19.09.2016

Leserbrief

„Auch 70-Jährige und Ältere können noch klar denken und lesen“

 

Bürgerbegehren/Bürgerentscheid Plettenberg. Bei der Wahrheit bleiben! Mit Schlagworten wie diesen oder „Einfach sachlich bleiben“ wird versucht, noch Gegenstimmung zu machen. Offenbar seien viele Bürger nicht richtig informiert, insbesondere die, die mit ihren über 400 Unterschriften die Aufhebung eines Beschlusses des Gemeinderates fordern. Hofft der Gemeinderat, wenn die Gemeinde als Eigentümer der Aufhebung des Landschaftsschutzgebietes nicht widerspricht, dass dann das Landratsamt wenigstens dagegen ist.“ Gerüchte würden verbreitet, speziell zu Abbaugrenzen, Gemeinderäte sollten Wissensvorsprung mit den Bürgern teilen, die Initiatoren sollten bei der Wahrheit bleiben, alle Fakten lägen auf dem Tisch.“ Wir fragen schon, ob noch mehr hinter verschlossenen Türen bekannt und vereinbart wurde. Mindestens ist öffentlich nicht bekannt, dass Frau Bürgermeisterin Adrian und die Gemeinde eine klare Stellungnahme zu den durchaus vor fast 500 Zuhörern bekannten Forderungen von Holcim abgegeben hat. Vielmehr wurde im Regionalverband, im Kreistag und bisher im Gemeinderat allem zugestimmt. Glauben BM Adrian und die bisherige Mehrheit der Gemeinderäte, dass sich über 400 Bürger so einfach von uns einseitig beeinflussen lassen und nicht mündig sind, unsere schriftlichen Unterlagen zu bewerten und zu beurteilen. Auch 70-Jährige und Ältere können noch klar denken und lesen. Wir haben doch wohl „zu klare Fakten und eindeutige Pläne“ schriftlich jedem gegeben und keinen Einzigen zu einer Unterschrift gedrängt. Bei mündlichen Gesprächen wurde immer darauf hingewiesen, alles nochmals in Ruhe zu lesen. Bei unseren schriftlichen Infos waren uns sogar selbst die so eindeutigen Stellungnahmen der Verbände NABU, BUND, Schwäbischer Albverein (nicht Ortsverband) und TV Naturfreunde nicht bekannt, die eindeutiger gegen die Aufhebung des Landschaftsschutzgebietes nicht sein können. Vielleicht ärgert es manche, dass diese Stellungnahmen wenigstens in Dotternhausen nachträglich öffentlich gemacht wurden. Ist dies aber die Unwahrheit? Oder wenn wir selbst von Holcim im Internet veröffentlichte Abbau- und Landschaftspläne in Papierform leserlich jedem Bürger zu seiner eigenen Beurteilung vorlegen? Schriftlich Aussage der Verbände: „Da sollten doch alle Alarmglocken läuten!“ Wir freuen uns auf einen Bürgerentscheid und auf den runden Tisch und einen Meinungsaustausch zu Fakten und Aufdeckung von Unterlagen, die uns bisher nicht bekannt sind oder vorenthalten wurden. Wir brauchen zunächst auch keinen Fachanwalt. Uns genügt die Bewertung der Kommunalaufsicht über die Rechtmäßigkeit des Bürgerbegehrens.

Norbert Majer, Bürgermeister a.D. Dotternhausen
Schulstraße 22, Dotternhausen

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