Mittwoch, 6. Juni 2018 von Thomas Godawa

War das früher auch so?

Ich bin mir nicht sicher, ob das Wetter früher auch so war. Und mit früher meine ich vor 50 Jahren. Da bin ich im Sommer in kurzer Lederhose und barfuß durch die Gegend gesprungen und habe mir nichts Böses dabei gedacht. Es war warm, nachmittags bin ich mit Kumpels ins Freibad. Die Ausrüstung bestand aus einem Handtuch und ein paar Zehnpfennig-Stücken. Die waren entweder für Eis oder für Brausepulver aus der Tüte. Und ja, ab und zu gab es auch mal ein Gewitter. Dann wurde der Himmel schwarz, manchmal auch schon etwas gelblich, Blitze zuckten und Donner grollte und es schüttete heftig. Da bin ich dann schon mal völlig durchgeweicht wieder nach Hause gekommen. Aber war das mit dem Katastrophenszenario von heute zu vergleichen? Liegt es daran, dass wir heute mehr Bilder sehen. Neulich stellte sich in einer Fernsehsendung die Frage nach der gestiegenen Häufigkeit von Tornados in Europa und die Experten stellten fest, die gab es schon immer und die Zahl sei konstant geblieben. Tja, nun weiß ich auch nicht. Wahrscheinlich habe ich das als kleiner Junge nicht so wahr genommen und es gab die Macht der Bilder noch nicht.

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Freitag, 18. Mai 2018 von Thomas Godawa

Mitten in den Wolken

V or ein paar Tagen war ich mit einer Besuchergruppe auf der Burg Hohenzollern als Tourist unterwegs. Der Morgen hatte schon mit heftigen Regenschauern begonnen und die Wolken hingen tief und streiften den Trauf der Schwäbischen Alb. Nichtsdestotrotz hatten sich, ebenso wie wir, etliche Menschen auf den Weg gemacht die Hohenzollernburg zu besuchen. Der Regen ließ zum Mittag hin deutlich nach, aber der Wind trieb die Wolken weiter vor sich her. Von den Zinnen der Burg aus gesehen, ein monumentales Schauspiel mit wechselnden Lichteffekten, mal grau bis schwarz, mal sonnendurchflutet. Und zum Nachmittag kamen die Wolken wieder dichter zusammen und sie hingen auch tiefer. Die Wälder dampften, als wären die Hasen am Süpplein kochen und die Schwaden berührten die Mauern der Galerie. So standen wir teilweise mitten in den Wolken mit zerzaustem Haar und flatterndem Schirm, ein wenig wie bei der Geschichte vom fliegenden Robert aus dem Struwwelpeter.

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Samstag, 7. April 2018 von Thomas Godawa

Wenn der Umzug kommt

Ortswechsel sind immer wieder angesagt, sei es, um Urlaub zu machen, oder eine neue Perspektive zu finden oder einen neuen Wohnort zu beziehen. Bei uns in der Familie ist es jetzt wieder einmal so weit und beileibe nicht das erste Mal, bei vier Kindern mit Familie. Da gab es schon etliche Vorläuferaktionen. Und bevor der Umzug kommt, heißt es erst einmal ausräumen und renovieren. Schön, wenn man dafür gleich eine vielköpfige Helfertruppe beieinander hat, die aufeinander eingespielt ist und weiß, wie es geht. Das hält den Frust fern. Ruckzuck sind die Tapeten abgelöst, die Teppichböden entfernt, die Badezimmer entkernt und der in der Einfahrt aufgestellte Container in kürzester Zeit befüllt. Ein gutes Gefühl, schnelle Fortschritte zu erzielen. Was bleibt ist am Ende des Tages das leichte Gefühl von Muskelkater an bis dahin nicht geforderten Körperpartien und das gute Gefühl, es selber gemacht zu haben, im Team, ohne Unfall oder sonstige Verletzungen. Respekt.

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Freitag, 23. März 2018 von Thomas Godawa

Schnell noch vorbeihuschen

Neulich war ich mal wieder abends mit dem Bus unterwegs in Richtung Heimat. An der für mich maßgeblichen Bushaltestelle fuhr der Fahrer ordnungsgemäß in die Straßenbucht, hielt an, öffnete die Tür und ließ mich aussteigen. Ich ging nach hinten an dem Bus entlang, denn der war bereits wieder angefahren, weil die Ampel vor ihm auf grün geschaltet hatte. Den Blinker hatte der Busfahrer vorschriftsmäßig nach links gesetzt. Und trotzdem wollte doch so ein Schlaule noch ganz schnell links an dem Bus vorbei huschen und wäre dabei fast auf die, in der Mitte der Straße befindliche Verkehrsinsel, gefahren. Er konnte sein Fahrzeug gerade noch abstoppen und musste sich dann nach dem Bus wieder in den Verkehrsstrom einordnen. Die nach ihm kommenden Autofahrer ließen ihre Empörung über Hupsignale deutlich vernehmen. Warum denn nur dieser Stress? Und wirklich weiter nach vorne bringt einen das auch nicht. Beim Anfahren müssen Autofahrer Linienbusse die zügige Abfahrt ermöglichen. Wer einen startklaren Bus einfädeln lässt, hält sich nicht nur an die Regeln, sondern trägt auch dazu bei, dass die Fahrgäste sicher, zuverlässig und planmäßig an ihr Ziel kommen. Das alles und noch mehr kann man sich nochmals zu Gemüte führen im Paragrafen 20 der Straßenverkehrsordnung .

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Donnerstag, 1. März 2018 von Thomas Godawa

Wenn die Kälte eisig wird

Minus 19 Grad Celsius sind schon eine Herausforderung für Mensch und Material, vor allem, wenn man an dieses Tiefsttemperaturen nicht gewöhnt ist. Da frieren doch tatsächlich mal die Wohnungs-Fenster von innen zu, Dieselfahrzeuge starten nicht oder der Treibstoff versulzt, Filter sind dicht. Und glatt ist es auf dem Boden allemal, eben vereist. Aber ist es nicht doch noch einigermaßen erträglich? Die Luft ist trocken, der Himmel ist stahlblau und die Sonne beweist schon ihre erste Kraft. Vor kurzem habe ich zwei Fernsehberichte über richtig kalte Regionen auf der Erde gesehen. Natürlich gehört Sibirien dazu, aber erstaunlicherweise auch Kanada, schon mal mit Minus 50 Grad. Da fängt dann Metal an zu brechen und Bulldozer lassen sich nicht mehr starten und müssen auch über Nacht laufen. So weit sind wir ja bei Weitem nicht. Aber es ist eine Erfahrung von Winter und nicht von Schmuddelwetter. Auch schön, wenn die Kälte mal eisig wird.

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