Aldi baut neu und groß auf Gehrn

Balingen, 25.01.2018

Aldi baut neu und groß auf Gehrn

Die jetzige Filiale und das Teppich-Frick-Gebäude in der Lange Straße müssen einem Neubau weichen. Die Stadtverwaltung denkt dort über einen sicheren Geh- und Radweg nach. Mit Kommentar.

Aus alt mach neu: Die jetzige Aldi-Filiale in der Lange Straße auf Gehrn weicht einem größeren Neubau. Nur wenige Meter südlich der jetzigen Filiale soll dieser entstehen, dort wo derzeit noch das Gebäude des ehemaligen Teppich-Fricks steht. Das dazugehörige Grundstück hat Aldi erworben, das Gebäude wird abgerissen. Das Genehmigungsverfahren dazu dürfte laut Jürgen Luppold, Pressesprecher der Stadt, bis Ende März abgeschlossen sein. Die Umsetzung des Vorhabens dürfte dann zeitnah erfolgen, so Luppold.

Dort wo derzeit noch das Gebäude des ehemaligen Teppich-Fricks steht, soll der Neubau des Aldi-Marktes hin. Der jetzige Aldi-Markt wird abgerissen, auf dieser Fläche entstehen die 101 Kunden-Parkplätze für den Neubau.
Dort wo derzeit noch das Gebäude des ehemaligen Teppich-Fricks steht, soll der Neubau des Aldi-Marktes hin. Der jetzige Aldi-Markt wird abgerissen, auf dieser Fläche entstehen die 101 Kunden-Parkplätze für den Neubau. Foto: Pascal Tonnemacher

Der neue Aldi-Markt wird größer werden: Der Neubau an der Stelle des jetzigen Teppich-Fricks wird eine Verkaufsfläche von 799 Quadratmetern statt wie bislang 650 Quadratmeter aufweisen. Dort, wo derzeit die Aldi-Filiale mit Parkplatz steht, entstehen 101 Stellplätze für die Kunden der neuen Filiale.

Kommt ein sicherer Überweg?

Erst im Endinger Ortschaftsrat, dann im Gemeinderat: Mehrmals wurden der fehlende sichere Fußgängerüberweg und das Stammgleis bei der Aldi-Filiale in der Lange Straße kritisiert. Werner Jessen (Freie Wähler) mahnte am Dienstagabend im Gemeinderat an: „Es ist ein Stolperstein für Fußgänger und gefährlich für Radfahrer.“ Oberbürgermeister Helmut Reitemann gab an, das prüfen zu lassen.

Jürgen Luppold bestätigte nun am Mittwoch, dass es Überlegungen gebe, das Gleis zurückzubauen und im Bereich der Lange Straße einen Geh- und Radweg parallel zur Straße anzulegen. Das dürfte auch die Endinger Ortschaftsräte freuen, auf deren Gemarkung das Gewerbegebiet Gehrn liegt. Die Räte kritisierten bei der Präsentation der Neubaupläne Aldis, dass dort erneut ein sicherer direkter Überweg sowie ein Gehweg in der Konzeption versäumt wurde. Vor allem für ältere Leute mit Rollatoren sei der Überweg an der Kurve gefährlich.

Konkrete Pläne hat die Stadtverwaltung dafür jedoch noch nicht. Zur Umsetzung müsste auch der Bebauungsplan geändert werden, diesen müssten der Technische Ausschuss und der Gemeinderat genehmigen, so Luppold. Weder das noch der Fußgängerüberweg werden jedoch mit dem Aldi-Neubau umgesetzt, sagte Luppold.

ZAK-Volontär Pascal Tonnemacher.
ZAK-Volontär Pascal Tonnemacher.

Kommentar: Nicht zu lange warten

Das Stammgleis in der Lange Straße auf Gehrn könnte endlich weg, ein sicherer Geh- und Radweg endlich her. Die Stadt bestätigt derartige Überlegungen. Auch ein sicherer Fußgängerüberweg wäre denkbar. Wie Stadtrat Jessen zurecht anmahnt, wären die jährlichen Kosten von knapp 5000 Euro für das funktionslose Stammgleis woanders besser investiert. Wären die Stolpergleise endlich weg, wäre der Weg wortwörtlich frei für Fußgänger. Auch für diejenigen, die nicht mal eben in einer Hundertstelsekunde zwischen zwei Autos über die Straße huschen können und wollen. Bleibt nur zu hoffen, dass aus den Überlegungen der Stadtverwaltung auch konkrete Pläne werden. Was lange versäumt wurde, könnte endlich nachgeholt werden. Die Fußgänger würden es sicherlich danken. Natürlich ist es immer einfach, etwas zu fordern, schließlich kann nicht für alles Geld da sein. Doch abzuwarten, bis der Erste an dieser Stelle bei einem Unfall ernsthaft verletzt wird, wäre zynisch. Der Einzelhandel investiert auf Gehrn, die Stadt sollte es auch tun für die Sicherheit ihrer Bürger.

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