Bitz, 07.11.2018

Die Fichte dominiert den Wald in Bitz

Ganz im Zeichen des Forstes stand die jüngste Sitzung. Auch für 2019 wird ein deutliches Plus erwartet.

 

Zusammen mit den Forstleuten ging es in die Waldabteilung Ehnisgrund. Forstdienststellenleiter Klaus Richert informierte über die Bewirtschaftung der Fichte im Gemeindewald. 26 Prozent des deutschen Waldes seien mit Fichten besetzt, in Bitz sogar 55 Prozent.

Am ersten Waldbild zeigte Forstrevierleiter Wolfgang Bitzer ein circa 80-jähriges Fichtenbaumholz. Hier wurde vor etlichen Jahren bereits das Kronendach etwas aufgelichtet, damit sich die Fichte in Form einer Naturverjüngung natürlich an- samt. Dies müsse ganz behutsam erfolgen, damit nicht der Unkrautwuchs vor dem Ansamen der kleinen Fichten erfolge. Im Gemeindewald Bitz werde versucht, möglichst die natürliche Dynamik beim Waldwachstum auszunutzen. Man mache also keine Kahlhiebe.

Lob für die Jäger

Bei der nächsten Station hatte sich der Unterwuchs wieder zu einem circa 20 Meter hohen Wald entwickelt. Da in diesem Waldstück bisher überhaupt noch nicht eingegriffen wurde, musste nun den zukünftigen Wertträgern Luft gemacht werden, damit sich deren Kronen gut ausbilden können.

Forststudentin Rebecca Göttel berichtete von ursprünglich 10.000 Bäumen, die vor dem Eingriff dort standen. Natürlich wolle man in Zukunft keine reinen Fichtenbestände mehr, sondern auch Mischbaumarten wie Tanne, Douglasie, Buche und Ahorn.

Wolfgang Bitzer lobte die Jäger, die bei einzelnen angesamten Tannen einen Verbissschutz angebracht haben. Dennoch dürfe die Wilddichte auf keinen Fall zunehmen, sonst sei die natürliche Verjüngung von Mischbaumarten nicht mehr möglich.

Mehr Käferholz als sonst

Eugen Seyboldt vom Forstamt Albstadt berichtete, dass durch das nasse Wetter im Frühjahr und den ungewöhnlich heißen Temperaturen im August mehr Käferholz als sonst angefallen ist, jedoch sei es noch überschaubar. Der Holzmarkt lief im vergangenen Jahr gut, doch durch das Käferholz ist der Holzpreis eingebrochen. In Bitz belief sich das Käferholz auf 34 Festmeter, es konnte nur zum halben Preis verkauft werden.

Geplant war ein Holzeinschlag von 4500 Festmetern. Insgesamt wurden 4315 Festmeter eingeschlagen. Das Forstwirtschaftsjahr 2017 weist ein Gesamtergebnis von 150 966 Euro auf. Der Planansatz lag bei 84.000 Euro. Klaus Richert gab abschließend einen Ausblick auf das Jahr 2019. „Aufgrund der Stürme Burglind und Frederike und den großen Käferholzmengen stehen die Preise für Nadelrundholz sowie für Hackschnitzel unter Druck“, so Richert. Dies werde sich voraussichtlich durch die steigende Nachfrage an frischem, schadfreiem Holz ab 2019 wieder ändern. Bei einem Gesamteinschlag von 4430 Festmetern Holz sei für 2019 mit einem Betriebsergebnis von rund 62.000 Euro zu rechnen.

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