28.07.2017

Leserbrief

Wer hat noch Vertrauen?

Leserbriefe sollten 80 Druckzeilen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

 
Zu: „Bürger nehmen Adrian ins Kreuzverhör“ vom 27. Juli.
Wir als Aktivisten der BI haben es langsam satt. Aber aufgeben ist auch keine Lösung. Wenn es nach dem Plan von unserer Frau Adrian und ihrem Gemeinderat ginge, dann wäre bereits vor 30 Monaten der Plettenberg in voller Ausdehnung zu katastrophalen Bedingungen freigegeben worden. Jetzt so zu tun, als ob man verantwortungsvoll auf Augenhöhe mit Holcim verhandelt hätte, ist Augenwischerei. Dies begann schon damit, dass die Gespräche bei Holcim und nicht auf dem Rathaus stattfanden. Besucher der letzten GR-Sitzung haben resümiert, dass keine der Fragen zufriedenstellend beantwortet wurde. Wer hatte eigentlich anderes erwartet? Wer hat noch Vertrauen?
Dass alles möglichst unter Ausschluss der Öffentlichkeit passiert, daran haben wir uns schon gewöhnt. Die Aussage aus dem Rat: „die von der BI muss man aussitzen, die werden schon aufgeben“ sagt vieles. Oder einfach schnell entscheiden, ohne dass man die interessierten Bürger vorab umfassend über die Inhalte informiert, die zum Verhandlungsergebnis geführt haben. Da kommen Aussagen wie das Ausstecken der Grenzen hätte die BI verhindert oder Holcim sei glaubhaft und werde schon alles richtig machen.
Dann kommt alles schnell auf die Tagesordnung der GR-Sitzung, abstimmen und erledigt. Grenzen werden danach ausgesteckt. Nun erhebt die BI den Finger und klagt beim Verwaltungsgericht. Daraufhin den Termin absetzen und sagen, es war gut gemeint, aber unglücklich angesetzt. Lug und Trug. Holcim gibt den Zeitplan vor.
Unglückliche Vorgehensweisen reihen sich aneinander und spiegeln die ganze Misere. Die stellvertretende Bürgermeisterin Frau Ringwald spielt bei allem eine undurchsichtige Rolle. In dieser Position, als Sekretärin an entscheidender Stelle des Landratsamtes und als Albvereinsvorsitzende, hat sie viel Einfluß- und Gestaltungsmöglichkeit. All dies stärkt unser Misstrauen und zwingt uns, weiter für Gerechtigkeit und Fairness einzutreten.
Aussagen und Vorgehensweisen, von der Gemeinde ausschließlich vertreten durch die Bürgermeisterin, lassen wenig Hoffnung auf ein gemeinsames Miteinander mit der BI. Es gibt kein Thema, bei dem die Rathauschefin ihr oft zweifelhaftes Tun in Frage stellen würde. Sie hat immer recht. Wie eine Mediation zur Wiederherstellung des Dorffriedens ablaufen soll, ist höchst fragwürdig und hängt vom weiteren Agieren der Gemeinde ab. Guter Wille wird gepredigt, allein mir fehlt der Glaube. Schauen wir mal, wie es weitergeht.
Günter Schäfer
Joh.-Seb.-Bachstraße 15
Dotternhausen

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