Im kühlen Nass gelenkschonend fit werden
Foto: AOK-Mediendienst
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Im kühlen Nass gelenkschonend fit werden

Badesachen und ein Handtuch – mehr braucht es nicht, um schwimmen zu gehen.

von ams   Die Kommentarfunktion ist bei diesem Artikel deaktiviert

Schwimmen macht nicht nur Spaß, sondern zählt auch zu den gesündesten Sportarten“, sagt Bewegungswissenschaftlerin Sabine Nikolai-Reetz. Wem das Bahnenziehen nicht abwechslungsreich genug ist, kann im Wasser auch mit Joggen, Trampolinspringen, Radfahren oder Aerobic seine Fitness verbessern.

Wassersport ist ein effektives Fitnesstraining: Da sich Schwimmer oder Aquasportler gegen den Widerstand des Wassers bewegen, verbrennen sie je nach Geschwindigkeit 500 bis 650 Kalorien pro Stunde, ohne viel Kraft aufwenden zu müssen. Gleichzeitig sorgt die Auftriebskraft des Wassers dafür, dass Gelenke, Bänder und Wirbelsäule entlastet werden. Dadurch eigne sich Schwimmen und Aquafitness auch für übergewichtige Menschen. Für alle, die unter Arthrose oder Rückenschmerzen leiden und wegen des Belastungsschmerzes keinen Sport mehr treiben können, ist Bewegung im Wasser ebenfalls optimal.

Ein weiterer Vorteil: Bei kaum einer Sportart werden so viele Muskelgruppen beansprucht. „Wer häufig ins Becken steigt, fordert alle Muskelgruppen, von den Armen über den Rumpf bis hin zu den Beinen“, informiert Sabine Nikolai-Reetz. Bewegung im Wasser bringt das Herz-Kreislauf-System in Schwung, stärkt die Venen und sorgt für eine gute Durchblutung. Die Atemmuskulatur und das Immunsystem werden ebenfalls trainiert. Nicht zuletzt wirkt Aquasport entspannend und ist gut für die Psyche.

Auf die richtige Körperhaltung achten

Voraussetzung für die positiven Effekte ist die richtige Körperhaltung. So sollten zum Beispiel Brustschwimmer ihren Kopf nicht krampfhaft aus dem Wasser halten, denn das belastet die Halswirbelsäule und den Nacken und kann zu Verspannungen führen. Dabei ist auch ein spezieller Atemrhythmus notwendig. Besonders wirbelsäulenschonend ist das Rückenschwimmen. Dabei sollten Schwimmer aller?dings auf andere Badegäste achten. Wer verschiedene Schwimmstile beherrscht, sollte sie variieren, damit die Muskeln gleichmäßig beansprucht werden. Um schrittweise die eigene Fitness zu steigern, empfiehlt es sich, zweimal pro Woche schwimmen zu gehen. Wer in einem Schwimmbad mit fachkundiger Aufsicht trainieren geht, kann sich bei Fragen an die Experten wenden. Sie können auch kontrollieren, ob die Schwimmstile richtig ausgeführt werden. Meist werden – sowohl von Vereinen als auch von Schwimmbadbetrieben – Kurse wie Aqua-Jogging, Aqua-Cycling oder Wasseraerobic angeboten.

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