04.04.2017

Leserbrief

Gesundheit der Bürger schützen

Leserbriefe sollten 80 Druckzeilen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

 
Der OB von Balingen, Herr Reitemann, berichtet über die Presse am 29. März, dass gemäß seiner eigenen Prüfung des Berichts des Regierungspräsidiums Tübingen der Schadstoffausstoß für Balingen und den Zollernalbkreis kein Problem darstelle. Diese Darstellung deckt sich vollständig mit der des Schadstoffverursachers Holcim.
Bei der Beurteilung und Festlegung der Schadstoffgrenzwerte durch die Behörden muss man wissen, dass dies auf der Grundlage der sogenannten „Besten verfügbaren Technik „(BVT) der Unternehmen erfolgt. Aus Bürgersicht könnte man den Grenzwert auch so definieren: Ein Grenzwert ist der wirtschaftlich vertretbare Verlust an Lebenszeit“. Nach meinem Verständnis besteht die Pflicht der Umwelt- und Gesundheitsbehörden darin, die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu schützen und zu fördern. Geschützt wird auf der Grundlage vorgenannter Regeln „BVT“ primär die wirtschaftliche Gesundheit, beziehungsweise Gewinnmaximierung der Konzerne.
Ein Balinger Ratsmitglied machte richtigerweise in einer Sitzung deutlich, dass es sich bei dem Grenzwertthema um eine „bundespolitische Frage“ handelt. Dies sollte aber Kommunalpolitiker im Zollernalbkreis nicht davon abhalten, sich im Sinne der Bürgerinnen und Bürger hier vor Ort einzusetzen.
Helmut Gimbel
Schafbergweg 1, Dotternhausen

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