Hechingen, 08.11.2018

Mordprozess wird Thema im Fernsehen

Darf man seinen Peiniger ermorden und straffrei bleiben? TV-Moderator Ingo Zampero diskutiert in der ARD-Themenwoche Gerechtigkeit mit Schöffen.

von Andrea Spatzal  

Am Mittwoch, 14. November, wird in der ARD-Themenwoche „Gerechtigkeit“ ein Mordfall aufgerollt, der sich 2001 in einem kleinen Dorf im Zollernalbkreis zugetragen hat. Der Fall: Ein Mann quälte seine Frau jahrelang auf das Übelste. Er schlug sie krankenhausreif, behandelte sie wie eine Sklavin. Nach einem 15 Jahre währenden Martyrium erschoss die Gepeinigte ihren Mann.

Das Landgericht Hechingen verurteilte die Frau wegen heimtückischen Mordes. Aber der Bundesgerichtshof kassierte das Urteil und verwies auf den sogenannten entschuldigenden Notstand: Wer keine andere Möglichkeit sieht, sich oder das Leben seiner Liebsten wie in diesem Fall durch einen Mord zu schützen, der geht straffrei aus. Ist Mord also nicht gleich Mord? Der 17 Jahre alte Mordprozess wird in der Sendung „Soll das Recht sein?“ am Mittwoch, 14. November, um 22 Uhr im NDR-Fernsehen aufgerollt.

In drei Folgen dieses neuen TV-Formats wird jeweils ein spektakulärer Strafrechtsfall nacherzählt. Dabei blicken vier Schöffen mit ganz unterschiedlichen beruflichen und persönlichen Hintergründen auf die Taten, die Prozesse und vor allem die Urteile.

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