Die Abende klingen im Kaminzimmer aus

Schlichemtal, 13.10.2017

Die Abende klingen im Kaminzimmer aus

Die Schlichemtäler trafen sich mit ihren Freunden aus Val d'Oison in der Südpfalz.

 

Zur Herbstwanderung trafen sich dieses Jahr deutsche und französische Mitglieder des Partnerschaftsvereins Oberes Schlichemtal/Val d’Oison in der Südpfalz. Das bedeutete für die französischen Freunde eine Anfahrt von knapp 700 Kilometern. Und wenn sie in diesem Jahr ein deutsches Wort gelernt haben, so wäre es das Wort Umleitung; denn es war wegen der vielen Baustellen um das Ziel herum nicht ganz einfach, dieses zu finden. Mit telefonischer Hilfe schafften es auch die Letzten noch, sodass man am Abend schon im Kaminzimmer gemütlich beisammensaß und Neuigkeiten austauschte.

Die deutsch-französischen Freunde erlebten bei ihrem Herbsttreffen interessante und kommunikative Tage in der Südpfalz.
Die deutsch-französischen Freunde erlebten bei ihrem Herbsttreffen interessante und kommunikative Tage in der Südpfalz. Foto: Privat

Am nächsten Tag stand zunächst die Besichtigung der Burganlage Berwartstein in Erlenbach auf dem Programm. Die Burg stammt noch aus dem 11./12. Jahrhundert und besticht durch ihre exponierte Lage auf einem hohen Sandsteinfelsen. Dort lebte im Mittelalter der berüchtigte Ritter Hans Trapp, mit dem den Kindern im Elsass heute noch gedroht wird. Alle staunten, zu welchen Bauleistungen die Menschen vor so langer Zeit schon fähig waren. Zum Beispiel gibt es einen 104 Meter tiefen in Fels gehauenen Brunnen auf der Burg. Durch die kundige und sehr kurzweilige Führung wurde die „gute“ alte Zeit lebendig, die so gut eben nicht war.

Am Nachmittag wurde nach einer Wanderung ein Erzbergwerk besichtigt, welches über 300 Jahre Erz geliefert hatte und seit 40 Jahren als Schaubergwerk Besucher anzieht.

Interessant war am folgenden Tag der Besuch des Schuhmuseums in Hauenstein. Die französischen Teilnehmer wussten natürlich nicht, dass dort einmal ein Zentrum der deutschen Schuhindustrie bestand. Aber wieso sich das ausgerechnet in dieser Region entwickelte, war auch den deutschen Teilnehmern bis dahin nicht bekannt.

Das Wetter war freundlich und so konnten die Teilnehmer im Dahner Felsenland je nach Kondition und Ausdauer eine längere oder kürzere Wanderung absolvieren. Im Kaminzimmer wurden dann am Abend abwechselnd deutsche und französische Lieder gesungen. Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen, da die französischen Freunde ja wieder eine lange Fahrt vor sich hatten. So hieß es: „Au revoir in Schömberg im nächsten Jahr zu Himmelfahrt.“

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.
counter