Bild Elisabeth Brandau gelingt Sensation
Völlig erschöpft, aber überglücklich: Elisabeth Brandau. Foto: Michael Würz
Völlig erschöpft, aber überglücklich: Elisabeth Brandau. Foto: Michael Würz
Völlig erschöpft, aber überglücklich: Elisabeth Brandau. Foto: Michael Würz
Völlig erschöpft, aber überglücklich: Elisabeth Brandau. Foto: Michael Würz

Albstadt, 21.05.2018

Elisabeth Brandau gelingt Sensation

Das hätte niemand für möglich gehalten: Trotz Erkältung fährt die Deutsche in Albstadt auf Platz fünf.

Beim souveränen Sieg der Schweizerin Jolanda Neff ist Elisabeth Brandau aus Schönaich (Landkreis Böblingen) bei der Albstädter Schlammschlacht auf Platz fünf gefahren.

Dabei waren die Voraussetzungen für eine vordere Platzierung alles andere als gut. Die zweifache Mutter musste zum einen aufgrund des Ergebnisses beim freitäglichen Short Track Race aus der sechsten Reihe starten und hatte zum anderen neben der schlammigen und rutschigen Strecke mit einer einer Erkältung zu kämpfen.

„Ich lag letzte Woche komplett im Bett und war froh, dass ich überhaupt beim Short Race auf dem 18. Platz gelandet bin“, sagte Brandau, die trotz aller Widrigkeiten im „Bullentäle“ ihr bestes Weltcup-Ergebnis einfuhr und erstmals in ihrer Karriere das Podium besteigen durfte. „Heute war entscheidend, dass ich meinen Rhythmus gefunden habe und auf den Abfahrten nichts riskiert hab'“, sagte eine glückliche Brandau.

Beinahe wäre für die Schönaicherin ein noch besserer Ergebnis herausgesprungen, doch Brandaus Aufholjagd kostete Kraft. „Das Schwierigste war für mich das Überholen. Wenn du in deinem Tempo den Berg hoch fährst, kostet es nicht so viel Körner, wie wenn du immer attackieren musst, um vorbei zukommen“, wusste Brandau, „ich konnte in der letzten Runde – eigentlich da, wo es drum ging – nicht mehr mitgehen.Es wäre heute mehr drin gewesen, wenn ich weiter vorne gestartet wäre“. So verlor sie auf der finalen Schleife den Kontakt zu Yana Belomonia (Ukraine), Anne Tauber (Niederlande) und Alessandra Keller (Schweiz). Diese Drei machten Platz zwei bis vier unter sich aus. Vorjahressiegerin Belomonia setzte kurz vor der Steilwand die entscheidende Attacke und hängte Tauber ab.

Die Ukrainierin hatte sich zuvor das Rennen hervorragend eingeteilt. Zu Beginn sah es so aus, als ob Belomonia nichts mit dem Ausgang zu tun hätte – weit gefehlt. Auf Platz drei landete Tauber vor der von Stürzen immer wieder zurückgeworfenen und aufopferungsvoll kämpfenden Keller.

Einen Start-Ziel-Sieg feierte Jolanda Neff bei den Frauen. Die Schweizerin diktierte das Rennen nach Belieben und hatte am Ende mehr als zwei Minute Vorsprung auf die Zweite Yana Belomoina aus der Ukraine.
Einen Start-Ziel-Sieg feierte Jolanda Neff bei den Frauen. Die Schweizerin diktierte das Rennen nach Belieben und hatte am Ende mehr als zwei Minute Vorsprung auf die Zweite Yana Belomoina aus der Ukraine. Foto: Bernard Moschkon

Derweil fuhr Neff ein einsames Rennen an der Spitze. Sie überquerte mit mehr als zwei Minuten Vorsprung die Ziellinie. „Für mich war es ein sehr angenehmes Rennen, weil ich immer im Bilde war, wie groß der Abstand zu den anderen Fahrerinnen war. Ich wusste immer, dass ich auf der sicheren Seite bin. Ich habe mich gut gefühlt und die Abfahrten haben super viel Spaß gemacht“, sagte Neff. „Das sind meine allerliebsten Bedingungen. Ich hatte einen guten Start und war immer mit vorne dabei und konnte dann mein Tempo fahren“, fügte die Schweizerin, die auch die „fantastische“ Stimmung auf der Strecke lobte.

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UCI-Weltcup 2018.

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