30.07.2016

Leserbrief

Plettenberg, Landschaftsschutz oder Rohstoffabbau?

 

Einige, die auf die Probleme hinweisen, werden wohl gezielt in eine falsche Ecke gedrängt. Die Bürgervertreter für einen verträglichen Kalksteinabbau wollen nicht Landschaftsschutz oder Rohstoffabbau, sondern die Erhaltung der Silhouette des Plettenbergs mit einer auch für Natur- und Tourismus noch akzeptablen Resthochfläche, mit Bergblumenwiesen und Wachholderheide. So kann sie jeder jetzt gerade antreffen.

Wird das Landschaftsschutzgebiet aufgehoben, gilt Zitat Gesetzestext und schriftliche Bestätigung des Regionalverbandes: „Vorranggebiete (Kalksteinabbau) sind Ziele der Raumordnung (Rechtsbegriff) Gemäß Paragraf 4 (1) LplG sind Ziele der Raumordnung eines für verbindlich erklärten Regionalplans von öffentlichen Stellen bei ihren raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen zu beachten. Dies gilt auch bei ersten Genehmigungen und so weiter. In Vorranggebieten sind andere raumbedeutsame Nutzungen ausgeschlossen, soweit sie mit den vorrangigen Funktionen oder Nutzungen oder Zielen der Raumordnung nicht vereinbar sind.“

Ist diese Rechtslage Bürgermeisterin Monique Adrian und dem Gemeinderat nicht bekannt? Denn sie verweisen immer noch auf das noch nicht einmal eingereichte Süderweiterungsgenehmigungsverfahren.

Nachdem der Regionalverband auch insbesondere das Landschaftsbild, sprich Silhouette nicht für wichtig hält (Zitat: „Vollständige Ausschöpfung vorhandener Rohstoffabbaustätten, Plettenberg ist nicht einer der markantesten und schönsten Bergansichten der Schwäbischen Alb (keine wissenschaftlichen Erkenntnisse hierüber“)), ein Eingriff in den Albtrauf wird auch regionaler Sicht nicht für gravierend betrachtet und vieles mehr.

Wir betrachten den Eingriff in den Albtrauf als gravierend und wollen, dass nicht die Voraussetzungen geschaffen werden, dass dies so kommt.

Norbert Majer
Schulstraße 22,Dotternhausen

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