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Die erste Etappe ab Tübingen (im Bild) ist geschafft. Am Mittwoch in aller Frühe soll der Schwertransport dann in Engstlatt eintreffen.
Die erste Etappe ab Tübingen (im Bild) ist geschafft. Am Mittwoch in aller Frühe soll der Schwertransport dann in Engstlatt eintreffen. Foto: TransnetBW/Jan Potente
Die erste Etappe ab Tübingen (im Bild) ist geschafft. Am Mittwoch in aller Frühe soll der Schwertransport dann in Engstlatt eintreffen.
Die erste Etappe ab Tübingen (im Bild) ist geschafft. Am Mittwoch in aller Frühe soll der Schwertransport dann in Engstlatt eintreffen. Foto: TransnetBW/Jan Potente

Hechingen/Balingen, 29.05.2018

In der kommenden Nacht rollt der Schwertransport nach Engstlatt

In drei Etappen wird ein fast 300 Tonnen schwerer Transformator von Tübingen nach Engstlatt gefahren. Läuft alles nach Plan, dürfte der rollende Riese in der kommenden Nacht gegen 3 Uhr am Umspannwerk ankommen. 

von Stephanie Apelt  

Das ist ein wahres Monster, das da anrollt: 538 Tonnen schwer, 75,5 Meter lang, von der Spitze des ersten Lastwagens bis zum Ende. Transportiert wird ein neuer 380-Kilovolt-Transformator von der Bahn-Umladestelle in Tübingen in das Umspannwerk Engstlatt (wir berichteten). Und weil das Gefährt eben gar so schwer und lang ist, wird sich dem Ziel in einem wahren Zickzack-Kurs genähert, wie Alexander Schilling, Pressesprecher der TransnetBW GmbH, erläutert.

Der Austausch des Trafos ist notwendig, aber eben mit enormem Aufwand verbunden. Eine Spezialfirma, die Spedition Kübler aus Schwäbisch Hall, ist damit beauftragt. Die haben schon  eine russische Raumkapsel (Typ Sojus) oder Boing 747 ins Auto- und Technikmuseum in Speyer geliefert. Die Vorbereitungen für den Trafo-Transport haben Monate gedauert. Bis Tübingen ging es per Bahn, dann wird auf die Straße umgesetzt. Drei Nächte dauert es, bis das Ziel in Engstlatt erreicht ist. Gefahren wird, um den Verkehr möglichst wenig zu stören, nur nachts. Am Mittwochfrüh soll die tonnenschwere Fracht in Engstlatt eintreffen.

Mitten nach Bisingen hinein

Bis dahin aber ist es noch ein weiter Weg. Denn es geht nicht einfach gerade über die B 27. Da gibt es Brücken, die für die Last nicht ausgelegt sind, Unterführungen, unter denen der Schwertransport nicht durchkäme. Und an manchen Stellen ist es für das Riesengefährt nun mal einfach zu eng.

In Bodelshausen geht es von der B 27 runter, über Sickingen auf die Landesstraße 410, an der Tankstelle vorbei nach Rangendingen. Von dort dann weiter nach Grosselfingen. Dann schiebt sich der Koloss Richtung Bisingen unter der B 27 durch, zirkelt sich durch den ersten Kreisverkehr am Ortseingang, um dann über den zweiten in der Ortsmitte über die Steinhofener- und die Balinger Straße – da muss sogar die Straßenbeleuchtung abmontiert werden – an der Anschlussstelle Steinhofen/Engstlatt (beim Geflügelhof) auf die B 27 zu rangieren – und zwar rückwärts. Um ein Stück weiter über eine Behelfsausfahrt – Mittelleitplanke und Schutzplanken werden dafür abmontiert – wohlbehalten zum Umspannwerk zu gelangen. Ein Megatransport, eine Megaleistung. „Das ist schon einfach immer wieder beeindruckend, wenn man das sieht“, gibt selbst Pressesprecher Schilling zu.

Rückwärts auf die B 27

Der Transformator soll in Engstlatt die Spannung aus Überlandleitungen reduzieren. So dass am Ende die Spannung für jede Steckdose passt. Der alte Trafo wird direkt in der Anlage demontiert und dann verschrottet. Immerhin: So schnell muss ein derartiger Schwertransport nicht wieder anrollen. Der neue Transformator soll über 35 Jahre halten.

Info

Das 380- und 110-kV-Umspannwerk Engstlatt ist zentraler Knotenpunkt für die Energieversorgung im Raum Zollernalb.

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