05.07.2016

Leserbrief

Die Frage nach der Sondergenehmigung

 

Ich schrieb am Dienstag, 14. Juni, das Landratsamt Balingen an, ob der Steinbruch auf dem Plettenberg in einem Naturschutzgebiet liege und ob eventuell Abbaugrenzen überschritten wurden. Sehr schnell wurde mir am übernächsten Tag geantwortet. Nein, der Steinbruch liege nicht in einem Naturschutzgebiet und nein, es würden keine Abbaugrenzen überschritten.

Daraufhin fragte ich, ob sich die jetzigen Grenzen des Kalksteinbruches in einem Landschaftsschutzgebiet befinden. Diese Frage wurde mir mit „ja“ beantwortet. Er befinde sich im Landschaftsschutzgebiet „Großer Heuberg“

Ich machte die Dame vom Amt darauf aufmerksam das man in diesem Landschaftsschutzgebiet kein Gestein abbauen dürfe, es sei denn, es würde eine Sondergenehmigung vorliegen. Und wenn es eine Sondergenehmigung gäbe, würde ich diese gerne einsehen. Bis heute warte ich noch auf eine Antwort.

Was ich aber nicht nachvollziehen kann ist, was die Pressesprecherin des Landratsamtes, Frau Marisa Hahn sagte: „…beruht der bisherige Kalksteinabbau im bestehenden Steinbruch auf einer naturschutzrechtlichen Erlaubnis des Landratsamts“. Warum bekomme ich diese Erlaubnis vom Landratsamt nicht zu sehen? Wenn es die Sondergenehmigung geben würde, wäre es doch ein leichtes, diese mir zukommen zu lassen. Aber nein, seit dem 17. Juni habe ich nichts mehr vom Landratsamt gehört.

Ich bekomme immer mehr den Eindruck, dass diese Behörde nicht mehr für ihre Bürger da ist , sondern nur noch für die Großkonzerne.

Thorsten Wettki
Hauffstrasse 7
Schömberg

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