LEA-Gelände: Bald Standort für Industrie?

Messstetten, 15.04.2017

LEA-Gelände: Bald Standort für Industrie?

Die LEA macht Ende des Jahres dicht. Jetzt laufen Gespräche über die Nachnutzung des Geländes.

 

In einem Punkt sind sich alle Akteure einig. Das Gelände soll eine sinnvolle Nachnutzung erfahren. Dazu werden im Rathaus Modelle durchgespielt, in die auch Dr. Christoph Dickmanns seitens des Regionalmanagements und Konstantin Koch von der Kommunalentwicklung involviert sind.

Derzeit werden vor allem Unterlagen zwischen dem Grundbesitzer, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), und dem Meßstetter Rathaus hin- und her geschickt. Überprüft werden dabei Angaben zur Bodenqualität, zum baulichen Zustand der Gebäude, zur Erschließung mit Versorgungsleitungen für Wasser, Gas, Abwasser und dergleichen. Gespräche zu den Zwischenständen gab es im Januar und Februar zwischen Verantwortlichen der BImA, Bürgermeister Frank Schroft und Dickmanns.

Das LEA-Gelände aus der Luft. Foto: Alfred Sauter
Das LEA-Gelände aus der Luft. Foto: Alfred Sauter

Dies alles dient der Vorbereitung von Wertermittlungsgutachten durch die BImA, auf deren Basis der Gemeinderat möglichst noch in diesem Jahr eine Grundsatzentscheidung für eine von mehreren Umsetzungsvarianten treffen soll. Erst danach werden – falls überhaupt – konkrete Verhandlungen zwischen BImA und der Stadt geführt.

Selbst wenn diese noch in diesem Jahr zum Abschluss kommen sollten, ist nicht damit zu rechnen, dass bereits im Januar die Bagger anrücken könnten. „Konversion braucht einen langen Atem“, lautet einer der Lieblingssätze von Bürgermeister Schroft. Beratend zur Seite steht ihm in Dickmanns ein Spezialist, der einschlägige Erfahrung in diesem Bereich besitzt .

Bis Ende des Jahres werden in Meßstetten Flüchtlinge untergebracht.
Bis Ende des Jahres werden in Meßstetten Flüchtlinge untergebracht. Foto: Volker Schweizer (Archiv)

Zu Dickmanns Aufgaben gehört die Sondierung für ein mögliches interkommunales Industriegebiet auf dem jetzigen LEA-Gelände. Dazu hat er viele Gespräche mit Vertretern der umliegenden Kommunen, mit Unternehmern und Behörden geführt. Dabei ist er zu wichtigen Erkenntnissen gekommen: Erstens gibt es im Kreis derzeit keine größeren, freien Industrieflächen, zweitens entspricht der Umfang des Konversionsgeländes ungefähr dem Flächenbedarf für Industrie in den nächsten Jahren. Diese von ihm ermittelte Gewerbeflächenbedarfsanalyse wird er am 22. Mai dem Regionalmanagement-Lenkungskreis vorstellen.

Schroft ist überzeugt, dass die BImA die Meßstetter bei diesem Jahrhundertprojekt unterstützen wird. In den Gesprächen seien von den Vertretern der Bundesinteressen ausschließlich positive Signale ausgesendet worden.

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