Konzelmann legt Schwerpunkt auf vier Zukunftsprojekte

Albstadt, 08.11.2018

Albstadt investiert in vier große Projekte

Technologiewerkstatt, Digitalisierung, Stadtmarketing, Tourismus: Diese Themen will die Albstädter Verwaltung im kommenden Jahr in den Fokus rücken.

von Holger Much  

Oberbürgermeister Klaus Konzelmann klang am Donnerstag im Gemeinderat optimistisch und schwelgte in Superlativen.

Erfolgreiches Gründerzentrum, Bildungsschwerpunkt und Teil des neuen Digital Hubs – die Tailfinger Technologiewerkstatt befindet sich seit ihrer Gründung vor drei Jahren auf dem Höhenflug. Sie und ihre geplante Erweiterung gehören zu den Zukunftsprojekten.
Erfolgreiches Gründerzentrum, Bildungsschwerpunkt und Teil des neuen Digital Hubs – die Tailfinger Technologiewerkstatt befindet sich seit ihrer Gründung vor drei Jahren auf dem Höhenflug. Sie und ihre geplante Erweiterung gehören zu den Zukunftsprojekten. Foto: Holger Much

Er sprach vom „finanzstärksten Haushalt der Stadt Albstadt seit deren Bestehen“ und schlussfolgerte ganz allgemein: „Die Stadt Albstadt war noch nie so gut aufgestellt wie aktuell.“

Die Schulden sinken, während die Bevölkerung, die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sowie die Zahl der Pendler, die nach Albstadt zum Arbeiten fahren, wächst.

Man spüre, formulierte Konzelmann, die gute Stimmung in der Bevölkerung. Auch der Wirtschaft gehe es gut, betonte Konzelmann und fügte hinzu, dass man keinerlei Veranlassung sehe, den Gewerbesteuersatz anzuheben.

Technologiewerkstatt, Digitalisierung, Stadtmarketing und Tourismus - das steht auf dem Plan

Was plant die Stadtverwaltung für das Jahr 2019 konkret? Der Oberbürgermeister nannte vier für ihn wesentliche Zukunftsprojekte, die auch das kommende Jahr prägen werden:

Das Erste Projekt umfasst die erfolgreiche Technologiewerkstatt samt der bereits fest geplanten Erweiterung, der Technologiefabrik. Nachdem der ursprünglich geplante Standort in einem direkt angrenzenden Fabrikgebäude nicht verwirklicht werden konnte, sei man, beteuerte Konzelmann, intensiv auf der Suche nach Alternativen.

Das zweite Zukunftsprojekt betrifft das große Thema der Digitalisierung. Darunter fällt einerseits die interne Modernisierung von Verwaltungsabläufen der Verwaltung. Zudem möchte sich die Stadt, fußend auf einer Bürgerbefragung, digital nach außen öffnen, auf digitalen Wegen mit den Bürgern kommunizieren.

Dritter Aspekt des zweiten Zukunftsprojektes und laut OB die größte Herausforderung für die nächsten Jahrzehnte, betrifft das Thema Breitband – die Versorgung der Stadt mit schnellem Internet. Für diese Entwicklung wird extra eine halbe Stelle geschaffen.

Drittes Zukunftsprojekt ist das Stadtmarketing, das man „bewusst leise, aber deutlich sichtbar und langfristig“ angelegt habe. Aktuell arbeite die Stadt an einem neuen Corporate Design.

Das vierte Zukunftsprojekt, das Konzelmann nannte, ist der erfolgreiche Masterplan Tourismus. Auch gelinge es zusehends, den Tourismus als zusätzliches wirtschaftliches Standbein zu etablieren. Eine Untersuchung habe gezeigt, freute sich der OB, dass die Wertschöpfung aktuell bei einem zweistelligen Millionenbetrag liege.

Neben diesen vier Zukunftsprojekten hat sich die Stadtverwaltung in ihrer Klausurtagung Ende September weitere Schwerpunkte vorgenommen, die der Oberbürgermeister am Donnerstag inhaltlich skizzierte.

Kindergärten: Bauprojekte und mehr Personal

Wie bereits 2018 nehmen Investitionen in Sachen Bildung auch im kommenden Jahr einen zentralen Punkt ein. Im Bereich der Kindergärten als auch der Schulen stehen einige große Bauprojekte an.

In der Leipziger Straße in Ebingen wird mit dem Ersatzbau begonnen – das ursprüngliche Gebäude musste wegen Nagetierbefalls geschlossen werden.

Auch die Kita Heusteigstraße eröffnet bald. Der Kitabetrieb in der Lutherschule wird bis auf Weiteres fortgeführt.

Die Anforderungen an moderne Kinderbetreuung sind so gewachsen, dass die Stadt im kommenden Jahr auch personell extrem aufstocken muss. Allein 2019 werden im Kita-Bereich 22,2 neue Stellen geschaffen.

Stadt investiert in Digitalisierung und Infrastruktur für Schulen

Ein großer Punkt ist natürlich der Ausbau des Schulzentrums Lammerberg zu einem modernen Sekundarschulzentrum mit Progymnasium und Realschule. Samt dem benachbarten Ausweichquartier wird diese Maßnahme in den nächsten vier Jahren stolze 20 Millionen Euro verschlingen.

Der komplett neu gestaltete Fachklassentrakt wird im Frühjahr 2019 bereits in Betrieb gehen.

Nicht nur baulich, auch von der Ausstattung her geht das Thema Bildung ins Geld. So investiert die Stadt zirka 2,2 Millionen Euro allein in die Digitalisierung der Schulen und hofft dabei auf die seit Jahren vom Bund versprochenen Mittel.

City-Open-Air, Literaturtage und mehr

Im kulturellen Bereich wartet das nächste City-Open-Air auf die Musikfans, die Literaturtage sind in Vorbereitung und zudem steht das Jahr 2019 im Zeichen der Städtepartnerschaft Albstadt-Chambéry.

Info

Steuereinnahmen, Schulden, Investitionen: Alles zum Zahlenwerk des Albstädter Haushalts 2019 finden Sie hier

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