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Kreis-SPD-Chef Alexander Maute kritisiert zusammen mit Juso-Chefin Lara Herter die CDU-Abgeordneten mit Regierungsämtern scharf.
Kreis-SPD-Chef Alexander Maute kritisiert zusammen mit Juso-Chefin Lara Herter die CDU-Abgeordneten mit Regierungsämtern scharf. Foto: Pascal Tonnemacher
Kreis-SPD-Chef Alexander Maute kritisiert zusammen mit Juso-Chefin Lara Herter die CDU-Abgeordneten mit Regierungsämtern scharf.
Kreis-SPD-Chef Alexander Maute kritisiert zusammen mit Juso-Chefin Lara Herter die CDU-Abgeordneten mit Regierungsämtern scharf. Foto: Pascal Tonnemacher

Zollernalbkreis, 15.04.2018

Kritik an CDU-Abgeordneten: „Durchreisende im Wahlkreis“

Ob Polizeischule oder Elektrifizierung der Zollernbahn: Die Genossen des SPD-Kreisverbands Zollernalb stellen das Engagement der CDU-Abgeordneten in Regierungsämtern für ihre Wahlkreise infrage.

von Pressemitteilung der SPD Zollernalb  

Kreis-SPD-Chef Alexander Maute kritisiert, dass dadurch sowohl auf Landesebene als auch auf Bundesebene die Wahlkreisverteilung fehle. Thomas Bareiß und Nicole Hoffmeister-Kraut seien leidlich „Durchreisende im eigenen Wahlkreis“, heißt es in der Pressemitteilung.

Während Annette Widmann-Mauz jüngst zur Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration berufen wurde, ist Thomas Bareiß seit wenigen Wochen Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie – und zudem neuer Tourismusbeauftragte der Bundesregierung. „Wo daneben noch ausreichend Zeit bleiben soll, die politischen Interessen ihrer Wahlkreise zu vertreten, ist mir unklar“, kritisiert der SPD-Politiker. Die Vorstellung, dass die neuen Ämter einen Mehrwert für den Zollernalbkreis mit sich bringen, bezweifelt der SPD-Kreisvorsitzende stark: „Beide werden darauf bedacht sein, sich nicht nachsagen zu lassen, als Regierungsmitglieder den eigenen Wahlkreis zu bevorzugen“.

Während der Tübinger Wahlkreis von Annette Widmann-Mauz immerhin durch drei weitere Bundestagsabgeordnete vertreten wird, wird der Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen seit vielen Jahren lediglich durch Thomas Bareiß repräsentiert.

Auch Nicole Hoffmeister-Kraut steckt laut Juso-Chefin Lara Herter in dem Dilemma, Verantwortung für das ganze Land übernommen zu haben und somit den Aufgaben im eigenen Wahlkreis nur noch bedingt nachkommen zu können. Dies werde auch nicht dadurch kompensiert, dass Hoffmeister-Kraut vor Ort wann immer möglich Grußworte sprechen und Eröffnungsreden halten darf. Besondere Vorteile durch das Ministeramt ergeben sich gleichfalls keine, „dies haben jüngst die Bürger in Meßstetten in Sachen Polizeischule erkennen müssen“, erinnert Herter. Kreis-SPD-Chef Maute spricht auch die Entwicklung bei der Elektrifizierung der Zollernbahn an: „Auch hier wäre es unlängst nötig gewesen, dass sich Frau Hoffmeister-Kraut verstärkt den Interessen ihres Wahlkreises zuwendet und es nicht lediglich bei Absichtserklärungen belässt.“ Doch sei sie inzwischen – wie fortan auch Thomas Bareiß – lediglich „Durchreisende im eigenen Wahlkreis“. Leidtragende dieser CDU-Karrieren in der Region seien nach Ansicht der beiden SPD-Politiker vor allem die Bürger im Zollernalbkreis.

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