26.07.2017

Leserbrief

Schlichtweg mit den Aufgaben überfordert

Leserbriefe sollten 80 Druckzeilen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

 
zu: Entscheidung über Abbauflächen auf dem Plettenberg.
Wie lässt sich diese Dreistigkeit von Bürgermeisterin Adrian und dem Gemeinderat anlässlich der bevorstehenden Abstimmung für die weitere Freigabe des Kalksteinabbaues noch steigern? Das erste Bürgerbegehren wurde doch vom Gemeinderat übernommen, aber nicht umgesetzt. Der darauffolgende Bürgerentscheid über die Maximalgrenzen hat Bürgermeisterin Adrian krachend verloren (laut Pressebericht flossen sogar Tränen). Das letzte Bürgerbegehren (mit Festlegung einer klaren Grenze mit 250 Metern) wurde mit rechtswidrigen Methoden von Adrian und dem Gemeinderat verhindert. Und jetzt, nach Geheimverhandlungen mit Holcim, soll das Thema Erweiterung der Plettenberghochfläche heute Abend in der Gemeinderatssitzung schnell durchgepeitscht werden.
Aber erst dann erfolgt am kommenden Samstag großzügigerweise die Absteckung des Abbaugebietes. Und danach ebenfalls in großzügiger Weise ein Mediationsverfahren für die Bürger. Mediation über was? Einfach verkehrte Welt. Dies alles hat mit einer transparenten und demokratischen Bürgerverwaltung nichts mehr zu tun.
Der Gemeinderat und die Bürgermeisterin Adrian müssen sich eingestehen, dass sie mit den derzeitigen Aufgaben schlichtweg überfordert sind. Leider kann hier in Baden-Württemberg die Bürgermeisterin nicht von den Bürgern abgewählt werden. Ein freiwilliger, sofortiger Rücktritt von Bürgermeisterin Adrian könnte ein Beitrag sein, die Spaltung der Gemeinde zu beenden.
Der Schaden für die Bevölkerung beschränkt sich nicht nur auf das Thema Plettenberghochfläche, sondern auch auf den mangelhaften Einsatz bei der Reduzierung der gesundheitsschädlichen Rauchgasemissionen des Zementwerkes und der rechtswidrigen Führung des Eigenbetriebs Nahwärme Dotternhausen.
Wieso vertreten Frau Adrian und der Gemeinderat eigentlich nicht die Interessen ihrer Bürger? Die Bürger von Dotternhausen müssen Konsequenzen ziehen und können sich jetzt nicht mehr aufs Zuschauen beschränken: Forderung nach sofortigem Abbruch aller Verhandlungen mit Holcim. Erst dann eine Weiterführung nach einem Mediationsverfahren und Einstellung der Erpressungspolitik seitens Holcim.
Siegfried Rall
Degenhardtstr. 5, Dotternhausen

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