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Peter Frey ist heute Abend in Meßstetten zu Gast.
Peter Frey ist heute Abend in Meßstetten zu Gast. Foto: Klaus Irion

Meßstetten, 08.06.2018

Die Zweifler zurückgewinnen

ZDF-Chefredakteur Peter Frey plädierte am Freitagabend vor über 500 Besuchern, dass Journalisten in Zeiten von Fake-News wieder selbstbewusster auftreten.

von rio, mwü, vs  

Es müsse Sorge dafür getragen werden, dass das Virus des Zweifels an der Arbeit der Medienvertreter nicht in die Mitte der Gesellschaft überspringe, sagte er beim zweiten Bürgerempfang der Stadt Meßstetten in der gut gefüllten Heuberghalle.

Verewigt im Goldenen Buch der Stadt: ZDF-Chefredakteur Dr. Peter Frey.
Verewigt im Goldenen Buch der Stadt: ZDF-Chefredakteur Dr. Peter Frey. Foto: Volker Schweizer

Ausdrücklich lobte Peter Frey die Recherchen des ZOLLERN-ALB-KURIER in Zusammenhang mit wilden Gerüchten rund um die Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge. Alle Behauptungen seien zerpflückt und auseinandergenommen worden. „Die Glaubwürdigkeitswerte vor allem auch der regionalen Medien steigen wieder, gerade in Zeiten der Krise.“

Am Freitagabend blieb auch viel Zeit für Gespräche und Begegnungen.
Am Freitagabend blieb auch viel Zeit für Gespräche und Begegnungen. Foto: Volker Schweizer

Für Großkonzerne wie Facebook forderte er eine digitale Aufsicht – ähnlich dem Presserat, der über die klassischen Medien wacht. In der virtuellen Welt sollten keine rechtsfreien Räume geduldet werden. 

Journalisten sollten sich weigern, wie Populisten zu denken, mahnte Frey. Drei Thesen stellte er für die künftige Arbeit in den Raum: Journalisten müssen kritisch und aufklärerisch arbeiten, ihr Tun erklären und Fehler eingestehen. Fernsehleute sollten sich darüber hinaus mehr in Demut üben. Die TV-Bühne dürfe nicht zur Kanzel werden.

Für die festliche Umrahmung des Bürgerempfangs sorgten Katja Steidle und Ferdinand Raiber aus Heinstetten.
Für die festliche Umrahmung des Bürgerempfangs sorgten Katja Steidle und Ferdinand Raiber aus Heinstetten. Foto: Volker Schweizer

So könne man auch die Zweifler wieder zurückgewinnen. Und trotzdem: Nach wie vor hätten Umfragen zufolge über 70 Prozent der Deutschen großes Vertrauen in die Medien. Zum Umgang mit der AfD riet er: Man solle sie wie jede andere Partei behandeln. Nüchtern und kritisch, sie nicht überhöhen, aber auch nicht ausgrenzen. Was von ihr komme, sei häufig dünn.

Mit einem Rück- und Ausblick des Bürgermeisters auf die Stadtpolitik wurde der Empfang eröffnet. Beide Reden sorgten anschließend am reichhaltigen Buffet für viel Gesprächsstoff. Mehr dazu lesen Sie am Samstag in Ihrem ZOLLERN-ALB-KURIER. 

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