Mittwoch, 20. Februar 2019 von Rosalinde Conzelmann

Karl und mein Lieblingsspruch

Wer kennt schon Karl Lagerfeld? Natürlich die Reichen und die Schönen, denn die können es sich leisten, seine Mode zu tragen. Aber auch ich kenne Karl Lagerfeld. Zum einen aus den Medien, denn der eitle „Pfau“ – er möge mir diesen Ausdruck verzeihen – zeigte sich ja gerne in der Öffentlichkeit, meist umgeben von seinen Models, dürre, meist langhaarige Frauen mit extravaganter Kleidung oder mit seiner Birmakatze Choupette – eine weiße Langhaarschönheit. Und zum anderen von seinen Sprüchen. „Karl der Große“, der sich fünf Jahre jünger schummelte, hat nämlich einen Satz gesagt, der mir gefällt: Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren. Diese Weisheit hat er 2012 in der Talkshow von Markus Lanz von sich gegeben. Und vor allem die erreicht, die bestimmt nicht mit der Glanzjogginghose zum Aldi zum Einkaufen gehen. Egal, sei's drum. Der Modezar ist jetzt im Modehimmel und ich wünsche mir für ihn, dass er dort nur schöne Menschen ohne Jogginghosen trifft.

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Donnerstag, 10. Januar 2019 von Rosalinde Conzelmann

Hetzjagd durch die Jahreszeiten

Die spinnen, das war der erste Gedanke, der mir durch den Kopf ging, als ich am 2. Januar (!!!) die ersten Primeln und Tulpen in den Einkaufsmärkten erblickte. Wir galoppieren in unserer schnelllebigen Welt von einem Trend zum anderen. Erst soll sich zu Weihnachten ganz schnell Besinnlichkeit einstellen, während gleichzeitig ein Adventsevent das andere jagt. Dann hetzen die Menschen vor den Feiertagen durch die Supermärkte und laden sich die Wagen voll – immerhin gilt es, zwei Tage ohne geöffnete Läden zu überstehen. Und schwups, sind die ach so besinnlichen Tage vorbei und wir sollen Primeln kaufen und man wirft uns die teuren Weihnachtskugeln zum halben Preis nach. Ohne mich. Für mich geht Weihnachten bis Mariä Lichtmess und ich räume meinen Adventskranz dann ab, wenn alle Kerzen runter gebrannt sind. Im Übrigen finde ich es jetzt erst richtig heimelig, nachdem der Winter Einzug hält. Ach ja, meine Amaryllis darf auch noch in aller Ruhe erblühen.

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Samstag, 1. Dezember 2018 von Rosalinde Conzelmann

Ein Unbehagen bleibt

Jetzt ist sie da: die Zeit der Weihnachtsmärkte. Seit dem Anschlag auf den Breitscheidplatz in Berlin vor zwei Jahren, als elf Menschen durch Terroristenhand getötet wurden, ist dieser romantische Weihnachtsbrauch entzaubert. Eine schreckliche Realität hat ihn eingeholt. Es ist einfach anders. Auch für mich. Obwohl ich weit weg bin von den Metropolen Berlin, Hamburg oder München und mich auf die Märktle in Heselwangen und Erlaheim freue – ohne eine Spur von Angst. Die Berliner haben für 2,5 Millionen Euro Betonwände zum Schutz der Besucher aufgestellt. Zudem werden Polizisten patrouillieren. In Ulm sollen tonnenschwere Spatzen den Besuchern ein Gefühl von Sicherheit vermitteln. Alles nur Fassade, Augenwischerei? Denn die Gefahr vor Terroranschlägen ist deswegen nicht geringer. Vielleicht ist die Angst aber bei den einen oder anderen kleiner. Wir werden damit leben und umgehen müssen und sollten den Zauber auch hinter Betonwänden suchen.

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Mittwoch, 14. November 2018 von Rosalinde Conzelmann

Keller anstatt Kompost

Bye, bye Geranien hatte ich in meinem Tagebuch im Oktober angekündigt. Das hat eine Leserin, die ein Herz für Geranien hat, auf den Plan gerufen. Sie hat mir in einem Brieflein den Tipp gegeben, wie ich die dankbaren Blüher über den Winter bringe. Sie hatte sich zuvor sogar auf den Weg zur Redaktion gemacht, mich allerdings nicht angetroffen, weil ich unterwegs war.

Als ich die netten Zeilen erhalten habe, war es leider zu spät und meine Geranien schon auf dem Kompost beziehungsweise in der Biotonne. Ich werde den Zettel mit der Anleitung aber aufheben und im nächsten Jahr den Versuch wagen, die Blumen zu überwintern. Und an die aufmerksame Blumenfreundin sende ich ein dickes Dankeschön.

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Dienstag, 30. Oktober 2018 von Rosalinde Conzelmann

Die Natur legt vor

Eiskalt erwischt hat es mich am Wochenende. Besser gesagt, meinen Garten. Da ich (ebenso wie meine Pflanzen und Sträucher) immer noch im Sommermodus war, habe ich es nicht übers Herz gebracht, sie abzuschneiden und in den Winterschlaf zu schicken. Und jetzt habe ich den Salat. Wobei, so schlimm ist das Ganze nicht. Die Natur hat mir jetzt eine Menge Arbeit abgenommen. Ich brauche jetzt nur noch einsammeln, was auf dem Boden liegt. Und mein Olivenbaum, das Zitronenbäumchen und die Palme haben den Wintereinbruch gut überstanden. Glück gehabt. Die kommen jetzt ins Winterquartier. Tapfer durchgehalten bis jetzt haben auch meine Geranien. Für sie heißt es jetzt bye bye – ab auf den Kompost. Und ich hoffe auf einen trockenen Tag für meinen letzten großen Arbeitseinsatz im Garten.

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.