Viele ältere Nutzfahrzeuge weisen Mängel auf

Report: Vor allem Transporter und Lkw in den mittleren Gewichtsklassen werden beanstandet.

von dpp-AutoReporter/wpr   Die Kommentarfunktion ist bei diesem Artikel deaktiviert

Die technische Überwachung durch die entsprechenden Organisationen in Deutschland deckt insbesondere bei älteren Kleintransportern und leichteren Nutzfahrzeugen immer wieder „erhebliche Mängel“ auf. Mit dieser Beurteilung fallen mehr als 20 Prozent der Lkw durch die Hauptuntersuchung, wie der Verband der Technischen Überwachungsvereine (VdTÜV) in seinem Nutzfahrzeug-Report 2017 berichtet. Mehr als eine Million HU-Ergebnisse flossen dort ein.

Die Untersuchungsergebnisse dokumentieren wenig überraschend, dass Nutzfahrzeuge oft im Einsatz und hohen Belastungen ausgesetzt sind. Dementsprechend ergab die TÜV-Statistik, deren Daten in den Jahren 2016 und 2015 erhoben wurden, insbesondere bei Transportern und Lkw in den mittleren Gewichtsklassen Mängel über dem Durchschnitt. Zu besseren Ergebnissen gelangten die TÜV-Prüfer bei schweren Lkw über 18 Tonnen. Richard Goebelt, Leiter des Bereiches Mobilität des VdTÜV, erklärt diese niedrigeren Mängelquoten damit, dass „die Flottenbetreiber durch vorausschauende Wartung ihre Fahrzeuge auf der Straße halten müssen“. Sorge bereiten kleinere Transporter, die fünf Jahre und älter sind – unter anderem wegen ihrer von den TÜV-Prüfern häufig festgestellten Bremsenmängel. Derartige Beanstandungen liegen laut Nutzfahrzeug-Report bei einzelnen Modellen nach fünf Jahren bei über 10 Prozent. Angesichts der hohen Geschwindigkeiten, die diese Fahrzeuge erreichen können, und ihrem häufigen Einsatz im belebten Stadtverkehr werten die TÜV-Experten diese Mängelquote als ein Sicherheitsrisiko: „Unternehmen sollten hier mehr Wert auf regelmäßige Wartung ihrer Fahrzeugflotten legen“, fordert Goebelt.

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