21.12.2016

Leserbrief

Ist Dotternhausen einer der saubersten Zementwerkstandorte?

Leserbriefe sollten 80 Druckzeilen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

 
Zu: „Gefährdung der Bevölkerung ist ausgeschlossen“ von Markus Knobelspies.
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Der Einfachheit halber betrachte ich nur die Emissionen, also den Ausstoß an Schadstoffen ohne Relation zur Produktionsmengen, schließlich ist für unsere Gesundheit entscheidend, was aus den Schloten der Industrie kommt. Welche Kommune ist die sauberste oder schmutzigste, die einen Zementhersteller am Ort hat? Bei der Recherche habe ich mich auf Baden-Württemberg beschränkt. Denn in Bayern ist Rohrdorfer Zement mit einem modernem SCR-Filter in punkto Umweltschutz schon in der Gegenwart angekommen und auch bei Schwenk Zement in Baden-Württemberg wird jetzt umgerüstet. Holcim setzt nach wie vor auf veraltete SNCR Filter.
Hier die Angaben der industriellen Luftverschmutzung, jeweils in Tonnen pro Jahr in 2012 und Ortschaft. Stickstoffdioxid: Spitzenreiter Dotternhausen mit 1156 Tonnen, Allmendingen mit 490 Tonnen; schlimm genug. Schwefeldioxid: Spitzenreiter Dotternhausen mit 788 Tonnen, Allmendingen mit 34 Tonnen, hier wird eben kein schmutziger Schiefer verbrannt.
Beim Stickstoffdioxidausstoß mehr als der doppelte Wert, beim Schwefeldioxid hört der Spaß endgültig auf, mit 23-mal höherem Ausstoß. Bei so viel Schwefel in der Luft braucht man sich über das Waldsterben nicht zu wundern. Wie hoch die Übersäuerung der Äcker ist, wurde vermutlich noch nie untersucht – eine Schande.
Jetzt schon eine katastrophale Bilanz für Dotternhausen. Prost Neujahr wenn in Dotternhausen statt 60 Prozent dann 100 Prozent Müll verbrannt werden.
Martin Stussak
Sprecher BI pro-Plettenberg
Römerweg 2
Schömberg

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