30.03.2017

Leserbrief

Vertrauen in Behörden?

Leserbriefe sollten 80 Druckzeilen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

 
Zu: „Bürgerinitiative will Klage einreichen“, vom 29. März.
Eigentlich wären für das Genehmigungsverfahren für 100 Prozent Müllverbrennung in Dotternhausen ein Umweltverträglichkeitsgutachten notwendig eigentlich.
Nun, wenn die Behörden schon nicht auf die Suche nach Schwermetallen gehen, konnten wir dies dank der vielen Spenden tun. Die Schwermetalle haben wir zuhauf gefunden – in Böden mit vielen Grenzwertüberschreitungen.
Die Belastungen mit den Schwermetallen, vor allem mit Uran (radioaktives Material) sind sehr bedenklich, eigentlich ist Uran im Schiefer festgebunden. Wer Näheres erfahren will, kann man auf den Rathäusern (von Rottweil bis Balingen) und auf unserer Homepage einen umfangreichen Bericht einsehen. Klarheit über entsprechende Grundstücke gibt eine eigene Analyse, seriöse Labore findet man im Internet.
Wie weit die Belastung reicht, können wir nicht sagen, allerdings zeigen die Grenzwertüberschreitungen eine vermutlich schleichende Vergiftung mit Maximalwerten Richtung Balingen. Grenzwertüberschreitungen haben wir außerdem in Neukirch und Schömberg gefunden. Möglicherweise sind die Grenzwerte für Immissionen der Industrie zu hoch oder sie werden nicht immer eingehalten an den 362 Tagen, an denen nicht alles kontrolliert wird.
Jetzt sind wir leider beim Thema Vertrauen angelangt, denn wenn die Müllverbrennung vom Regierungspräsidium Tübingen und dem Grünen Umweltministerium so hoch gelobt wird wie hier, sollte man eigentlich misstrauisch werden.
Martin Stussak
Sprecher BI Pro-Plettenberg,
Römerweg 2, Schömberg

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