Wippen und schaukeln ist auf modernen Kinderschreibtischstühlen ausdrücklich erlaubt.
Foto: AGR/moizi
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Wippen, kippeln, zappeln

Bewegtes Sitzen sorgt für einen gesunden Kinderrücken.

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Die Einschulung ist etwas ganz Besonderes. Allerdings bringt sie nicht nur positive Veränderungen mit sich, denn Schule bedeutet häufig auch: stillsitzen, lernen und zuhören statt spielen, toben und bewegen. Vor allem das stundenlange Sitzen ist eine schwierige Herausforderung für Kinder, die voller Energie und Bewegungsdrang sind. Zudem kann Stillsitzen der Rückengesundheit sowie der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit der Schüler schaden. Doch es geht auch anders: Die Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. zeigt, wie rücken- und kindgerechtes Sitzen aussieht.

Stundenlanges, starres Sitzen ist eine ungesunde Haltung, die zu Rückenschmerzen und weiteren Beschwerden beitragen kann. Das Stillsitzen in der Schule und daheim bei den Hausaufgaben ist dennoch nach wie vor üblich. Ein weiteres Problem: Viele Kinder sitzen auch in ihrer Freizeit zu häufig und zu lang, etwa beim Spielen an Konsolen oder beim Fernsehen. Da ist es wenig überraschend, dass bereits Kinder und Jugendliche häufig von Rückenschmerzen betroffen sind.

Um zu verhindern, dass Kinder unter Bewegungslosigkeit und deren Folgen leiden, bedarf es effektiver Lösungen. Einige Kindermöbelhersteller verfolgen kreative und innovative Ansätze, um monotoner und starrer Sitzhaltung bei Kindern gar keine Chance zu geben. Wippen, kippeln, zappeln – bei rückengerechten Kinderstühlen gilt das Motto: Je mehr Bewegung beim Sitzen, desto besser. Davon profitiert nicht nur der Rücken, sondern das bewegte Sitzen sorgt auch dafür, dass Kinder sich besser konzentrieren und länger aufmerksam zuhören können.

Sinnvoll sind vor allem multiple Verstellmöglichkeiten, zum Beispiel der Höhe und der Tischplattenneigung oder die Sitztiefe und -höhe des Stuhls, sodass der Tisch auf das Kind und die jeweilige Beschäftigung angepasst werden kann. Zudem gilt: Tisch und Stuhl sollten so aufeinander abgestimmt werden, dass sie eine Einheit bilden.

Bewegtes Sitzen ist wichtig – dennoch sollten Eltern auf ausreichend Bewegung in der Freizeit ihrer Kinder achten und sportliche Interessen unterstützen. Ob Sportverein oder Spielplatz: Die meisten Kinder haben Spaß an Bewegung – und viel Bewegung ist die beste Voraussetzung, ohne Rückenschmerzen aufzuwachsen.

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