25.07.2017

Leserbrief

Der Plettenberg ist unser Matterhorn

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zu: „Das größte Anliegen ist, gehört zu werden“, vom 24. Juli.
Der Plettenberg ist unser Matterhorn. Vielleicht kann man einem Schweizer Konzern und auch unserem Gemeinderat mit diesem Vergleich den Wert des Plettenberges klar machen. Wenn dann unser Gemeinderat den Plettenberg genauso „schweizerisch bewerten“ würde, dann kommen richtige und gerechte Entscheidungen zustande.
Wir Bürger von Dotternhausen hatten am Samstag eine Einladung von der Firma Holcim zu einer Dialogveranstaltung, mit dem Ziel, den Frieden im Dorf wieder herzustellen. Die Veranstaltung war von der Firma Adribo sehr gut gemacht, es kamen in den einzelnen Gesprächsgruppen viele Themen auf den Tisch. Jeder hatte das Gefühl, dass ehrlich dieses Ziel verfolgt wird und dass jeder ernst genommen wird. Das Überraschende war, dass keine Bürgermeisterin und kein Gemeinderat zur Dialogveranstaltung kam. Mit diesen Personen haben ja alle den Dialog gesucht, dies wurde so auch von den Adribo-Moderatoren verwundert zur Kenntnis genommen.
Außerdem hat vor einer Woche auch ein vom Gemeinderat gewünschtes Gespräch eines Mediators mit der Bürgerinitiative stattgefunden und die Bürgerinitiative hat sich zu diesem Gespräch weiter bereit erklärt.
Nun wurde aber im Hintergrund mit Holcim abschließend verhandelt, und in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch sollen schon darüber Verträge beschlossen werden. Die Grenzziehungen in Richtung Ratshausen weichen aber nicht von den alten, vom Bürgerentscheid abgelehnten Grenzen ab.
Es sind also zwei Dialog- bzw. Mediationsverfahren im Gang, und trotzdem sollen Entscheidungen mit Bindungen der Gemeinde bis 2055 getroffen werden? Ist das Demokratie, wenn man einerseits Gespräche anbietet und daneben schon Entscheidungen trifft? Wenn es dem Gemeinderat und Holcim ernst ist mit ihren Veranstaltungen, müssen die Entscheidungen und Verträge während schwebender Verfahren ruhen.
Unser Plettenberg für uns so wertvoll und schön, wie für die Schweizer ihr Matterhorn! Der Plettenberg ist das wertvollste Gut, das wir haben, und das gibt man nicht als allererstes aus der Hand. Durch eine Aussetzung der Entscheidungen ist Holcim nicht in Gefahr, da der weitere Abbau grundsätzlich garantiert werden kann und somit keine Arbeitsplätze in Gefahr sind, was Holcim auch bestätigt hat.
Ich bin gespannt, ob am Mittwoch die Gemeinderäte und die Frau Bürgermeisterin wirklich den Dorffrieden wollen. Es werden viele interessierte Bürger vor Ort sein, die hoffentlich auch zu Wort kommen können, wie es in einer Demokratie Usus ist.
Wolfgang Wochner,
Plettenbergstr. 22, Dotternhausen

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