16.02.2017

Leserbrief

In Wirklichkeit eine Täuschungsaktion

Leserbriefe sollten 80 Druckzeilen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

 
Zu: Sogenannte Maximalgrenze beim anstehenden Bürgerentscheid in Dotternhausen.
Man mag es kaum glauben. Am kommenden Sonntag steht in Dotternhausen ein Bürgerentscheid an, initiiert durch die Bürgermeisterin Adrian und den hiesigen Gemeinderat. Es geht um die von diesem Gremium gewünschte Zustimmung durch die Bürger zur angeblich notwendigen Verhandlung und Einvernehmen mit Holcim über sogenannte Maximalgrenzen vor der Festlegung der eigentlichen Abbaugrenzen für den weiteren Kalksteinabbau auf unserem Hausberg.
Nur, das Ganze ist eine riesengroße Finte der Bürgermeisterin Adrian, zur Täuschung der Bürger und zum Vorteil von Holcim. Frau Adrian hat diese These, dass die Gemeinde Dotternhausen eine solche einvernehmliche Einigung mit Holcim über Maximalgrenzen treffen müsse, erstmals in ihrer Gemeinderatsvorlage am 23. November 2016 ins Spiel gebracht. Diese Mär wurde dann sogar Grundlage für die damaligen Gemeinderatsbeschlüsse und für den jetzt anstehenden Bürgerentscheid sowie dessen eigentliche Fragestellung. Und jetzt kommt‘s: Eine solche Notwendigkeit steht nirgends, aber auch gar nirgends in unseren alten (und neueren) Pachtverträgen.
Es ist in Wirklichkeit also eine raffinierte Täuschungsaktion. Die ganze Prozedur, die ganzen Kosten also unnötig wie ein Kropf – zum Vorteil von Holcim und zum Nachteil der Gemeinde Dotternhausen. Frage: Ist unser Dorf eigentlich schon verkauft? Und wenn ja, Frau Adrian, zu welchem Preis? Und wenn jetzt der Gemeinderat noch nicht mal bei einem „Ja“-Votum (laut Bürgermeisterin bei der Einwohnerversammlung) die jetzige Maximalgrenze zu Gunsten der Gemeinde verändern kann, obwohl dies den Bürgern bisher immer so versprochen wurde, wäre dies eine weitere Täuschung der Bürger und der Öffentlichkeit. Und wo bitteschön ist eigentlich die notwendige Neutralitätspflicht der Bürgermeisterin und des Gemeinderates von Dotternhausen? Deshalb unbedingt ein „Nein“!
Hans Ulrich Schmid
Zollernweg 4,
Dotternhausen

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Plettenbergabbau.

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