte Elbphilharmonie und Stuttgart 21 arten aus. Was wurde in der Vergangenheit geschimpft über die Bauarbeiten in Athen für Olympia oder auch den Stadionneubauten zur Europameisterschaft in Polen und der Ukraine. Nun sind es also wir selbst, die nach außen ein nicht gerade gutes Bild in Sachen Großbaustellen abgeben. International wird an unsrer Zuverlässigkeit gezweifelt. Ja, das Flughafen-Debakel in Berlin schadet dem Ruf Deutschlands. Nun müssen auch noch, man stelle es sich vor, 1000 Bäume gefällt werden, die falsch gesetzt wurden. Es war nur eine Frage der Zeit, bis „Köpfe rollen“. Die neuen sollten sich nun Zeit nehmen und keinen weitern vorschnellen Eröffnungstermin nennen. Doch eines können sie nicht rückgängig machen: Das Gelächter und den Spott, den sich die Führungsriege in der vergangenen Zeit erarbeitet hat und international sicherlich belächelt wird .

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Donnerstag, 17. Januar 2013 von Nils Horst

Mitten drin statt nur dabei

Großstädte mit mehreren Millionen Einwohnern sind immer anstrengend. Meine Asienrundreise fand ihren Abschluss in Bangkok. Bereits im Vorfeld habe ich viel gelesen und mich informiert, schließlich ist die Metropole der kulturelle Mittelpunkt Thailands. Über 400 Klöster und Tempelanlagen geben dieser Stadt ein unverwechselbares Gesicht. Doch leider hatte ich vergessen, dass am 5. Dezember der König von Thailand seinen Geburtstag feiert. Ein Fest, dass in Thailand ein nationaler Feiertag ist. Aus dem ganzen Land strömen die Menschen nach Bangkok und feiern eine große Sause zu Ehren ihres Königs. 85 Jahre ist Thailands König Bhumibol alt – und damit der dienstälteste Monarch der Welt. Doch er ist krank und zeigt sich nur noch selten. Wohl auch deshalb war die Fahrt vom Krankenhaus zum Palast ein Triumphzug. Meine Freundin und ich wagten uns ins Getümmel und hatten Glück: Trotz der Feierlichkeiten durften wir auch als Touristen in den Tempel des Smaragd-Buddha auf dem Gelände des Königspalastes, der eigentlich bei dem Geburtstag des Königs geschlossen ist. Dort sahen wir nicht nur viele wichtige Persönlichkeiten, sondern konnten auch miterleben, wie an diesem Tag die Buddhisten ihren Ritualen nachgehen. Auch wir reihten uns ein und machten ein Räucherstäbchen an. Beeindruckend und interessant war es allemal. Schließlich nimmt man nicht jeden Tag zufällig an einer Zeremonie einer fremden Religion teil.

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Mittwoch, 9. Januar 2013 von Nils Horst

„Barang, Barang“

Während meiner Asienreise habe ich auch Kambodscha besucht. Bei Abstechern in kleine Dörfer bin ich häufig von Kinderhorden umringt gewesen, die laut „barang, barang“ schrien. Ich wusste nicht, wie mir geschieht. Doch schnell war klar, dass in den Dörfern die Kinder so den exotischen Besuch ankündigen. Häufig wird behauptet, dass „barang“ nur eine Bezeichnung für die Franzosen sei, doch verwendet der Kambodschaner dafür das Wort „fransay“. Der Ausdruck „barang“, der nicht aus dem „Khmer“ kommt, hat eine lange Geschichte: Interessanterweise findet sich diese Bezeichnung in verschiedenen Sprachen in Südostasien wieder. Zum Beispiel sprechen die Thailänder von einem „farang“ und die Vietnamesen von einem „pha-rang“, wenn sie einen Fremden sehen. Bei meiner Recherche fand ich heraus, dass sich dieser Name von den Franken herleitet, die im frühen Mittelalter in Mitteleuropa herrschten. Von den Arabern wurden diese blutrünstigen Wegbereiter des Christentums „frandji“ genannt. Durch deren Handelbeziehungen mit Asien fand dieses Wort auch Eingang in den Wortschatz der Malaien. Da diese wiederum kein „F“ aussprechen konnten, verwandelte sich „frandji“ in „perantji“, was bei ihnen die Bedeutung fremd beziehungsweise französisch hatte. Durch Händler aus Malaysien wurde dieser Ausdruck in ganz Indochina, Thailand und China verbreitet und existiert bis heute in seinen verschiedenen linguistischen Abwandlungen. Aufgrund der Herkunft dieses Wortes dürfte also kein anderer Tourist ein größeres Recht darauf besitzen, mit „barang“ bezeichnet zu werden, als die Nachfolger der Franken.

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Samstag, 15. Dezember 2012 von Nils Horst

Stimmung darf nicht leiden

Ausschreitungen, Gewalt und Pyrotechnik in deutschen Stadien: Vielen Politikern gingen die Vorfälle in den vergangenen Monaten zu weit. Sie übten Druck auf die Deutsche Fußball Liga (DFL) aus und forderten ein neues Sicherheitskonzept für deutsche Stadien. Die Fans reagierten mit Protesten. Vergebens. Diese Woche hat die DFL zusammen mit allen 36 Profiklubs mit großer Mehrheit nun das neue Sicherheitskonzept beschlossen. Damit werden künftig alle Fangruppen vermehrt kontrolliert, bei Risikospielen sollen sogar vereinzelt Ganzkörperkontrollen durchgeführt werden. Auch wenn vielleicht der „normale“ Stadionbesucher darunter leidet. Es ist sicherlich ein erster Ansatz, die Ausschreitungen einzudämmen. Die Fans sollen euphorisch sein und hinter ihrem Verein stehen. Aber bitte ohne Gewalt und verbotene Pyrotechnik. Doch wie geht es nun weiter? Liga-Präsident Reinhard Rauball versprach: „Wir können allen versichern, dass die Beschlüsse die Fußballkultur in Deutschland nicht gefährden werden.“ Die Politiker mahnte er: „Die Drohungen müssen vom Tisch sein“. Zu befürchten ist nun, dass der Drahtseilakt auf den Rängen weitergeht. Fanvertreter und Faninitiativen äußern weiterhin ihre Ablehnung. Bleibt zu hoffen, dass die Stimmung in den deutschen Stadien nicht leidet.

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Freitag, 16. November 2012 von Nils Horst

Die Qual der Wahl...

Ja, die lieben Outdoorartikel. Derzeit sind sie in aller Munde und wohl des deutschen neuester Liebling. Keine Werbung ohne Softshelljacken oder superleichte Wanderschuhe. Glaubt man der Werbung, ist der Deutsche nur noch draußen Zuhause. Für jedes Wetter den richtigen Schuh und die passende Jacke. Doch wie war das früher? Da war man doch auch Fahrrad fahren, Wandern oder Spazieren. Mit einem Unterschied: Was man trug, war nebensächlich. Bisher war mir dieser Trend egal. Doch mit dem nahenden Jahresurlaub habe ich mich mit den Outdoorartikeln beschäftigt. Auf der Suche nach geeigneten Schuhen hatte ich wahrlich die Qual der Wahl. Etliche Marken, eine besser als die andere. Dazu gesellen sich Material, Verarbeitung und die Frage des Profils. Ich selbst bin nun auch Besitzer eines solchen Outdoor-Schuhs. Mal sehn, ob sich die Investition gelohnt hat oder der alte, „eingelatschte“ Turnschuh doch besser gewesen wäre.

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