Samstag, 4. August 2018 von Thomas Godawa

Einen kühlen Kopf bewahren

Nicht so ganz einfach, bei den derzeitigen Temperaturen einen kühlen Kopf zu bewahren. Und eigentlich ist es das falsche Bild, denn es geht darum, ruhig zu bleiben, nicht zornig zu werden, Souveränität zu zeigen. Auch nicht immer so ganz einfach in heutigen Zeiten. Um aber nicht am Kopf zu schwitzen und im Büro nicht den Kopf zu verlieren, gibt es etwas Neues. Meine Frau hat es entdeckt, nein, meine jüngste Tochter, und die wohnt in Berlin. Sie hat es für ihren Freund besorgt. Einen nassen Pinguin um den Hals. Hört sich komisch an und ist es auch, denn es ist kein Pinguin, das Tuch heißt nur so: Pinguin Hug.

In den mittleren Teil des Tuches sind Kügelchen in Kissen eingenäht. Diesen Abschnitt legt man in eine Schale kaltes Wasser und wartet eine Weile. Die Kügelchen saugen sich voll. Das Band legt man sich um den Hals und die Verdunstungskälte der Kügelchen kühlt den Hals und den Kopf angenehm und lang anhaltend. Cool.

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Samstag, 28. Juli 2018 von Thomas Godawa

Geht manchmal etwas länger

Passiert Ihnen das auch immer wieder. Sie gehen zum Einkaufen und haben dafür so über den Daumen eine halbe Stunde einkalkuliert. Der Einkaufszettel steckt griffbereit in der Brusttasche des Hemdes, um keine Zeit zu verlieren und in der Regalstraße und am Wurststand auch gleich immer das Richtige aus dem Sortiment herauszunehmen.

Und dann passiert es. Du triffst einen Bekannten, den Erich oder den Uwe oder eine Bekannte, die Sabine oder die Christa. Und schon stockt der ganze gut durchorganisierte Ablauf.

Aber ist das so schlimm? Eigentlich nicht, wenn nicht gerade irgendwelche vorher getroffenen Terminabsprachen in Mitleidenschaft gezogen werden. Oft ist es auch ganz angenehm aus dem Galopp etwas abgebremst zu werden, sich Zeit zu nehmen und sich zu erkundigen. Und nicht selten ist es gar eine Freude einen alten Weggefährten wieder zu treffen und einen kleinen Plausch zu halten. Dann geht das Einkaufen eben manchmal etwas länger.

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Donnerstag, 28. Juni 2018 von Thomas Godawa

Die Rosenblüte ist herrlich

In unserem Garten vor der Terrasse stehen etliche Rosenstöcke. Eingeführt wurden sie aus dem Garten- und Blumenland Holland. Freunde hatten uns vor Jahren beim Kauf beraten. Und bisher gab es auch nichts zu meckern. In den zurückliegenden zwei Monaten hatte ich jedoch schon echte Befürchtungen, ob es denn in diesem Jahr überhaupt noch was wird mit der Blüte. Doch allem Zweifel zum Trotz, seit zwei Wochen zeigen die Rosenblüten ihre ganze Pracht in dichtem Besatz. Die nach einer Königin benannte, genauso wie jene, die den Namen einer Schauspielerin trägt oder die Schönheit, die eine Namens-Zuordnung nach einem französischen Künstler bekommen hat. Von oben, vom Balkon aus betrachtet, bietet sich ein herrliches Blütenmeer, gefüllt oder nicht. Und ein Duft liegt in der Luft.

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Mittwoch, 6. Juni 2018 von Thomas Godawa

War das früher auch so?

Ich bin mir nicht sicher, ob das Wetter früher auch so war. Und mit früher meine ich vor 50 Jahren. Da bin ich im Sommer in kurzer Lederhose und barfuß durch die Gegend gesprungen und habe mir nichts Böses dabei gedacht. Es war warm, nachmittags bin ich mit Kumpels ins Freibad. Die Ausrüstung bestand aus einem Handtuch und ein paar Zehnpfennig-Stücken. Die waren entweder für Eis oder für Brausepulver aus der Tüte. Und ja, ab und zu gab es auch mal ein Gewitter. Dann wurde der Himmel schwarz, manchmal auch schon etwas gelblich, Blitze zuckten und Donner grollte und es schüttete heftig. Da bin ich dann schon mal völlig durchgeweicht wieder nach Hause gekommen. Aber war das mit dem Katastrophenszenario von heute zu vergleichen? Liegt es daran, dass wir heute mehr Bilder sehen. Neulich stellte sich in einer Fernsehsendung die Frage nach der gestiegenen Häufigkeit von Tornados in Europa und die Experten stellten fest, die gab es schon immer und die Zahl sei konstant geblieben. Tja, nun weiß ich auch nicht. Wahrscheinlich habe ich das als kleiner Junge nicht so wahr genommen und es gab die Macht der Bilder noch nicht.

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Freitag, 18. Mai 2018 von Thomas Godawa

Mitten in den Wolken

V or ein paar Tagen war ich mit einer Besuchergruppe auf der Burg Hohenzollern als Tourist unterwegs. Der Morgen hatte schon mit heftigen Regenschauern begonnen und die Wolken hingen tief und streiften den Trauf der Schwäbischen Alb. Nichtsdestotrotz hatten sich, ebenso wie wir, etliche Menschen auf den Weg gemacht die Hohenzollernburg zu besuchen. Der Regen ließ zum Mittag hin deutlich nach, aber der Wind trieb die Wolken weiter vor sich her. Von den Zinnen der Burg aus gesehen, ein monumentales Schauspiel mit wechselnden Lichteffekten, mal grau bis schwarz, mal sonnendurchflutet. Und zum Nachmittag kamen die Wolken wieder dichter zusammen und sie hingen auch tiefer. Die Wälder dampften, als wären die Hasen am Süpplein kochen und die Schwaden berührten die Mauern der Galerie. So standen wir teilweise mitten in den Wolken mit zerzaustem Haar und flatterndem Schirm, ein wenig wie bei der Geschichte vom fliegenden Robert aus dem Struwwelpeter.

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