Meßstetten/Hechingen, 20.04.2016

LEA-Schlägerei: Vier Beteiligte vor Gericht

Anklage: schwerer Landfriedensbruch

Die Schlägerei in der LEA am 13. November des vorigen Jahres hat ein juristisches Nachspiel. Vier Beteiligte stehen ab 27. April vor Gericht.

von Gudrun Stoll  

Die Anklage lautet auf schweren Landfriedensbruch. Verhandelt wird vor der großen Jugendkammer in Hechingen. Der erste Prozesstag am Mittwoch, 27. April, beginnt um 9 Uhr. Fortsetzungstermine sind geplant. Verantworten müssen sich zwei irakische und zwei syrische Staatsbürger. Einer der Angeklagten sitzt unseren Informationen zufolge in U-Haft.

Am Abend des 13. November 2015 war es in der völlig überbelegten Landeserstaufnahmestelle zu Unruhen zwischen Flüchtlingen gekommen. Ein Streit bei der Essensausgabe soll ursächlich gewesen sein. Wie die Polizei damals informierte, sei Sicherheitspersonal angegriffen worden. Zwischen 200 und 300 Personen waren an dem Streit beteiligt. Ein Großaufgebot der Polizei mit rund 100 Beamten, darunter zahlreiche Polizeistreifen, Einsatzbeamte der Bereitschaftspolizei sowie Beamte des benachbarten Polizeipräsidiums Konstanz wurden nach Meßstetten gerufen, ebenso ein Polizeihubschrauber. Das DRK und Notärzte bezogen ebenfalls Stellung. Es gab laut Behördenangaben drei Leichtverletzte.

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