16.02.2017

Leserbrief

Es hakt an allen Ecken und Enden

Leserbriefe sollten 80 Druckzeilen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

 
Wer die Dinge in Dotternhausen verfolgt, merkt, es hakt an allen Ecken und Enden.
Vorne dran die Rathauschefin. Sie redet alles schön, beschwichtigt, verweigert, droht. Fragende sind Störenfriede. Möglichst viel wird in nichtöffentlichen Sitzungen behandelt. Infoabende müssen von Bürgern mühsam erkämpft werden. Deren Durchführung, die nur mit einem teuren Moderator möglich ist, wird dann als Erfolg des Rathauses dargestellt. 20 000 Euro für anwaltliche Hilfe wird von der Verwaltung genehmigt, um zu prüfen, welche Informationen man den engagierten Bürgern geben will und darf. Erkennen die Verantwortlichen auf dem Rathaus nicht, dass es Bürger gibt, die sich für den bestmöglichen Erhalt unserer Heimat und für bessere finanzielle Bedingungen unserer Gemeinde einsetzen? Diese dann für Unfrieden im Ort hinzustellen, ist eine Fortsetzung der Schaffensweise unserer vertrauenswürdigen Bürgervertreter.
Das Gemeindegremium zeigt sich geschlossen holcimfreundlich. Drei qualifiziert Gemeinderäte haben das Gremium verlassen. Die Gründe kann jeder erahnen. Die meist fügsamen wünschen nun das Vertrauen der Bürger. Nun soll der Bürger über den Plettenberg entscheiden.
Diese Maßnahme wurde durch einige Aktive erst erwirkt. Die Vorbereitung und Fragestellung und deren Auslegung ist derart verwirrend, dass nur wenige wissen, was bei einem Ja und bei einem Nein passiert. Eine Mutter erklärte es ihrem Kind so: Bei einem Ja wird das Loch auf dem Plettenberg größer, bei einem Nein kleiner.
Holcim unterlässt nichts, um für sich zu werben. Beim Infoabend wurden nach einem Protestmarsch von Mitarbeiter viele Plakate präsentiert. Im Ort wurden Infos angeboten und dabei Kaffee von der Isba verteilt. Als Krönung verteilen junge Dotternhausener am Valentinstag Tulpen. Werben für Vertrauen in den Gemeinderat und für gutes Miteinander. Fast alles sind Kinder von Holcim-Beschäftigen, Gemeinderäten oder gesponserten Vereinsmitgliedern. Winterlingen hat gezeigt, wie man Bürger hinters Licht führen kann. Vielleicht geht's uns ja ebenso.
Günter Schäfer
Johann-Sebastian-Bachstr. 15,
Dotternhausen

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