13.06.2018

Leserbrief

Die Bürgermeinung bleibt unberücksichtigt

Leserbriefe sollten 80 Druckzeilen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.
 
Welche Verpflichtungen
Schon vor längerer Zeit habe ich ihr in einem Schreiben meine Sichtweise mitgeteilt, die sich mit vielen Bürgern deckt.
Sie und ihr Gremium haben aber die Vorgehensweise nicht erkennbar geändert. Die Bürgermeinung von über 600 Einwohnern nach dem Bürgerentscheid bleibt unberücksichtigt. Gegen zwei weitere Bürgerbegehren wird anwaltlich vorgegangen.
Für wen stehen unsere gewählten Gemeindevertreter? Ob alles noch mit dem Amtseid in Einklang ist?
Zu Rohrbachzeiten war es noch ein annehmbares Nehmen und Geben. Die Abbaumengen waren für den Süddeutschen Zementbedarf ausgerichtet. Für Holcim mit 3-4-facher Steigerung waren sie nicht gedacht. Abbaugebühr und Gewerbesteuer wurden angemessen bezahlt.
Zwölf Jahre lang haben die Gemeindevertreter ab Holcim vielfach nicht bemerkt, wie der Abbau gesteigert und die Einnahmen stark stagniert sind. Niemand hat erkennbar die Hand erhoben und hat bei dem Zementmulti die Missstände angeprangert. Nun steht die Entscheidung über das Schicksal des Berges und des Geldes an.
Der Name Adrian wird als Oberverantwortliche in den Geschichtsbüchern stehen. Unter ihrer Einflussnahme und Steuerung werden die Dinge vorbereitet. Sie sitzt in allen entscheidenden Gremien und lenkt und regelt. Aus meiner Sicht stets mit bevorzugter Parteinahme für Holcim.
Ist es richtig, dass man mit einem Krümel an Gewerbesteuer zufrieden ist? Hat sie nicht bemerkt, dass Dotternhausen von einer der finanzstärksten Gemeinden zu einem Hinterbänkler geworden ist, wo es an allen Ecken und Enden fehlt.
Dies alles mit rund 50 Arbeitsplätzen für Bürger von Dotternhausen zu verteidigen, ist eine Fehlinterpretation.
Etliche Bürger von Dotternhausen versuchen seit mehr als drei Jahren mit den Gemeindevertretern in Dialog zu kommen und vertretbare Lösung zu finden. Dies ist äußerst schwierig.
Fragen bei Sitzungen haben strenge Regeln.
Die Infoveranstaltung musste fast erzwungen werden. Bürgerbegehren werden ignoriert oder bekämpft, das meiste in nichtöffentlichen Sitzungen behandelt, Akteneinsicht möglichst verweigert.
Alles Wesentliche wurde in den Akten als Geheimnis unkenntlich gemacht. Jeder, der die Angelegenheiten rund um den Plettenberg seit langem verfolgt und der bei den bisherigen Holcim-Veranstaltungen war, kann sich ein Bild davon machen, wie dies alles abläuft. Nutzen Sie die Zeit sinnvoller.
Holcim soll weiter die Vereine am Ort und der Umgebung unterstützen und sich damit Verständnis und Ruhe einkaufen. In unzähligen Beispielen könnte ich aber Missstände anprangern.
Günter Schäfer
Johann-Sebastian-Bachstr. 15
Dotternhausen

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