11.08.2018

Leserbrief

Und wieder einmal fehlt der Mut zum Nein

Leserbriefe sollten 80 Druckzeilen nicht überschreiten. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor.

 
Zu: Planungen für ein neues Feuerwehrhaus in Hartheim
Es war für mich schon eine Qual mit unserem ehemaligen Schultes und dessen nach dem Schnabel pfeifenden. Und ich hatte nach einem persönlichen Gespräch mit unserem neuen Schultes den festen Glauben, dass sich endlich so Einiges ändern und verbessern könnte, für und in unserer Gemeinde.
Jedoch beim im Thema „Feuerwehr“ herrscht offensichtlich weiterhin Fehlanzeige! Ein ehemaliger Gemeinderat hat mir in einem Vier-Augen-Gespräch einmal erzählt, dass man(n) seine Entscheidungen in der Ausübung seines Amtes als Gemeinderat nie gegen die Interessen der Kirchen und auf keinen Fall gegen die Feuerwehr entscheiden sollte.
An diesem Gedankengut wird sich wohl auch unter dem heutigen Schultes und den aktuell gewählten Gemeinderäten meiner Heimatstadt zeitnah wohl auch nichts ändern!
Wie sonst ließe sich eine erneute und nachweislich absolute zukünftige Fehlinvestition in Höhe, Art und Weiserechtfertigen?
Nachdem einige Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Hossingen vor wenigen Jahren die Meinung vertreten hatten, dass sie sich ein neues Feuerwehrfahrzeug wünschen – und damit nicht genug zeitgleich auch noch ein neues Gerätehaus für dieses Fahrzeug gebaut werden solle.
Nun kommen auch noch die Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Hartheim auf demselben Esel daher. Dabei scheint der Mehrheit im aktuellen Gemeinderat das Standing zu fehlen, absolute und auch für Jedermann nachvollziehbare Vetos in die Diskussion gegen dieses Vorhaben einzubringen.
Die Kosten in Hossingen für die damalige wahnwitzige Investition liefen schon komplett aus dem Ruder und werden wohl auch in Hartheim aus dem Ruder laufen. Ganz davon zu schweigen, dass der Kosten-/Nutzenfaktor in keinem Verhältnis stehen wird.
Ganz davon zu schweigen, dass die anderen Teilgemeinden selbstverständlich in nichts nachstehen werden und deren Wunschlisten auch schon, wenn nicht schon geschehen, geschrieben werden bzw. geschrieben wurden.
Natürlich benötigen die Damen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr Meßstetten das aus deren Sicht sinnvolle, nützliche, notwendige und ausreichende Equipment, um Leben zu retten. Jedoch in Zeiten von zu erwartenden finanziellen stark sinkenden Steuereinnahmen und fehlenden jungen Feuerwehrdamen und Männern sollten sich die in der Verantwortung stehenden ihre Entscheidungen nicht nach wiederwahlpolitischen Denken aufzwängen lassen.
Es wäre im Sinne aller, wenn diese im Raum stehenden Entscheidungen erneut in den dafür gewählten Gremien diskutiert würden.
Nach meiner festen Überzeugung ist es zielführender und finanziell überschaubarer und viel besser zu managen, eine zentralisierte Freiwillige Feuerwehr in unserer Stadt zu unterhalten.
Thomas Riedel
Friedrich-Silcher-Straße 35
Meßstetten

Mehr zum Schlagwort

Politik.

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.
counter