Farbenfroher Herbst auf dem Friedhof
Herbststimmung auf dem Friedhof: Durch das Zusammenspiel von Licht und den sich verfärbenden Blättern entsteht eine besondere Atmosphäre.
Herbststimmung auf dem Friedhof: Durch das Zusammenspiel von Licht und den sich verfärbenden Blättern entsteht eine besondere Atmosphäre. Foto: djd/Gesellschaft Deutscher Friedhofsgärtner, Bonn
Herbststimmung auf dem Friedhof: Durch das Zusammenspiel von Licht und den sich verfärbenden Blättern entsteht eine besondere Atmosphäre.
Herbststimmung auf dem Friedhof: Durch das Zusammenspiel von Licht und den sich verfärbenden Blättern entsteht eine besondere Atmosphäre. Foto: djd/Gesellschaft Deutscher Friedhofsgärtner, Bonn

Farbenfroher Herbst auf dem Friedhof

Besonders zu den Feiertagen im November sind Friedhöfe Orte des Erinnerns und der Besinnung.

von djd  

Warm, erdig und leuchtend – die Farben des Herbstes halten auch auf dem Friedhof Einzug. Sie zaubern gerade im eigentlich tristen Herbst etwas leuchtend Schönes in die Umgebung. Besonders farbenfroh und formenreich geht es dabei auf den Gräbern zu: Astern, Sedum, Chrysanthemen, Enzian, Hebe, Christrosen und Alpenveilchen sind ebenso wie Gestecke und Sträuße sichtbare Zeichen des Gedenkens, der Dankbarkeit und der Verbundenheit. Auch Ziergräser als Symbol für das Getreide oder Zierkürbisse als Stellvertreter für die vielen verschiedenen Früchte vom Feld gehören dazu.

Enzian liegt im Herbsttrend

Friedhofsgärtnerin Birgit Ehlers-Ascherfeld möchte auf keine Jahreszeit verzichten, aber den Herbst mag sie besonders gern: „Das dominante Grün des Sommers tritt nun etwas in den Hintergrund. Durch das Zusammenspiel von Licht und den sich verfärbenden Blättern entsteht eine besondere Atmosphäre, die wir Friedhofsgärtner mit in unsere gestalterische Arbeit aufnehmen.“ Was die Bepflanzung auf den Gräbern angehe, gebe es im Herbst fast keine Grenzen. „In diesem Jahr ist Enzian besonders angesagt“, so Ehlers-Ascherfeld. Enzian gebe es in vielen Arten, eine davon ist der sogenannte Herbstenzian. Von August bis November trägt er aufrechte, blaue, glockenförmige Blüten. „Enzian lässt sich wunderbar mit Heide, Gräsern, Alpenveilchen und anderen Herbstpflanzen kombinieren. Zudem steht Enzian der symbolischen Bedeutung nach für Treue und Liebe“, erklärt Friedhofsgärtnerin Ehlers-Ascher?feld.

In Gestaltungsfragen auf dem neuesten Stand

In Gestaltungsfragen sind Friedhofsgärtner immer auf dem neuesten Stand und wissen, wie sie Neuheiten und aktuelle Trendpflanzen geschmackvoll in die Grabgestaltung integrieren können. Die Friedhofsgärtner beraten und übernehmen auf Wunsch auch die saisonal wechselnde Neubepflanzung und die dauerhafte Grabpflege. Fachgerecht umsorgt präsentiert sich die letzte Ruhestätte das ganze Jahr über attraktiv.

 

Die beiden Feiertage im Überblick

Allerheiligen und Allerseelen sind in der Praxis quasi zu einem Feiertag verschmolzen. Theologen erklären es sich unter anderem damit, dass Allerheiligen in katholisch geprägten Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag ist, Allerseelen jedoch nicht.

Ursprünglich wurde an Allerheiligen am 1. November – wie der Name schon sagt – allen Heiligen gedacht. Auf katholisch.de heißt es dazu: Der Theologe Ulrich Lüke bezeichnet Heilige als Menschen, „die dem Vorbild Christi besonders gefolgt sind und durch das Vergießen ihres Blutes (Märtyrer) oder durch heroische Tugendübung (Bekenner) ein hervorragendes Zeugnis für das Himmelreich abgelegt haben“. Lüke betrachtet Heilige als „eine Art überzeitliche und transnationale Eingreiftruppe Gottes“. Nach der heiligen Mutter Teresa wiederum bedeutet heilig sein, Gott zu erlauben, „sein Leben in uns zu leben“. Allerseelen, das einen Tag später am 2. November gefeiert wird, ist hingegen ein Feiertag, an dem allen Verstorbenen gedacht wird.

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