„Wir können die neuen Grenzwerte einhalten“
Werden bei der Verbrennung von Ersatzbrennstoffen bei Holcim Gifte freigesetzt? Je nach Farbe des Rauches, der aus dem Kamin kommt, gibt es darüber immer wieder Spekulationen.
Werden bei der Verbrennung von Ersatzbrennstoffen bei Holcim Gifte freigesetzt? Je nach Farbe des Rauches, der aus dem Kamin kommt, gibt es darüber immer wieder Spekulationen. Foto: Rosalinde Conzelmann
Werden bei der Verbrennung von Ersatzbrennstoffen bei Holcim Gifte freigesetzt? Je nach Farbe des Rauches, der aus dem Kamin kommt, gibt es darüber immer wieder Spekulationen.
Werden bei der Verbrennung von Ersatzbrennstoffen bei Holcim Gifte freigesetzt? Je nach Farbe des Rauches, der aus dem Kamin kommt, gibt es darüber immer wieder Spekulationen. Foto: Rosalinde Conzelmann

Dotternhausen, 02.03.2017

Holcim: „Wir können die neuen Grenzwerte einhalten“

Regierungspräsidium Tübingen erteilt Dotternhausener Zementwerk Genehmigung für erhöhten Einsatz von Ersatzbrennstoffen. Die Emissionen werden sich laut Unternehmen nicht erhöhen.

 

Gute Nachrichten für das Zementwerk. Wie Holcim in einer Pressemitteilung schreibt, hat das Regierungspräsidium Tübingen grünes Licht für eine nachhaltigere Zementproduktion am Standort Dotternhausen gegeben: der erhöhte Einsatz alternativer Brennstoffe zum Ersatz von Steinkohle wurde bewilligt.

Die neue Genehmigung gibt niedrigere Emissionsgrenzwerte vor, die das Zementwerk, wie es versichert, dank Investitionen in die Anlagentechnik und optimierter Betriebsweise problemlos einhalten wird.

Aktuell werde im Zementwerk rund 60 Prozent der Kohle durch alternative Brennstoffe ersetzt. Dazu zählen Trockenklärschlamm, Dachpappe, Altreifen, Bearbeitungsöle, Kunststoffe und Papierfaserfangstoffe. Diese , von den zuständigen Behörden bereits seit Jahren genehmigten Ersatzbrennstoffe seien so ausgewählt, dass bei deren Verbrennung keine anderen oder höheren Emissionen entstehen als bei der Verbrennung von Kohle.

Der Verantwortliche für alternative Brenn - und Rohstoffe, Dr. Friedrich Wimmer, veranschaulicht das Vorgehen: „Wir ersetzen bereits jetzt 60 Prozent der Kohle mit alternative n Brennstoffen; die Erhöhung des Anteils auf 100 Prozent werden wir schrittweise vornehmen. Dabei bleiben wir bei den gleichen Stoffen, werden allerdings für eine größere Menge als bisher eine sinnvolle Verwertung anbieten und gleichzeitig die Zementproduktion nachhaltiger machen können.“

Das Zementwerk habe sich lange und sorgfältig auf diese Umstellung vorbereitet, denn die Genehmigung verlange deutlich niedrigere Grenzwerte für Staub, Stickoxide (NOx ) und Schwefeldioxid (SO2). Der Holcim-Umweltbeauftragte Markus Knobelspies sagt: „Wir haben die Anlagen, die wir zur Verminderung der Emissionen einsetzen, modernisiert und zusätzlich die Betriebsweise der Anlage optimiert.

Wir können die neuen Grenzwerte problemlos einhalten.“ Er sei stolz, dass das Zementwerk dadurch einen Beitrag zur Schonung der Umwelt leiste. „Unsere Maßgabe ist, dass sich weder die Emissionen erhöhen noch die Produktqualität verschlechtert“, betont er. Das Unternehmen haben bereits gezeigt, dass das funktioniert.

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