02.05.2017

Leserbrief

Vielseitigen Druck aus der Bevölkerung schaffen

Leserbriefe sollten 80 Druckzeilen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

 
Zu: Regierungspräsidium, Umweltzone Balingen und Holcim
Wer muss Bürger schützen? Warum wachen die Balinger nicht auf? Wir fragen, ist der Bevölkerung um Balingen und Schömberg, aber auch Bisingen, Geislingen, Hechingen die Luftverschmutzung und die Umweltzone Balingen egal?
Als gebürtige Endingerin und Einwohnerin von Rosswangen verfolgen wir die 30er Zone- und Umweltzonenanordnung für das Stadtgebiet Balingen durch das Regierungspräsidium Tübingen sowie den Schadstoffausstoß durch Holcim auch als täglich Betroffene.
Uns wundert die schweigsame Akzeptanz der ebenfalls betroffenen Mitbürger. Mindestens kamen wir der Aufforderung der BI pro Plettenberg nach und haben eine Bodenprobe (70 Euro) auf einem total sonst unbelasteten, nicht auf angeblich besonders vorbelasteten Böden liegendem Wiesengrundstück direkt oberhalb der Neubausiedlung Ringen in Endingen genommen: Das Ergebnis: Schwermetalle Nickel, Quecksilber und besonders Thallium überdurchschnittlich!
Liebes Regierungspräsidium und Stadtverwaltung. Diese Werte sind nicht naturbedingt! Wenn von Dotternhausen acht mal so viel Stickoxide kommen, wie der ganze Straßenverkehr der Stadt ausstößt, in Endingen ist dies wohl nur ein Bruchteil, wirkt sich diese Luftbelastung erkennbar auch für Laien ersichtlich auch auf Balingen und weit darüber hinaus aus. Klarheit würde nur eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung im Zusammenhang mit dem Wunsch auf bis zu 100 Prozent Abfallverbrennung von Holcim bringen.
Aber wer hält dies nicht für notwendig? Unsere Behörden, die die Aufgabe hätten, für saubere Luft und Umwelt und für die Gesundheit der unmittelbar Betroffenen zu sorgen und dies zu überwachen!
Nun muss der Privatmann, Hut ab vor der BI Plettenberg, dies selbst in die Hand nehmen und leider auch finanzieren. Nur durch vielseitigen Druck der Bevölkerung werden wir etwas erreichen.
Von über 5000 Fahrzeugbesitzern in Balingen, aber auch vielen außerhalb Wohnenden, wird durch die Einführung der Grünen Plakette ein hoher finanzieller Aufwand gefordert, obwohl eine Umweltzone bekanntermaßen kaum etwas zur wirklichen Luftreinhaltung nach vielfachen Erfahrungswerten von Fachexperten bringt.
Warum aber fordert das Regierungspräsidium nicht von Holcim die bestmögliche Luftreinhaltung. Holcim würde dies im Verhältnis weniger belasten,wie hoffentlich viele, die eine eigene Bodenprobe machen lassen oder ihr Auto umrüsten müssen.

Brigitte Jetter-Faiß,
Schulstraße 22
Dotternhausen und
Majda Effinger,
Weichenhagenstr. 7
Rosswangen

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