Balingen in Miniaturgröße
Sieglinde Hallabin, Walter Bleibel und Ottmar Erath (von links) planen und betreuen das Projekt.
Sieglinde Hallabin, Walter Bleibel und Ottmar Erath (von links) planen und betreuen das Projekt. Foto: Lea Irion
Sieglinde Hallabin, Walter Bleibel und Ottmar Erath (von links) planen und betreuen das Projekt.
Sieglinde Hallabin, Walter Bleibel und Ottmar Erath (von links) planen und betreuen das Projekt. Foto: Lea Irion

Balingen, 03.08.2018

Balingen im Miniaturformat

Mit Kindern und Jugendlichen aus der Region bauen Sieglinde Hallabrin, Walter Bleibel und Ottmar Erath die Balinger Fußgängerzone im Kleinformat nach.

von Lea Irion  

Die Idee kam Ottmar Erath eines Tages beim Lego-Spielen mit seinen Kindern. Eine alte Leidenschaft verbindet ihn mit den vielen kleinen Bausteinen, die man nach Lust und Laune zusammensetzen kann. Aus dieser Inspiration entwickelte sich ein viel größeres Projekt, als Erath es zunächst im Kopf hatte. Denn zusammen mit der Volkshochschule möchte er die Balinger Fußgängerzone in Miniaturgröße nachbauen.

Wie konzipiert man Lego-Pläne für reale Gebäude?

Zusammen mit Sieglinde Hallabrin und Walter Bleibel veranstaltete Erath einen Infoabend im März. Dieser wurde von weit mehr als Hundert Interessenten besucht, viele Kinder und Jugendliche erklärten sich dazu bereit, beim Aufbau mitzuwirken. Somit war der Grundbaustein des Vorhabens gelegt. Doch da stießen die Initiatoren bereits auf die erste Hürde: Wie konzipiert man denn überhaupt Lego-Baupläne für reale Gebäude?

Eine spezielle Software von Lego hilft

Die Lösung hierfür wurde rasch gefunden, denn das dänische Unternehmen stellt für besonders kreative Köpfe eine kostenlose Software bereit, mit der man am Computer nach Belieben Bausteine platzieren kann. Um möglichst realitätsnah bauen zu können, haben die Betreuer des Projekts mehr als Tausend Bilder von den knapp fünfzig Gebäuden der Fußgängerzone gemacht. Auch einzelne Häuser und Einrichtungen in anderen Teilen Balingens sollen nach und nach dazukommen, so sind unter anderem das Landratsamt oder die Zehntscheuer geplant.

Allein die Mediothek besteht aus 1500 Bauklötzen

Insgesamt 70 Kinder und Jugendliche werkeln einmal monatlich an den Modellen, meist einen ganzen Samstag lang. Besonders zeitintensiv gestaltet sich die Umsetzung vom Realen in das Virtuelle, da nicht jedes Detail nachgebaut werden kann. Bis zum heutigen Tag wurden bereits mehr als 12 000 Bausteine verwendet, allein die Mediothek besteht aus 1500 Einzelteilen. Einige Gebäude sind schon fertig, wie beispielsweise das Rathaus. Diese konnten am Freitag beim Kirchplatz bewundert werden. Dort gab es einen Infostand über das Projekt, bei dem Kinder vor Ort mitgebaut haben. Die fertigen Stadtlandschaften und Dioramen werden bei der Gartenschau 2023 ausgestellt.

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