Trockenheit trübt das Wasser ein
Die Ultrafiltrationsanlage im Dormettinger Hochbehälter macht zur- zeit Probleme. Das Wasser aus eigenen Quellen am Plettenberg kann gerade nicht genutzt werden.
Die Ultrafiltrationsanlage im Dormettinger Hochbehälter macht zur- zeit Probleme. Das Wasser aus eigenen Quellen am Plettenberg kann gerade nicht genutzt werden. Foto: Siegfried Seeburger
Die Ultrafiltrationsanlage im Dormettinger Hochbehälter macht zur- zeit Probleme. Das Wasser aus eigenen Quellen am Plettenberg kann gerade nicht genutzt werden.
Die Ultrafiltrationsanlage im Dormettinger Hochbehälter macht zur- zeit Probleme. Das Wasser aus eigenen Quellen am Plettenberg kann gerade nicht genutzt werden. Foto: Siegfried Seeburger

Dormettingen, 20.05.2017

Trockenheit trübt das Wasser ein

Der Abbau im Plettenberg-Steinbruch ist laut Expertin nicht Ursache der Verschmutzung der Dormettinger Quellen.

Im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend stand der Bericht über die Eigenwasserversorgung der Gemeinde. Bürgermeister Anton Müller stellte die Situation ausführlich dar. Durch eine „Verblockung der Module der Ultrafiltrationsanlage“ könne das Wasser der gemeindeeigenen Quellen am Plettenberg nicht für die Eigenwasserversorgung genutzt werden.

Das Wasserreservoir von Dormettingen steht in Dotternhausen am Fahrweg auf den Plettenberg. Über die Albstadtwerke hat die Verwaltung auch das „Technologiezentrum Wasser“ in Karlsruhe eingeschaltet. Der ausführliche Expertenbericht liegt den Ratsmitgliedern vor. Darin sind drei Varianten für die künftige Vorgehensweise dargestellt. Frank Tantzky von den Albstadtwerken hat die Varianten ausführlich erläutert.

Die teuerste Lösung wäre eine Umrüstung der Ultrafiltrationsanlage (UF-Anlage) mit chemischer Reinigung der Membranen, Luftspülung und angepasster Steuerung zum Preis von rund 56 000 Euro. Dabei wäre das eigene Quellwasser weiterhin voll nutzbar. Verbunden damit sind allerdings höhere Betriebskosten, häufigere Wartungsintervalle und intensive Überwachung des Rohwassers. Als kostengünstigere Alternative präsentierte Frank Tantzky die Aktivierung der jetzigen UF-Anlage und Betrieb mit Mischwasser. Dabei werden das Fremdwasser der Hohenberggruppe und eigenes Quellwasser permanent gemischt und anschließend in der UF-Anlage gereinigt. Dabei sei aber die Überwachung des Rohwassers erforderlich, betonte Frank Tantzky.

Die Verschmutzung des Rohwassers hat offensichtlich in der letzten Zeit zugenommen. Die Investitionskosten dürften bei rund 14.500 Euro liegen. Dem Bericht folgte eine angeregte Diskussion. Sie drehte sich hauptsächlich um die Zusammensetzung des Rohwassers aus den eigenen Quellen. Die Ursache für die stärkere Eintrübung des Quellwassers geht möglicherweise auf die Trockenperiode des Jahres 2015 zurück, betonte der Bürgermeister. Die Vermutung, dass dies eventuell auch mit dem Steinbruch auf dem Plettenberg zusammenhängen könnte, habe bereits die Expertin vom Technologierzentrum aus Karlsruhe kategorisch verneint.

Die UF-Anlage habe doch über Jahre hinweg gut funktioniert, stellte Gemeinderat Elmar Weckenmann fest. Dagegen häuften sich in letzter Zeit die Probleme bei der Aufbereitung des Eigenwassers. Hier drehte sich die Diskussion im Kreis, denn immer häufiger wurde auch die installierte Technik der UF-Anlage hinterfragt. Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung, mit der Liefer-Firma Strecker aus Tuttlingen Gespräche über zeitgerechte und sichere Problemlösungen zu verhandeln.

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