Von wegen Ruhe und Stand

Balingen, 09.08.2018

Von wegen Ruhe und Stand

Die Philipp-Matthäus-Hahn-Schule Balingen verabschiedete Helmut Gronbach und Rolf Haug nach vielen Jahren am Lehrerpult nun in den Ruhestand.

von Dr. Ines Mayer  

Ein Abschied schmerzt immer, auch wenn man sich schon lange darauf freut.“ Mit diesem Satz fasste der Schulleiter der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule, Eugen Straubinger, nicht nur die Stimmung der zwei „Jungpensionäre“ Helmut Gronbach und Rolf Haug zusammen, die am letzten Schultag verabschiedet wurden, sondern auch die der Kolleginnen und Kollegen. Über viele Jahre sind die beiden an der Gewerblichen Schule tätig gewesen. „Vieles trägt Ihre Handschrift“, fasste Straubinger zusammen.

PMH-Schulleiter Eugen Straubinger (links) und der stellvertretende Schulleiter Martin Schatz (rechts) verabschieden Helmut Gronbach (Zweiter von links) und Rolf Haug in den Ruhestand.
PMH-Schulleiter Eugen Straubinger (links) und der stellvertretende Schulleiter Martin Schatz (rechts) verabschieden Helmut Gronbach (Zweiter von links) und Rolf Haug in den Ruhestand. Foto: Dr. Ines Mayer

Helmut Gronbach war 1981 mit der Lehrbefähigung Energie- und Nachrichtentechnik und Physik in den Vorbereitungsdienst für das höhere Lehramt an der Gewerblichen Schule Esslingen eingetreten. 1983 wurde er zum Studienrat ernannt, 1992 wechselte er an die Gewerbliche Schule Albstadt und wurde dort ein Jahr später zum Oberstudienrat befördert.

An die Gewerbliche Schule Balingen kam Gronbach 2004, wo er 2006 als Studiendirektor die Leitung der Elektroabteilung übernahm. Seit 2012 war er überdies für den Kfz-Bereich zuständig. Helmut Gronbach wird von seinen Kollegen als unaufgeregt und souverän, aber auch als besonders humorvoll geschätzt. Auch trifft die Aussage in einer dienstlichen Beurteilung voll zu, wonach Gronbach „mit seiner pädagogischen Begabung und seiner natürlichen Autorität von den Schülern als Vorbild angenommen werde“.

Man muss ergänzen: Auch die Ausbildungsbetriebe im dualen System schätzten die Kooperation mit ihm. Wenn Helmut Gronbach nun in den Ruhestand geht, kann von Ruhe und stehen keine Rede sein. Als Vorsitzender des Bouleclubs Mengen-Ennetach übt er außer diesem noch einen weiteren französischen Nationalsport aus: Gronbach ist passionierter Radfahrer.

Dabei ist er nicht nur im flachen Oberschwaben unterwegs, er überquert regelmäßig die höchsten Alpenpässe.

Kein Wunder, dass sich Gronbach auf den neuen Lebensabschnitt freut: „Die Pensionierung ist gefühlt für mich wie eine Punktlandung“, sagt er. Und dabei beantwortet er selbst die Frage, ob er sich in seinem Beruf wohl gefühlt habe: „Ich war immer gern Gewerbelehrer. Das ist es, was zählt!“

Gern Gewerbelehrer war auch Rolf Haug, der an der PMH-Schule im Metallbereich in der Werkstatt tätig war. Dort hat er unter anderem die Schülerinnen und Schüler der zweijährige Berufsfachschule erfolgreich auf ihre Fachprüfungen vorbereitet. Ob ihm dabei zugute kam, was einmal in einer dienstlichen Beurteilung stand: „Der Lehrer spricht durchweg Dialekt“?

Angefangen hatte die Schullaufbahn des Maschinenbautechnikers Rolf Haug 1978 mit der Einstellung als Technischer Lehrer an der Gewerbeschule Albstadt. 1981 wurde er an die Gewerbliche Schule Balingen versetzt und dort 1984 auf Lebenszeit verbeamtet. 1996 wurde Rolf Haug zum Technischen Oberlehrer befördert. Neben seiner Unterrichtstätigkeit an der PMH-Schule in Balingen war Haug für die Kreishandwerkerschaft Zollernalb tätig, für die er Meisterkurse in CNC-Technik gab. Seine Kollegen in der Metallwerkstatt schätzen seine Umgänglichkeit und Geselligkeit.

Auch Rolf Haug ist dem Zweiradsport verhaftet, allerdings dem motorisierten. Ob er sich nun im Ruhestand einen alten Traum erfüllen wird, hängt vom amerikanischen Präsidenten und seiner Zollpolitik ab: Rolf Haug möchte sich schon lange eine Harley-Davidson anschaffen.

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