03.08.2016

Leserbrief

Von Rohrbach zu Holcim hat sich einiges verändert

 

Der Leserbriefschreiber Anton Menholz versucht in seinem Leserbrief Altbürgermeister Majer madig zu machen. Der Grund ist schnell gefunden. Norbert Majer ist einer von sechs Initiatoren, die in Dotternhausen ein Bürgerbegehren wegen der Änderung des Landschaftsschutzgebietes „Großer Heuberg“ mit Herausnahme der gesamten Plettenberghochfläche aus dem Landschaftsschutzgebiet auf den Weg bringen werden. Menholz wird es auch nicht verhindern, dass wir die für das Bürgerbegehren erforderlichen Unterschriften zusammen bekommen. Dies zeigt die bisherige Resonanz.

Der Gemeinderat hat mehrheitlich der Aufhebung des Landschaftsschutzgebietes zugestimmt. (u.a. die Ehefrau von Menholz)

Damit wird einem späteren Abbau des Westkante des Plettenberges (Ansicht von Dotternhausen her) um 60 Meter Tür und Tor geöffnet. Dies wollen wir mit dem Bürgerbegehren verhindern.

Bei der Genehmigung des Kalksteinabbaues 1977 konnte niemand davon ausgehen, dass das Zementwerk von der Familie Rohrbach an den Schweizer Konzern Holcim veräußert und dadurch die Abbaumenge auf eine Million Tonnen Kalkstein im Jahr verdoppelt wird.

Ähnlich verhält es sich bei der Pacht für den Kalksteinabbau. Zu Rohrbachs Zeiten war Dotternhausen immer mit die steuerstärkste Gemeinde im Zollernalbkreis. Dotternhausen konnte damit seine Infrastruktur ausbauen und erhalten. Deshalb wurde nicht auf den höchsten Pachtpreis gepocht. Anders verhält es sich bei Holcim. Durch die geltende Konzernbesteuerung sind die Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinde Dotternhausen regelrecht eingebrochen. Dotternhausen ist jetzt eine der steuerschwächsten Gemeinden im Kreis. Die aufgebaute Infrastruktur ist kaum noch zu unterhalten.

Aus diesem Grund fordern wir auch eine entsprechende spürbare Anhebung des Pachtpreises für die Kalksteinentnahme. Im übrigen hat die langjährige Gemeinderätin Menholz diese Beschlüsse in früheren Zeiten mitgetragen. Dies müsste ihrem Ehegatten Anton Menholz auch bekannt sein.

Otto Scherer, Zinkenstraße 6/2
Dotternhausen

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