25.07.2017

Leserbrief

Plettenberg – Klappe, die zweite

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zu: „Das größte Anliegen ist, gehört zu werden“, vom 24. Juli.
Das Theaterstück scheint kein Ende zu nehmen: Wieder geht Dotternhausens Bürgermeisterin aufs Ganze, so, als hätte es einen Bürgerentscheid gar nie gegeben, wieder stellt sie sich taub gegenüber den Argumenten aus Dotternhausens Nachbargemeinden. Und wer hat das Nachsehen? Die Mehrheit der Dotternhausener Bürger, die Nachbargemeinden und vor allem die Natur.
Warum so pessimistisch? Dem Gemeinderat von Dotternhausen liegt jetzt wieder ein Antrag vor, den Aushub auf dem Plettenberg in zwei Schritten auf die Maximalgrenze zuzulassen. Nach dem klaren Ergebnis des Bürgerentscheids ein Schlag ins Gesicht von Bürgerschaft und Demokratie. Deshalb kann man nur hoffen, dass der Gemeinderat sich auf seine Kontrollfunktion besinnt und diesem maximalen Entgegenkommen gegenüber den rein wirtschaftlichen Interessen von LafargeHolcim einen Riegel vorschiebt.
So wie es das Ergebnis des Bürgerentscheids glasklar verlangt. Und so wie es den Belangen von Umwelt und Natur gerecht wird. Nur in Stichworten: Schutz der Trinkwasserquellen von Ratshausen, Dotternhausen und Dormettingen, Erhalt der Speicherfunktion auch bei Starkregen auf der Hochfläche, Bewahrung der Flora und des Lebensraumes seltener Tiere wie Raubwürger, Neuntöter, Berglaubsänger und Schmetterlingsarten, Lärmschutz für die Anliegerkommunen. Und als Einwohner von Hausen am Tann darf man auch darauf hinweisen, dass mit diesen überzogenen Abbauplänen die Kulisse des Plettenberges Richtung Hausen und Tieringen unwiederbringlich zerstört würde. Und was sollen die begonnenen Dialogveranstaltungen und eine Mediation, wenn Bürgermeisterin und Gemeinderat offenkundig nicht bereit sind, auf die Bürger aus dem eigenen Ort wie die aus den Nachbargemeinden zu hören?
Mein Appell an die Mitglieder des Dotternhausener Gemeinderates: Zeigen Sie Demokratieverständnis und Rückgrat. Treffen Sie keinen Beschluss am 26. Juli über die Süderweiterung und warten Sie damit ab, bis die von Ihnen selbst gestartete Mediation und die von LafargeHolcim begonnen Dialogveranstaltungen abgeschlossen sind. Lassen Sie nicht zu, dass sich das schon jetzt schwierige Theaterstück zu einem richtigen Drama entwickelt.
Hans Edelmann,
Junkergarten 9, Hausen a.T.

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