25.01.2017

Leserbrief

Es zeigt Wirkung, dass Holcim die Vereine ködert

Leserbriefe sollten 80 Druckzeilen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

 
Holcim-Mitarbeiter werden nervös. Dies kam zum Ausdruck, als mich dieser Tage einer persönlichen aufsuchte und mit wütenden Aussagen beschimpfte.
Zum Leserbrief von Michael Pill: Man muss entgegen dessen Aussage mit Nein stimmen, damit der Gemeinderat erneut in Verhandlungen mit Holcim tritt. Und dies mit dem Wissen, dass die Bevölkerung eine andere Grenze will. Wenn man mit Ja stimmt, ist die Sache im Sinne von Holcim erledigt.
Zum Leserbrief von Rolf Schatz: Man sieht, es zeigt Wirkung, dass Holcim die Vereine ködert und damit ihr Wohlwollen erzielt. Der Leserbrief hätte inhaltlich anders lauten müssen. Der Albverein hat sich seit jeher für Naturschutz und Wegebau auf dem Plettenberg eingesetzt. Diese Einsätze werden meist von wenigen Aktiven geschultert. Ebenso müssen das Umfeld um die Hütte und der Spielplatz ständig gepflegt werden. Hierzu braucht man zumindest einen Rasenmäher. Die letzten 15 Jahre habe ich den Rasen gemäht und vor Jahren einen selbstangetriebenen Mäher gefordert. Dieser wurde von Holcim für den Verein beschafft (rd. 1000 Euro) . Für den Wegebau wurde bei Holcim vor Jahren beantragt, einen motorbetriebenen Schubkarren oder Kleinraupenfahrzeug anzuschaffen (rd. 3000 Euro), da die Albvereine auch Wegebauaufgaben übernehmen, die infolge des Abbaues anfallen. Ein von Holcim ausgewähltes Fahrzeug wurde beschafft, das von allen Albvereinsgruppen um den Plettenberg genutzt werden darf. Das Fahrzeug gehört Holcim und wird auch von diesen benutzt. Ansonsten wurden dem Albverein bei Arbeitseinsätzen Radlader, Kleintransporter oder kleiner Gerätschaften gestellt. Auch haben wir einige Radladerschaufeln Plettenbergschotter erhalten, der zum Wegebau verwendet wurde. Also über Jahre „gigantische Zuwendungen“, für die die rund 300 Albvereinsmitglieder nach Möglichkeit größte Dankbarkeit zeigen sollen.
Ich habe während meiner aktiven Zeit beim Albverein immer die Auffassung vertreten, dass man die Nutznießer des Plettenbergs, Zementwerk und Gemeinde, in die Arbeit zum Nutzen und Schutz des Berges mit einbeziehen soll. Durch diese Zuwendungen/ Unterstützungen lasse ich mir meine Meinung nicht nehmen. Ebenso empfehle ich dies allen anderen Vereinsmitgliedern. Die Pflege des Berges sollte eine Selbstverständlichkeit sein und ist Teil der vielgepriesenen Rekultivierung.
Günter Schäfer
Joh.-Seb.-Bachstr. 15,
Dotternhausen

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Plettenbergabbau.

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