Dotternhausen, 29.06.2017

Silberstreif am Plettenberg

Die Dotternhausener Verwaltung zieht ein positives Fazit aus dem ersten Verhandlungsgespräch mit Holcim.

Bei den Verhandlungen um den Kalksteinabbau auf dem Plettenberg zeichne sich eine Lösung ab, sagte Dotternhausens Bürgermeisterin Monique Adrian in der Sitzung am Mittwochabend. Dies sei das Ergebnis eines ersten, mehrstündigen Gesprächs vom 9. Juni über den 11. Zusatzvertrag zwischen Holcim und der Dotternhausener Verwaltung. „Ein Gespräch auf Augenhöhe“, wie sie betonte.

Die Verwaltungschefin holte in einem kurzen Abriss weit aus und rekapitulierte die Ereignisse seit dem Bürgerentscheid chronologisch.

Am 6. März habe ein Gespräch beim Landratsamt stattgefunden, bei dem mit dem Regionalverband besprochen worden sei, wie es in Sachen Landschaftsschutzgebiet weiter gehe. Die Verwaltung hätte gerne ein Wertgutachten über den Kalkstein erstellen lassen und deswegen beim Landesamt für Geologie angefragt. „Dort wurde uns mitgeteilt, dass sie keine Möglichkeit haben, ein solches Gutachten anzufertigen“, erklärte Monique Adrian.

Auch bei der Verwaltung des staatlichen Forsts habe sich kein Gutachter auftreiben lassen. „Wir haben im Internet gesucht und einige Büros für Rohstoffe abtelefoniert, aber ein Gutachten über Kalkstein konnte uns niemand liefern“, so Adrian.

Am 19. April sei das Bürgerbegehren eingereicht worden, drei Tage später habe sich das Gremium in Ödenwaldstetten zur Klausurtagung getroffen. „Dort haben wir den Mediator Dr. Jörg Schmidt, den ehemaligen Präsidenten des RP Tübingen erstmals kennengelernt“, sagte Adrian. Themen waren außerdem die rechtliche Überprüfung der Pachtverträge und die Vorbereitung auf Verhandlungen mit der Firma Holcim.

Am 8. Mai nahm das Gremium einen Termin mit Vertretern des Landratsamts wahr, bei dem die Sicht des Rechtsanwalts Kai-Markus Schenek zur rechtlichen Situation der Gemeinde erörtert wurde. Das Gutachten des Verwaltungsrechtlers lag am 10. Mai vor. „Ein erstes Sondierungsgespräch mit Holcim hat am 19. Mai stattgefunden. Wir haben dabei unsere groben Vorstellungen geäußert“, erklärte Monique Adrian. Am 31. Mai schließlich wurde das zweite Bürgerbegehren als unzulässig beschieden und abgelehnt. Am 2. Juni habe der Mediator Kontakt mit der Bürgerinitiative aufgenommen. „Grundsätzlich besteht Bereitschaft zum Gespräch“, berichtete die Bürgermeisterin.

Anfang Juli soll nun ein zweites Gespräch mit Holcim stattfinden. Und auch in Sachen Mediation wollen die Räte vorankommen. „Wir müssen noch mal in aller Deutlichkeit sagen, dass diese Mediation eine Sache des Gemeinderats ist, nichts mit Holcim zu tun hat und schon gar nicht von Holcim bezahlt wird“, sagte Elisabeth Menholz. Sie hoffe, dass die Gespräche mit Hilfe des Mediators positiv verlaufen. „Für den Frieden im Dorf ist es notwendig“ sagte sie.

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