Wechseljahre – was nun?

Hormonumstellung

Wechseljahre – was nun?

Der Gedanke an die Wechseljahre ruft bei zahlreichen Frauen gemischte Gefühle hervor: Doch für die Zeit der Hormonumstellung gibt es Unterstützung. 

von djd   Die Kommentarfunktion ist bei diesem Artikel deaktiviert

Zwar ist in dieser Phase der Nachwuchs flügge geworden und viele nutzen die neu gewonnene Freiheit dazu, beruflich noch einmal durchzustarten oder sich lang gehegte Wünsche zu erfüllen. Doch die damit einhergehenden körperlichen Veränderungen wecken auch die Angst, an Attraktivität zu verlieren.

Wechseljahre – was nun?
Foto: Robert Kneschke/fotolia.com/ascopharm/akz

Während etwa ein Drittel der Frauen die Hormonumstellung kaum bemerkt und jede dritte Frau mit nur leichten Beschwerden wie Gewichtszunahme, Zyklusunregelmäßigkeiten und schlechter Laune zu kämpfen hat, leidet ein weiteres Drittel unter starken Symptomen und fühlt sich dadurch im Alltag massiv eingeschränkt. So kann der sinkende Östrogenspiegel anhaltende Schlafstörungen, Erschöpfungszustände, Herzrasen und die berüchtigten Hitzewallungen hervorrufen.

Wechseljahresbeschwerden kann man häufig mit einfachen Maßnahmen begegnen: Eine vollwertige Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse sowie regelmäßiger Ausdauersport steigern das Wohlbefinden. Entspannungstechniken wie Atemtraining, Yoga oder Thai Chi tragen dazu bei, das Körpergefühl zu verbessern und den Stimmungsschwankungen gelassener zu begegnen.

Zudem kann eine individuell angepasste Gabe von weiblichen Hormonen eine ausgleichende Wirkung haben. Die potenziellen Risiken einer solchen Behandlung sorgten in den letzten Jahren für Verunsicherung bei den Patientinnen. Doch neuere, die Women’s Health Initiative-Studie (WHI) betreffende Studienergebnisse belegen, dass die gesundheitlichen Vorteile einer Hormonersatzbehandlung im Regelfall überwiegen und sich sogar eine präventive Wirkung auf verschiedene Erkrankungen wie etwa Dickdarmkrebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz und Osteoporose abzeichnet. Eine persönliche Beratung beim Facharzt ist hier das A und O.

Aktuellen Studien zufolge ist dabei naturidentisches Progesteron günstiger. Wie eine Frau auf die Zeit ihrer hormonellen Umstellung reagiert, ist auch immer eine Frage der inneren Einstellung: Wer die Wechseljahre als natürlichen Prozess sieht, sich Zeit für sich selbst nimmt und die neuen Freiräume genießt, kann sich in diesem Lebensabschnitt positiv weiterentwickeln.

 

Tipps gegen Hitzewallungen

• Abkühlen bringt Erleichterung: Wechselduschen, Armgüsse, kalte

Fußbäder, ein Fächer, Eiswürfel für die Stirn.

• Anregendes in Maßen genießen: Koffein, Alkohol und Nikotin bringen den Kreislauf in Wallung und senken den Östrogenspiegel ab – das verschlimmert das Schwitzen.

• Praktischer Zwiebellook: Mehrere Lagen ermöglichen je nach Hitzeempfinden, Kleidungsstücke ab- und wieder anzulegen.

• Schwitzen im Schlaf: Schlafanzug und Bettwäsche aus Naturmaterialien benutzen – am besten zwei leichte Zudecken nehmen und bei Hitzewallungen eine Decke weglegen.

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