01.08.2017

Leserbrief

Wie geht's weiter mit dem Matterhorn?

Leserbriefe sollten 80 Druckzeilen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

 
Zu: „Bürger nehmen Adrian ins Kreuzverhör“, vom 27. Juli.
Die Entscheidung zum Thema Plettenberg ist vertagt, so lange die Verfahren „Dialog“ und „Mediation“ laufen. So habe ich das verstanden. Das ist gut so.
Die Vertreter der Gemeinde haben nach zwei Anläufen zur Entscheidungsfindung hoffentlich endlich gemerkt, dass es so nicht geht, man kann und sollte nichts erzwingen. So kann der Unfrieden im Dorf nicht wieder hergestellt werden. Der Weg über Mediation und Dialog ist in der dadurch entstandenen Situation eine hoffnungsvolle Möglichkeit, einen richtigen und gerechten Weg zu finden. Die Mitglieder der Bürgerinitiative haben sehr kooperativ am Dialog teilgenommen und sich auch zur Mediation bereit erklärt.
Holcim hat es jetzt von Adribo schriftlich, was die Sorgen der Bürger sind und was die Bürger wollen. Darauf muss auch ein Konzern reagieren, wenn er die Bürger achtet. Die Gemeindevertretung, wie auch alle Bürger bitte ich, das Protokoll im Internet zu lesen. Auch sie können erfahren und hoffentlich auch verstehen, was die Bürger bewegt. Außerdem ist es wichtig, sich komplette Klarheit über die rechtliche Situation öffentlich und transparent verschaffen zu können. Solange aber nur geschwärzte Verträge zugänglich gemacht werden, kann kein Vertrauen gebildet werden. Auch ist Holcim, als Rechtsnachfolger von Rohrbach genauso Pflichten- und Vertrauensnachfolger von Rohrbach. Das spüren die Bürger in der jetzigen Situation nicht, besonders so lange ein Gewinnabführungsvertrag existiert. Somit wird das, was die Mitarbeiter in Dotternhausen erfolgreich erarbeiten, nicht hier vollständig versteuert. Das Eine geht nicht ohne das Andere.
Ich hoffe, dass der gute Anfang mit dem ausdrücklichen Willen zu Dialog und Mediation nicht durch mangelnde Transparenz, durch mangelndes Verantwortungsbewusstsein der Verantwortlichen und durch Unehrlichkeit wieder kaputt gemacht wird. Ich hoffe auch, dass sich niemand durch Schmäh- oder Drohbriefe von einem ehemaligen Holcim-Mitarbeiter einschüchtern lässt, damit jetzt eine verträgliche Lösung zum Kalksteinabbau erarbeitet werden kann. Die Bürgerinitiative hat kooperative Initiative zum Wohle der Gemeinde gezeigt, jetzt bitte auch alle anderen.
Die Maßgabe dabei sollte immer sein, der Plettenberg ist für uns so viel wert, wie für die Schweizer Ihr Matterhorn.
Wolfgang Wochner,
Plettenbergstraße 22
Dotternhausen

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